Deutsche Bank krempelt Fondspalette für vermögende Kunden um - Fondsnews


12.05.21 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Deutsche Bank richtet drei ihrer sieben Fonds der "DB Vermögensfondsmandat"-Reihe neu aus, die exklusiv über das konzerneigene Wealth Management an vermögende Privatkunden im Heimatmarkt vertrieben werden, so die Experten von "FONDS professionell".

In der Anlagestrategie der Portfolios würden nun Nachhaltigkeitskriterien eine entscheidende Rolle spielen. Auch die Firmierung der Sondervermögen, die bislang DB Vermögensfondsmandat Einkommen, Balance und Wachstum geheißen hätten, ändere sich in DB ESG Conservative (ISIN LU0240541283 / WKN A0H0S4), Balanced (ISIN LU0240541366 / WKN A0H0S5) und Growth (ISIN LU0240541440 / WKN A0H0S6).

Die drei 2006 aufgelegten Fonds würden in Summe aktuell gut 380 Millionen Euro verwalten. Der Vertrieb sei zuletzt schleppend gelaufen: Im vergangenen Jahr hätten Anleger unter dem Strich 53 Millionen Euro abgezogen, lasse sich der Einzelfondsstatistik des Branchenverbands BVI entnehmen. Die vier weiteren "DB Vermögensfondsmandat"-Portfolios würden ihre Namen behalten. In Summe hätten die Wealth-Management-Kunden der Deutschen Bank Ende vergangenen Jahres knapp 600 Millionen Euro in die Produktreihe investiert.

Die "DB ESG"-Fonds würden sich an der Asset-Allokation der Internationalen Privatkundenbank (IPB) der Deutschen Bank orientieren, zu der auch das Wealth Management gehöre. Bestimmte Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder würden ausgeschlossen. Bei der Nachhaltigkeitsanalyse setze das Institut auf Daten von MSCI. Das ESG-Rating dieses Analysehauses reiche von "AAA" bis "CCC". Im Verkaufsprospekt der drei Fonds sei nun festgehalten, dass "überwiegend" in Titel investiert werde, die mindestens die Note "BBB" erreichen würden. Dort heiße es aber auch: "Darüber hinaus können Anlageinstrumente erworben werden, die nicht über ein MSCI-ESG-Rating verfügen."

"Das Verhalten und die Ziele vieler Anleger ändern sich, daher könnte der Zeitpunkt für unsere ESG-Fondsstrategien nicht passender sein", lasse sich Christian Nolting, der Chefanlagestratege der IPB, in einer Pressemitteilung zitieren. Immer mehr Investoren würden erkennen, dass Nachhaltigkeit mehr sei als Philanthropie. "Zu der veränderten Sichtweise gehört auch, dass verantwortungsvolle, langfristige Ziele nicht den Verzicht auf interessante kurz- und mittelfristige Renditechancen bedeuten müssen", so Nolting.

Bei den neu ausgerichteten "DB ESG"-Fonds ändere sich auch die Mindestanlagesumme und die Verwaltungsvergütung. Anleger müssten nun mindestens 100.000 Euro investieren. Dafür sinke die jährliche Gebühr, die früher je nach Risikoklasse 1,1 bis 1,3 Prozent betragen habe, nun auf 0,88 bis 1,1 Prozent. (12.05.2021/fc/n/s)






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