apo Health Fonds: Zivilisationskrankheiten treiben Therapieentwicklung an


16.09.22 11:00
apoAsset

Düsseldorf (www.fondscheck.de) - Zivilisationskrankheiten sind auf dem Vormarsch, so Kai Brüning, Senior Portfolio Manager Healthcare bei der Apo Asset Management GmbH, der unter anderem die globalen Gesundheitsfonds apo Medical Opportunities, apo Digital Health, apo Medical Balance sowie apo Emerging Health verantwortet.

Die Anzahl an Diabetes-, aber auch Adipositas-Erkrankten nehme stetig zu - Diabetes sei in den USA aktuell die achthäufigste Todesursache. Hier könnten Innovationen Betroffenen helfen. Entsprechend hoch sei das Potenzial für Unternehmen in diesem Markt.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und die mit ihr zusammenhängenden Erkrankungen würden zu den großen globalen Herausforderungen in diesem Jahrhundert gehören. Durch eine "Verwestlichung" der Ernährungsgewohnheiten sei er auch in den Emerging Markets auf dem Vormarsch. Die globale Prävalenz von Diabetes werde von der International Diabetes Federation auf 537 Millionen Menschen geschätzt, von denen aktuell ca. 212 Millionen behandelt würden. Die Erwartungen seien, dass die weltweite Prävalenz auf 783 Millionen im Jahre 2045 steigen werde. Korrelierende Erkrankungen z.B. der Augen, der Nieren und des zentralen Nervensystems könnten eine Folge der Nichtbehandlung sein.

Die genaue Ursache des Diabetes sei noch nicht sicher erforscht. Jedoch könne davon ausgegangen werden, dass sowohl genetische Einflüsse als auch körperliche Inaktivität und Fettleibigkeit (Adipositas) eine Rolle spielen würden. Die Prävalenz bei Adipositas sei ähnlich hoch: Laut WHO seien weltweit über 600 Millionen Menschen stark übergewichtig (=/+30 BMI). In Deutschland seien es laut der Deutschen Adipositas Gesellschaft ein Viertel der Erwachsenen.

Die Behandlung des Diabetes habe in den letzten Jahrzehnten sehr große Fortschritte gemacht. Zum einen sei die Qualität der Insuline immer besser geworden. Zum anderen sei es gelungen, durch neuartige, minimalinvasive Glukosemessgeräte und Insulinpumpen die Durchführung der Therapie für den Behandelten so angenehm und präzise wie möglich zu gestalten. Ursprünglich hätten Hersteller wie Abbott und Dexcom ihre Blutglukosemessgeräte nur für die 5% bis 10% der Patientinnen und Patienten hergestellt, die Typ-1-Diabetiker seien, und gar kein Insulin mehr selber produzieren. Durch die ersten positiven Erfahrungen und die einfache Handhabung der Geräte würden diese in Zukunft auch bei einem Großteil der Typ-2-Diabetiker zur Anwendung kommen. Diese würden mit über 90% den Großteil der Patientinnen und Patienten ausmachen.

Ähnliches gelte für die Pumpen, die z.B. Insulet und Tandem Diabetes herstellen würden. Diese würden über modellbasierte Algorithmen verfügen und könnten bis zu 30 Minuten im Vorhinein den Insulinbedarf prognostizieren. Aber auch andere, nicht-insulinhaltige Medikationen (GLP-1, SGLT-2) seien in den letzten Jahren auf den Markt gekommen, die die Behandlungsoptionen von Typ-2-Patientinnen und -patienten nachhaltig verbessert hätten.

Die Behandlung der Adipositas sei im Vergleich zur Diabetes nicht so einfach. Eine Option sei z.B. die Verkleinerung des Magens (Magenband oder tatsächliche Verkleinerung) und die daraus resultierende geringere Aufnahme von Lebensmitteln. Um einen operativen Eingriff zu verhindern, sei in den letzten Jahren auch eine ganze Reihe von Medikamenten entwickelt worden. Deren Ergebnisse seien aber nicht zufriedenstellend. Die Voraussetzungen für eine medikamentöse Behandlung seien eine dauerhafte Gewichtsabnahme sowie eine sichere Langanwendung ohne die Gefahr, eine Abhängigkeit vom Medikament zu entwickeln.

Viele bereits zugelassene Medikamente seien in der Vergangenheit wegen einsetzender Nebenwirkung bei längerer Einnahme wieder vom Markt genommen worden. Andere wiederum hätten zwar statistisch relevante Erfolge gezeigt, die absolut erzielte Gewichtsreduktion sei jedoch nicht ausreichend gewesen, um eine längere Anwendung bei Patientinnen und Patienten zu rechtfertigen. Aktuell erscheine es so, dass die Medikamentenklasse der GLP-1-Agonisten (Glucagon-like Peptid 1), die schon länger zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werde, auch die Gewichtsreduktion überdurchschnittlich positiv beeinflusse. Eli Lilly und Novo Nordisk, die beide zu den Vorreitern der Diabetestherapie gehören würden, hätten hier sehr interessante Produkte entwickelt, die adipöse Menschen in Zukunft zu deutlicher Gewichtsreduktion führen könnten. (16.09.2022/fc/a/f)






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