Wagner & Florack Unternehmerfonds: Günstig ist nicht "Value"


01.08.22 11:30
Wagner & Florack AG

Bonn (www.fondscheck.de) - Die Investmentboutique Wagner & Florack warnt davor, nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen vermeintlich günstig bewertete Aktien mit Value-Unternehmen zu verwechseln, so die Experten von Wagner & Florack.

"Autobauer, Fluggesellschaften und Tourismusunternehmen mit hohem Kapitaleinsatz und schwachen Margen sind auch nach dem Kursrutsch der vergangenen Wochen keine attraktiven Portfoliounternehmen für uns und sie sind nicht günstig", sage Dominikus Wagner, Firmengründer und Fondsmanager des Wagner & Florack Unternehmerfonds. Wagner & Florack investiere nach eigenen Grundsätzen in Aktien von Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell aufgrund von Preissetzungsmacht, Marken, Patenten und einer sehr guten Bilanzqualität schützen und durch stabile Gewinne den Unternehmenswert langfristig steigern könnten.

Wenn die Unternehmensqualität fehle, bleibe Wagner & Florack auch bei sogenannten "Megatrends" skeptisch. Zwar würden sich die Entwicklungen, wie beispielsweise der staatlich geförderte Ausbau erneuerbarer Energien und die steigende Nachfrage nach veganen Lebensmitteln gut begründen lassen. Aber das bedeute nicht, dass Unternehmen aus Trend-Branchen damit zwangsläufig als attraktive Beteiligungen für den Wagner & Florack Unternehmensfonds in Betracht gezogen würden. "Viele dieser Firmen haben einen viel zu hohen Kapitaleinsatz, nur geringe Skaleneffekte in einem intensiven Wettbewerbsumfeld sowie chronisch geringe Margen und dadurch eine hohe und wachsende Verschuldung", erläutere Dominikus Wagner.

Ein typisches Beispiel seien Solar- und Windkrafthersteller, die aufgrund des extrem kapitalintensiven Geschäftsmodells kaum Skaleneffekte aufweisen würden und im intensiven Wettbewerb keine Preissteigerungen durchsetzen könnten. So lasse sich laut Wagner auch unter idealen Marktbedingungen kaum etwas verdienen. "Mit den höheren Lieferkettenkosten rutschen solche Firmen schnell in die roten Zahlen und die Schulden steigen weiter." Das betreffe auch Anbieter von veganen Nahrungsmitteln wie Beyond Meat oder Veganz, die aktuell unter ihrer mangelnden Preissetzungsmacht und fehlenden Skaleneffekten leiden würden, was sich an den eingebrochenen Aktienkursen ablesen lasse.

"Der Kapitalbedarf für junge spezialisierte Marken ist durch die gestiegenen Inputkosten viel höher als ursprünglich kalkuliert und diese Kosten können nicht über große Absatzmengen kompensiert werden. Zwar sind die Kurse deutlich gefallen, ein gutes Langfrist-Investment stellen sie jedoch trotzdem nicht dar," resümiere Wagner. Finanzstarke Unternehmen wie Nestlé könnten dagegen das nachgefragte Vegan-Geschäft über das globale Vertriebsnetz mitfinanzieren und skalieren. Daher könne Nestlé mit seinen Vegan-Marken wie "Garden Gourmet" ein profitables Wachstum vorweisen. "Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass jedes Unternehmen, das einen Wachstumstrend bedient, auch ein gutes Investment ist", sage Wagner.

Damit würden bei Wagner & Florack auch für Trend-Firmen die ökonomischen Grundlagen gelten, die für langfristigen Unternehmenserfolg und die nachgelagerte Kursentwicklung sprächen. "Die Zinsen steigen zwar, aber die realen Renditen bleiben bis auf weiteres angesichts der hohen Inflation tiefrot. Das bedroht das Vermögen vieler Sparer mit Girokonto-, Sparbuch- und Festgeldanlagen. Gerade unter langfristigen Aspekten sind Beteiligungen an soliden und stark wachsenden Firmen der beste Weg, um Vermögen substanziell auch vor der Inflation zu schützen und langfristig zu mehren", sei Wagner überzeugt.

Auch in Phasen hoher Anlegernervosität würden robuste und profitable Qualitätsunternehmen in der Regel besser abschneiden als der breite Aktienmarkt, auch wenn Kursschwankungen sie in Mitleidenschaft ziehen würden. "Es braucht Zeit und Disziplin. Aber wer sich auf echte Qualität zu angemessenen Bewertungen im Portfolio konzentriert, sollte sich auch in hektischen Börsenzeiten keine Sorgen zu machen brauchen. Unsere Firmen verdienen operativ weiterhin sehr gut und trotzen grosso modo dem hohen Inflationsdruck", resümiere Wagner. (01.08.2022/fc/a/f)






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