Triodos Euro Bond Impact Fund: Festverzinsliche Anlagen - attraktive Rendite und Widerstandsfähigkeit


05.02.24 09:20
Triodos IM

LA Driebergen-Rijsenburg (www.fondscheck.de) - Nach Jahren extrem niedriger Zinssätze sind festverzinsliche Anlagen wieder eine attraktive Anlageklasse geworden, so Jeroen van Herwaarden, Portfoliomanager des Triodos Euro Bond Impact Fund bei Triodos Investment Management.

Jetzt sei denn auch ein guter Zeitpunkt, um in festverzinsliche Anlagen zu investieren. Dabei könnten Investitionen für einen positiven ökologischen oder sozialen Wandel dazu beitragen, das Kreditrisiko zu senken.

Als die weltweite Inflation 2022 nach den COVID-bedingten Lockdowns stark angestiegen sei, seien die Zentralbanken zunächst davon überzeugt gewesen, dass dieser Anstieg nur vorübergehender Natur sein würde. Als sich herausgestellt habe, dass der Anstieg viel länger andauern würde, da der Krieg in der Ukraine und Zweitrundeneffekte wie Lohnerhöhungen zu zusätzlichem Preisdruck geführt hätten, hätten die Zentralbanken weltweit mit einer beispiellosen Straffung der Geldpolitik begonnen. Die darauffolgenden Zinserhöhungen hätten sowohl die kurz- als auch die langfristigen Zinssätze auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt ansteigen lassen.

Nun, da der Höhepunkt der Inflation hinter uns liegt und die meisten Zentralbanken nach zwei Jahren beispielloser Straffung das Ende des Zinserhöhungszyklus erreicht haben, scheint sich der Rauch zu lichten, so die Experten von Triodos Investment Management. Die Inflation sei im letzten Jahr zurückgegangen und dürfte weiter in Richtung des Ziels der Zentralbanken von etwa 2% sinken. Daher würden die Finanzmärkte erwarten, dass die Zentralbanken in der ersten Hälfte dieses Jahres mit Zinssenkungen beginnen würden.

Alles in allem werde den Anlegern von Euro-Anleihen heute eine ordentliche jährliche Rendite von über 3% für ein ausgewogenes Portfolio von Investment-Grade-Anleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von fünf Jahren geboten. Diese Rendite sei nicht nur im Vergleich zu Bargeldrenditen, wie den Zinsen auf einem Sparkonto attraktiv, sondern biete Anleiheinvestoren auch einen Puffer gegen ungünstige Zinsentwicklungen in der Zukunft. Ein zusätzlicher Vorteil dieser höheren Zinssätze sei, dass Anleiheinvestitionen zunehmend wieder ihre traditionelle Rolle in einem ausgewogenen Anlageportfolio einnehmen könnten: Sie würden Schutz in Zeiten ungünstiger Aktienentwicklung bieten.

Wenn die Inflation weiter sinke und sich die Wirtschaftstätigkeit in den kommenden Monaten weiter verlangsame, könnten die Inhaber von Anleihen eine zusätzliche Rendite aus sinkenden langfristigen Renditen erwarten. Sollten die wichtigsten Zentralbanken die Zinsen in diesem Jahr tatsächlich in der derzeit erwarteten Größenordnung oder sogar darüber hinaus senken, könnten die sinkenden Kurzfristzinsen die Gesamtrendite der Anleiheinvestoren weiter erhöhen. Aber selbst wenn sich die derzeitige Inflation als hartnäckig erweise und die Zinssenkungen später als erwartet erfolgen würden, könnten Anleiheinvestoren auf der Grundlage des derzeitigen Renditeniveaus immer noch eine solide Rendite erzielen.

Die Experten würden davon ausgehen, dass sich die Kreditspreads in der ersten Hälfte dieses Jahres ausweiten würden, da die strengeren monetären Bedingungen die Rentabilität der hoch verschuldeten Unternehmen beeinträchtigen würden. Das erwartete Umfeld schwächerer Fundamentaldaten der Unternehmen und steigender Ausfallraten erfordere eine defensive Positionierung in Bezug auf das Kreditrisiko.

Die Triodos IM Impact-Strategie sehe vor, dass ausgewählte Emittenten nicht nur eine positive Wirkung erzielen, sondern auch deutlich geringere Nachhaltigkeitsrisiken aufweisen würden als der Gesamtmarkt. Darüber hinaus würden die Experten zu einem großen Teil in "Use-of-Proceeds-Bonds" investieren, eine Art von Impact Bonds deren Erlöse für die Finanzierung förderungswürdiger Umwelt- und/oder Sozialprojekte bestimmt seien. Erlösverwendungsanleihen seien ein starkes Instrument, um die Investitionen in Richtung positiver Auswirkungen zu lenken.

Der Emittent der Anleihe sei darüber hinaus verpflichtet, über die Ergebnisse der Auswirkungen zu berichten. Impact Bonds seien daher zu einem wichtigen Vermögenswert in den Anleiheportfolios der Experten geworden und würden derzeit zwei Drittel ihrer auf Euro lautenden festverzinslichen Anlagen ausmachen. Der Markt für Impact Bonds habe in den letzten Jahren an Reife gewonnen, da immer mehr Unternehmensemittenten auf den Markt drängen würden. Da der Markt für Impact Bonds jedoch immer noch zu einem großen Teil aus grünen und sozialen Anleihen bestehe, die von großen regierungsnahen Emittenten begeben würden, hätten die festverzinslichen Portfolios der Experten aufgrund ihrer Impact-Strategie eine hohe Allokation in Impact Bonds mit höherer Qualität, was ein geringeres Risiko für Spread-Volatilität bedeute.

Unter den derzeitigen Marktbedingungen mit höheren Anleiherenditen seien festverzinsliche Anlagen unter dem Gesichtspunkt des Risiko-Ertrags-Verhältnisses wieder eine attraktive Anlageklasse geworden. Abgesehen von der attraktiven Rendite würden Anleihen auch Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Marktentwicklungen bei Risikoanlagen wie Aktien bieten. Impact Bonds würden zusätzlichen Wert schaffen, indem sie positive Auswirkungen erzeugen und durch die höhere durchschnittliche Qualität der Emittenten zur Senkung des Gesamtkreditrisikos beitragen würden. (05.02.2024/fc/a/f)





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