SPDR S&P 400 US Mid Cap UCITS ETF: US Mid Caps mit erheblichen Verlusten 2022


23.11.22 15:48
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - US Mid Caps mussten ebenso wie ihre größeren Pendants im Laufe des Jahres 2022 erhebliche Verluste hinnehmen, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso" im Kommentar zum SPDR S&P 400 US Mid Cap UCITS ETF Acc (ISIN IE00B4YBJ215 / WKN A1JSHV).

Die Performance der beiden Segmente sei in den ersten drei Quartalen sehr ähnlich gewesen, da US-Aktien im Allgemeinen unter den höheren Zinsen und der Konjunkturabschwächung gelitten hätten. Zu Beginn des vierten Quartals habe der S&P® MidCap 400 Index jedoch begonnen eine Outperformance zu erzielen. Während wir für die US-Aktien aufgrund der sich dem Höchststand nähernden Zinssätze und der zunehmend attraktiven Bewertungen insgesamt optimistisch sind, gibt es mehrere Aspekte des Mid-Cap-Segments, die es in eine günstige Lage bringen, so die Experten von State Street Global Advisors.

Erstens seien Mid-Cap-Aktien inländischer als ihre größeren Pendants und würden etwa drei Viertel der Erträge in den USA erwirtschaften. Das mache den stärkeren US-Dollar in einem Jahr, in dem die US-Währung gemessen am DXY-Index, um 13% aufgewertet worden sei, weniger zu einem Gegenwind. Gleichzeitig sei die Nachfrage der US-Verbraucher trotz der Konjunkturabschwächung und der Straffung der Geldpolitik nach wie vor robust, da ein relativ stabiler Arbeitsmarkt für Unterstützung sorge.

Bei Anlagen in US-Aktien sei die Hauptsorge der Anleger nach wie vor der hohe risikofreie US-Zins, der die Risikoprämien der Aktien verwässere. Für den S&P MidCap 400 Index scheinen höhere Zinsen und weitere Zinserhöhungen der FED jedoch bereits eingepreist zu sein, denn die Bewertung liegt bei einem anspruchslosen 12M-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,7x, was einer Gewinnrendite von 7,3% und einem Spread von 3,4% gegenüber fünfjährigen US-Staatsanleihen entspricht, so die Experten von State Street Global Advisors. Dies sei eine wichtige Überlegung, da Mid-Cap-Aktien nicht nur im Vergleich zu größeren Unternehmen attraktiv bewertet seien, sondern auch einen anständigen Renditeaufschlag gegenüber festverzinslichen Instrumenten bieten würden.

Das nächste Fragezeichen bei US-Aktien betreffe die Erträge und das Risiko von Herabstufungen. Bei Mid Caps scheine die Ertragskomponente im oben genannten KGV nicht überbewertet zu sein, da die Gewinne im dritten Quartal um 6,6% nach oben überrascht hätten. Eine Zahl, die höher sei als das gleiche Verhältnis bei Large Caps (+3,0%) und Small Caps (+2,9%). Im Allgemeinen seien die Gewinne im dritten Quartal weitgehend eine Rache der Old Economy gewesen und die robusten Gewinne des Mid Cap-Segments würden zu diesem Thema passen, da die Strategie Zugang zu traditionelleren Unternehmen biete.

Die Experten von State Street Global Advisors seien sich bewusst, dass die Sektoraufteilung des S&P® MidCap 400 Index relativ zyklisch sei und die Weltwirtschaft noch immer mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sei. Dennoch seien die Experten von State Street Global Advisors aufgrund der robusten Erträge, des inländischen Profils und der attraktiven Bewertung besonders konstruktiv gegenüber dem Mid Cap-Teil des US-Aktienmarktes. Da sich die FED dem Höchststand der Zinssätze nähere, könnten die Anleger damit beginnen, ihre Portfolios für die Zeit danach zu positionieren. Dies gilt umso mehr, wenn wir den jüngsten Verbraucherpreisindex von 7,7% betrachten, der ein lang erwarteter Beweis für eine moderatere Inflation ist, so die Experten von State Street Global Advisors. (Ausgabe vom 22.11.2022) (23.11.2022/fc/a/e)





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