SPDR FTSE UK All Share UCITS ETF: UK-Aktien - Der Rückenwind bleibt intakt


02.06.22 12:49
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Aktien aus dem Vereinigten Königreich sind eine der wenigen Regionen, die Anlegern in diesem Jahr eine Verschlechterung des makroökonomischen und geopolitischen Umfelds erspart haben, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Die Hauptgründe für die Outperformance im Vergleich zu anderen Märkten seien die zweckmäßige Sektorzusammensetzung, attraktive Bewertungskennzahlen und die geringere Abhängigkeit von russischen Ressourcen im Vergleich zu Kontinentaleuropa. Die Experten von State Street Global Advisors würden davon ausgehen, dass dieser Rückenwind anhalten werde.

Der Rückenwind für britische Aktien sei nach wie vor intakt und dürfte kurz- bis mittelfristig zur Performance beitragen. Darüber hinaus habe sich das GBP gegenüber dem USD von 1,35 zu Jahresbeginn auf 1,26 am 25. Mai abgeschwächt, was den im britischen FTSE ALL-Share Index enthaltenen Exporteuren und globalen Unternehmen zusätzlichen Auftrieb gebe.

Der wichtigste Grund für die relative Performance britischer Aktien sei die Zusammensetzung der Sektoren und Branchen, die für das derzeitige Umfeld gut geeignet sei.

Eine der Herausforderungen, mit denen die Aktienmärkte konfrontiert seien, sei die Kombination aus steigenden Renditen und einer sich abflachenden Kurve - Letzteres insbesondere in den USA. Die Finanzunternehmen im Vereinigten Königreich, auf die 22% des Index entfallen würden, seien in dieser Hinsicht jedoch gut positioniert. Die Kurve steige im Vereinigten Königreich nicht nur an, sondern sei auch relativ steil, sodass steigende Renditen in verbesserte Nettozinsmargen umgesetzt werden könnten.

Anleger stünden auch vor der Herausforderung hoher Rohstoffpreise, die einer der Haupttreiber der Inflation seien. Die Experten von State Street Global Advisors seien der Meinung, dass britische Aktien unter den Kernaktien am besten geeignet seien, um dieses Thema zu spielen. Auf den Energiesektor, der am deutlichsten von den steigenden Ölpreisen profitiere, würden 10% des britischen Index entfallen, was mehr als doppelt so viel sei wie bei den Aktien der Industrieländer.

Der andere Sektor, der von hohen Rohstoffpreisen profitiere, seien Rohstoffe. Allerdings gelte dies nicht für den gesamten Sektor, sondern eher für Bergbauunternehmen. In dieser Hinsicht biete der britische FTSE-All-Share-Index ein überzeugendes Engagement in allgemeinen Bergbauunternehmen, die 7% des Index ausmachen würden, während ihr Anteil im MSCI World weniger als 1% betrage.

Die starke Präsenz der defensiven Sektoren Basiskonsumgüter (15% des Index) und Gesundheitswesen (12%) biete die nötige Sicherheit vor einer globalen Konjunkturabschwächung. Schließlich sei der zyklische Konsum (11%) nur in geringem Maße in der Automobil- und Zulieferindustrie engagiert, was den Anlegern die Möglichkeit gebe, einige der Folgen der Sanktionen gegen Russland zu umgehen.

Eine wichtige Frage sei, ob die Outperformance britischer Aktien anhalten könne. Die Experten von State Street Global Advisors seien der Meinung, dass dies möglich sei, und sähen weiterhin ein starkes Anlageargument, insbesondere auf relativer Basis. Denn die Rahmenbedingungen hätten sich nicht geändert. Die Inflation lasse nicht nach, der Verbraucherpreisindex im Vereinigten Königreich habe im April bei 9% gelegen und die Rohstoffpreise seien nach wie vor hoch. Zudem habe das GBP gegenüber dem USD abgewertet und die britische Renditekurve bleibe steil, wobei mindestens vier Zinserhöhungen um 25 Basispunkte eingepreist seien. Wichtig sei, dass trotz der relativen Outperformance im bisherigen Jahresverlauf die Bewertungen britischer Aktien im Vergleich zu den Aktien der Industrieländer im Allgemeinen nach wie vor extrem niedrig seien, was bedeute, dass der von den Experten von State Street Global Advisors festgestellte Rückenwind möglicherweise noch nicht vollständig eingepreist sei. Eine attraktive 12-Monats-Gewinnrendite von 9,5% könne einen gewissen Schutz sowohl gegen eine Straffung der Geldpolitik als auch gegen einen möglichen Konjunkturrückgang bieten.

Anleger, die auf das Thema britische Aktien setzen möchten, könnten dies mit SPDR ETFs tun, z.B. dem SPDR FTSE UK All Share UCITS ETF (ISIN IE00B7452L46 / WKN A1JT1A, Acc; ISIN IE00BD5FCF91 / WKN A2JHMP, Dist). (Ausgabe vom 01.06.2022) (02.06.2022/fc/a/e)





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