SKAGEN Global-Fonds: Solide Ergebnisse in einem schwierigen Marktumfeld


08.11.22 15:00
SKAGEN Funds

Stavanger (www.fondscheck.de) - Nach einer kurzen Verschnaufpause im Sommer setzte der globale Aktienmarkt seine Talfahrt fort und beendete das dritte Quartal auf Jahrestiefständen, so Knut Gezelius, Portfoliomanager des SKAGEN Global-Fonds bei SKAGEN Funds.

Der US-Aktienmarkt habe sogar den schlechtesten September seit zwei Jahrzehnten gemeldet. Die Inflationserwartungen würden hartnäckig hoch bleiben und die Zentralbanken weltweit zur Kehrtwende nach ihrer jahrelangen Nullzinspolitik veranlassen. Darüber hinaus habe Russland durch die Instrumentalisierung seiner Gaslieferungen als Waffe die europäische Energiekrise weiter eskalieren lassen. Das habe den Westen bisher jedoch nicht davon abgehalten, die Ukraine bei der vollständigen Befreiung ihrer illegal von Russland besetzten Territorien zu unterstützen.

Interessanterweise seien die Preise vieler Rohstoffe, von Öl über Metalle bis hin zu landwirtschaftlichen und tierischen Produkten, während des Quartals generell rückläufig gewesen. Setze sich dieser Trend fort, dann könnten sich die Inflationserwartungen ab einem bestimmten Zeitpunkt wieder beruhigen, was ein starker Katalysator für eine Marktrallye sein könnte.

Im dritten Quartal habe sich der SKAGEN Global besser als sein Referenzindex, der MSCI AC World entwickelt. Die überdurchschnittlich gute Entwicklung des Fonds spiegelt die Tatsache wider, dass viele unserer Beteiligungen das ganze Jahr über solide Finanzergebnisse gemeldet haben, so die Experten von SKAGEN Funds. Durch die gesunkenen Aktienkurse seien sie inzwischen erheblich unterbewertet und damit langfristig noch attraktiver.

Die am absoluten Ertrag gemessen besten Wertentwicklungen hätten im abgelaufenen Quartal die drei Unternehmen NASDAQ, Waste Management und Brown & Brown geliefert. Der Börsenkonzern NASDAQ setze weiterhin seinen strategischen Plan um, und das Geschäftsmodell sei gegenüber den anhaltenden makroökonomischen Sorgen einigermaßen immun. Das nordamerikanische Umweltdienstleistungsunternehmen Waste Management gelte als ebenso rezessionsresistent, da die Müllentsorgung keinen großen zyklischen Schwankungen unterworfen sei.

Zur Bekämpfung des Inflationsdrucks habe das Unternehmen nun Preiserhöhungen angekündigt, die man während der Pandemie so weit als möglich vermieden habe. Der US-amerikanische, familiengeführte Versicherungsmakler Brown & Brown habe eine weiterhin positive Entwicklung und solides Wachstum bei den Versicherungsprämien gemeldet. Die Integration der jüngst übernommenen Global Risk Partners in Großbritannien scheine planmäßig zu verlaufen.

Die drei Positionen mit den größten negativen Performancebeiträgen seien in diesem Quartal Adobe, DSV und Nike gewesen. Das US-amerikanische Softwareunternehmen Adobe habe unerwartet die Übernahme von Figma, einem 2012 gegründeten, kleineren Rivalen, angekündigt, der eine bei Entwicklern beliebte cloudbasierte Plattform für kollaboratives Design anbiete. Der Übernahmepreis habe sich auf 20 Milliarden US-Dollar belaufen.

Der Markt habe auf die Übernahme negativ reagiert und die Aktie von Adobe sei nach Bekanntwerden dieser Nachricht stark gefallen. Die Experten würden die Enttäuschung teilen, da der Übernahmepreis Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Vorsicht bei der Kapitalallokation gebe. Zugleich werfe die Entscheidung, ein zehn Jahre altes Start-up Unternehmen zu übernehmen, die Frage auf, warum Adobe nicht in der Lage gewesen sei, diese Fähigkeit intern zu entwickeln. Die Experten seien dabei, diesen Fall eingehend zu prüfen.

Der dänische Spediteur DSV habe ein weiteres schwieriges Quartal an der Börse gehabt, sei geschäftlich aber gut aufgestellt. Das Speditionsgeschäft sei eine zyklische Branche und die Frachtraten würden nach den letzten Höchstständen sinken, da sich die Lieferketten zu normalisieren beginnen würden. Nach der bisher schwachen Performance im Jahr 2022 würden die Experten die DSV-Aktie für extrem unterbewertet halten und seien der Ansicht, dass der Investment Case intakt sei und DSV zurecht eine Top-5-Position im Fonds darstelle.

Der jüngste Quartalsbericht des Sportartikelherstellers Nike sei mittelmäßig gewesen, aber die Experten würden auch feststellen, dass viele Einzelhändler derzeit überdurchschnittlich hohe Lagerbestände hätten. Außerdem sei China nach wie vor teilweise im Lockdown, und dieser Markt mache etwa 20% von Nikes Umsatz aus.

Im Laufe des dritten Quartals sei der SKAGEN Global weder aus einer seiner Positionen ausgestiegen, noch sei eine Position hinzugefügt worden. Diese bewusste Entscheidung spiegele die Überzeugung der Experten wider, dass das aktuelle Portfolio gut positioniert sei, um das Aufwärtspotenzial zu nutzen, sobald sich die wirtschaftlichen Erwartungen verbessern würden und sich der Markt drehe.

Nichtsdestotrotz hätten die Experten einige Positionen leicht aufgestockt, wo dies möglich gewesen sei, aber angesichts des Rückgangs in diesem Jahr sei die Cash-Position der Experten sehr niedrig, da sie voll investiert sein wollten, um das beträchtliche Aufwärtspotenzial des Portfolios voll auszuschöpfen.

In guten Zeiten sehe der Markt in der Regel geflissentlich über Geschäftsmodell- und finanzielle Schwächen eines Unternehmens hinweg. In schlechten lasse er sich allerdings nicht so leicht täuschen und plötzlich werde jede Schwäche hart bestraft. Dies gelte insbesondere dann, wenn die Kapitalposition eines Unternehmens schwach erscheine, ein Warnsignal dafür, dass der Aktienkurs in eine existenzbedrohende Abwärtsspirale geraten könnte, wenn sich die Gesamtwirtschaft weiter verschlechtere oder über einen längeren Zeitraum hinweg gedämpft bleibe.

Aus diesem Grund bevorzuge der SKAGEN Global in seinem Anlagerahmen ausdrücklich Unternehmen mit starken Bilanzen und stabilen Cashflows. Zur Veranschaulichung der Stärke der Bilanzen im Fonds anhand der für das Geschäftsjahr 2021 gemeldeten Zahlen würden die Experten festhalten, dass es sich bei 40% der Portfoliobestände um Netto-Barmittel handele und 80% der Unternehmen ihren freien Cashflow dafür verwenden könnten, um innerhalb von maximal drei Jahren schuldenfrei zu sein. Einfach ausgedrückt: Die im Portfolio des SKAGEN Global vertretenen Unternehmen seien finanziell gut gerüstet, um einen wirtschaftlichen Abschwung zu überstehen und sich zu erholen, sobald die Wirtschaft wieder anziehe.

Zur abschließenden Beruhigung sei noch erwähnt, dass viele unserer Unternehmen schon seit Jahrzehnten, einige sogar seit dem 19. Jahrhundert bestehen, so die Experten von SKAGEN Funds. Das durchschnittliche Gründungsjahr der Portfolio-Unternehmen sei 1968. Die Unternehmen hätten im Laufe ihrer Existenz zahlreiche Krisen erlebt, überlebt und durchgestanden. Diesmal sei es nicht anders. (08.11.2022/fc/a/f)