RB LuxTopic-Fonds: Eine Menge Unruhe an den Märkten


02.09.22 12:07
Robert Beer Investment

Weiden (www.fondscheck.de) - Aktuell gibt es eine Menge Unruhe an den Märkten, so die Experten von Robert Beer Investment.

Sehr viele negative Schlagzeilen würden das Tagesgeschehen dominieren. Dabei seien die Signale sehr unterschiedlich. Vor allem seien die einzelnen Weltregionen mit unterschiedlichen Themen beschäftigt. Als Ganzes gesehen bedeute es viel Unsicherheit für die Weltkonjunktur.

An den Aktienmärkten seien grob gesehen die europäischen Märkte nach Kriegsbeginn in der Ukraine um etwa 20% nach unten abgetaucht. Seither tendiere der Markt seitwärts. In den letzten Monaten sei es mehrmals um etwa 10% nach oben und nach unten gegangen. An sich eine volatile Konsolidierung auf erniedrigtem Niveau. In den USA sei der breite Markt bis jetzt auch um etwa 20% gefallen, die Technologiewerte seien im Schnitt sogar um etwa 30% eingebrochen. Die beherrschenden Themen seien jedoch differenziert zu betrachten.

In den USA sei das dominierende Thema die Inflation. Daher sei die amerikanische Notenbank fest entschlossen, die Zinsen deutlich zu erhöhen, die Bilanzsumme kräftig zurückzufahren und die Geldschwemme der letzten Jahre zurückzunehmen. Ziel sei es, die starke Konjunktur abzukühlen und die angelaufene Lohn-Preis-Spirale zu brechen. Zwischenzeitlich hätten die Marktteilnehmer gehofft, dass die FED behutsam vorgehen und mehr Augenmerk auf eine stabile Konjunktur legen könnte. Diese Erwartung sei jedoch enttäuscht worden und die Märkte, allen voran die immer noch hoch bewerteten Technologiewerte, hätten wieder den Rückwärtsgang eingelegt.

Die Konjunktur in den USA sei weiterhin sehr robust und die USA würden eher einen Arbeitskräftemangel beklagen. Sie tendiere eher dazu, heiß zu laufen. Zwar sei der amerikanische Verbraucher auch von den gestiegenen Energiepreisen negativ betroffen, auf der anderen Seite würden die USA aber über genügend Energie verfügen, sodass das Land auch von den hohen Preisen profitiere.

Wahrscheinlich werde die US-Notenbank die Zinsen in den nächsten Monaten weiter erhöhen und die Konjunktur entsprechend abkühlen. Das sollte für die Aktienmärkte weiteren Gegenwind bedeuten. Allerdings würden die Aktienmärkte im nächsten Halbjahr auch wieder versuchen, das Ende des Zinserhöhungszyklus vorwegzunehmen und den nächsten Aufschwung einzuläuten.

In Europa seien die hohen Gas- und Strompreise und infolgedessen die hohe Inflation das dominierende Thema. Natürlich sei der zentrale Punkt der Krieg in der Ukraine und die Abhängigkeit vom russischen Gas. Die Gasliefermengen und der Gaspreis seien die bestimmenden Größen. Europa möchte sich aus der Abhängigkeit von Russland befreien, gleichzeitig aber möglichst viel Gas beziehen. Russland wolle mit reduzierten Lieferungen kurzfristig Druck auf die Europäer ausüben, langfristig aber möglichst viel liefern, um sein Gas möglichst teuer zu verkaufen. Hier werde es in den nächsten Wochen ein ständiges Hin und Her geben und Hoffen und Bangen bei den Verbrauchern, den Regierungen und bei den Anlegern auslösen. Der Ölpreis konsolidiere auf erhöhtem Niveau.

Da die Inflationsrate in der Eurozone mit 9,1% einen inakzeptablen Wert erreicht habe und eine Lohn-Preis-Spirale in vollem Gange sei, sollte sich die EZB endlich durchringen können, die Zinsen auch in Europa etwas zu straffen. Allerdings werde immer offensichtlicher, dass die EZB in erster Line die Schuldenfinanzierung der europäischen Südländer im Blick habe als die Inflationsbekämpfung. D.h. die Zinsen sollten nur moderat steigen und die Inflation werde noch eine Zeit lang hoch bleiben.

Zu guter Letzt sorge die Entwicklung in China immer wieder für Verunsicherung. Mal seien es die ständig wiederkehrenden lokalen Lockdowns, mal die gestörten Lieferketten und aktuell die großen Spannungen bezüglich Taiwan. Hinzu komme eine deutliche Eintrübung des Immobilienmarkts seit Herbst letzten Jahres, der die chinesische Wirtschaft belaste.

Unterm Strich sollte der Herbst sehr volatil bleiben und die Nerven der kurzfristig orientierten Anleger und der Long-only-Investoren einige Zeit strapazieren. Sofern es in einzelnen Bereichen eine nochmalige Verschärfung gebe, könne es durchaus eine Etage tiefer in den Aktienindices gehen. Andererseits seien die Bewertungen vieler Blue Chip-Aktien bereits deutlich zurückgekommen und für den Langfristinvestor wieder attraktiv.

Die möglichen Stürme und Unsicherheiten würden sich in den kommenden Monaten wieder verziehen und es werde auch wieder nach oben gehen. Die Experten von Robert Beer Investment würden daher an ihrer bewährten Strategie festhalten, gut in europäischen und internationalen Werten investiert zu sein, stets ein aktives Risikomanagement zu beachten, und sähen somit den nächsten Monaten gelassen entgegen.

Index/Fonds / Wertentwicklung 01.01.2020 bis 31.08.2022

EURO STOXX 50 KI / -6,1%
EURO STOXX 50 PI / -0,1%
LuxTopic - Aktien Europa A (ISIN LU0165251116 / WKN 257546) / +36,9%
LuxTopic - Aktien Europa B / +39,2%
LuxTopic - Systematic Return A / +22,6%
RB LuxTopic - Systematic Return B / +24,4%
LuxTopic - Flex A (ISIN LU0191701282 / WKN A0CATN) / +61,9%
LuxTopic - Flex B / +63,8%

Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen.

Morningstar Rating Gesamt per 31.08.2022

RB LuxTopic - Aktien Europa
* * * * * (Höchstnote)

RB LuxTopic - Flex
* * * * * (Höchstnote)

Morningstar Sustainability Rating per 30.06.2022

Globe Rating

RB LuxTopic - Aktien Europa:
4 von 5

RB LuxTopic - Systematic Return:
5 von 5

RB LuxTopic - Flex:
4 von 5

FWW Fondsstars per 31.08.2022

RB LuxTopic - Aktien Europa
* * * * * (Höchstnote)

RB LuxTopic - Flex
* * * * * (Höchstnote) (02.09.2022/fc/a/f)