RB LuxTopic-Fonds: Aufgehellte Stimmung


10.01.23 14:00
Robert Beer Investment

Weiden (www.fondscheck.de) - Das Jahr 2022 war überschattet vom schrecklichen Krieg in der Ukraine, so die Experten von Robert Beer Investment.

Explodierende Energiepreise, eskalierende Inflation und der Zinsanstieg seien beherrschende Themen gewesen. Daher sei es wenig verwunderlich, dass die Finanzmärkte sehr turbulent gewesen seien. Der Krieg und der damit verbundene Erdöl- und Gas-Stop aus Russland habe die Energiepreise kräftig steigen lassen. Das habe sich wieder beruhigt. Während ein Barrel Rohöl in der Spitze 112 Dollar gekostet habe, werde es jetzt für 78 Dollar gehandelt, also auf Vorkriegsniveau. Der Gaspreis sei ebenfalls deutlich auf 65 Euro gesunken. In der Spitze habe eine MWh 345 Euro gekostet. Hier würden weltweite Ausgleichsmechanismen greifen.

Russland verkaufe sein Gas in andere Regionen der Welt und Europa beziehe aus anderen Ländern, die aber auch teilweise wieder russisches Gas oder Erdöl kaufen würden. Da die deutsche Regierung Kohlekraftwerke aus Umweltgründen stilllege, Atomkraftwerke abschalte, gegen die Förderung von heimischen Gasvorräten sei und auf das russische Gas verzichten müsse, brauche es Alternativen. Da Wind- und Solarenergie bei Weitem nicht die Energiemengen und die Energiesicherheit liefern könne, müsse Flüssiggas aus aller Welt gekauft werden. Das sei im letzten Jahr zu großen Mengen zu absoluten Spitzenpreisen geschehen.

Um den Schaden für die deutsche Bevölkerung und deutsche Wirtschaft gering zu halten seien dreistellige Milliardenbeträge verteilt worden. Diese würden über neue Schulden finanziert, sodass es kurzfristig niemanden weh tue. Es sei das Problem der künftigen Generationen. Wobei die Probleme dieser Schuldenpolitik auch jetzt schon in Form von Inflation offensichtlich würden. Die Staaten würden sich verschulden und die Europäische Notenbank drucke das entsprechende Geld.

Die neuesten Inflationsdaten für die Eurozone seien mit 9,2% gemeldet worden. Um diesen Wert sei dem Sparer sein Geld entwertet worden und seien für den Verbraucher die Lebenshaltungskosten gestiegen. Logisch, dass die Arbeitnehmer Lohnerhöhungen wünschen würden. Die etwa 60.000 Mitarbeit der Europäischen Institutionen in Brüssel hätten schon mal 8,5% Gehaltserhöhung bekommen. Die Gewerkschaft Verdi habe für die Angestellten der Post jetzt 15% Erhöhung gefordert. Damit befinde sich Deutschland in einer Lohn-Preis-Spirale.

Die EZB versuche nun mit Zinserhöhungen entgegenzuhalten und den Preisauftrieb zu bremsen. Jedoch seien die aktuellen Zinsen von 2,5% viel zu niedrig und die Aktion komme auch viel zu spät. Die größten Treiber der lockeren EZB Politik seien die Regierungen mit ihren üppigen Ausgabenprorammen und der übermäßigen Verschuldung. Der Preis dafür sei die Inflation. Auch der dadurch geschwächte Euro importiere Inflation.

Die Aktienmärkte hätten 2022 einen Absturz und dann eine regelrechte Achterbahnfahrt erlebt. Mit minus 12%, nach zwischenzeitlichen minus 24%, sei der DAX angesichts der vielfältigen Probleme ganz gut weggekommen. Im Gegensatz dazu habe es die großen weltweit dominierenden Technologiewerte aus den USA, vertreten in dem NASDAQ 100, mit minus 32% schon deutlich heftiger erwischt. Hier spiele die zuvor hohe Bewertung und die Sensitivität bei Zinserhöhungen eine entscheidende Rolle. Immerhin seien die Zinsen in den USA von Null auf über 4% gestiegen.

Deutsche Konzerne hätten relativ flexibel auf die Energiekrise reagiert. Sehr positiv seien hier deutliche Energieeinsparungen zu nennen, etwas bedenklicher aus deutscher Sicht seien viele Produktionsverlagerungen ins Ausland. Deutschland habe mittlerweile viele Standortnachteile im internationalen Vergleich und sei ein Hochsteuerland mit enormen bürokratischen Belastungen für Unternehmen. Dennoch hätten die Konzerne im Schnitt ihre Gewinnmargen halten und gute Gewinne einfahren können. Da sich die Lage an der Preisfront für Energie etwas entspannt habe, die Inflation vielleicht etwas nachlasse, sollten die Aussichten für die Aktienmärkte für 2023 gar nicht so schlecht sein.

Natürlich könne eine Verschärfung des Krieges in der Ukraine weitere negative Auswirkungen bringen. Auch könnte eine ernsthaftere EZB Politik mit deutlichen weiteren Zinserhöhungen Gegenwind für den Aktienmarkt bringen. Eine große Unbekannte sei China. Durch die extrem restriktive Corona Politik sei die Nachfrage in China deutlich gebremst und die weltweiten Lieferketten erheblich gestört worden. Durch die radikale Kehrtwende in der Coronapolitik hin zu einer weitreichenden Freizügigkeit sei an Märkten eine Art Jubelstimmung ausgebrochen. Die Entwicklung müsse allerdings genau beobachtet werden, sollten sich in kürzester Zeit hunderte Millionen Chinesen infizieren. Nachhaltige Erkenntnisse dürfte die große Reisetätigkeit in China anlässlich des chinesischen Neujahresfestes am 22.01. bringen.

Die Experten würden daher an ihrer bewährten Strategie festhalten, gut in europäischen und internationalen Werten investiert zu sein, stets ein aktives Risikomanagement zu beachten und würden somit den nächsten Monaten gelassen entgegensehen.

Index/Fonds / Wertentwicklung 01.01.2020 - 31.12.2022

EURO STOXX 50 KI / +1,3%
EURO STOXX 50 PI / +8,1%
RB LuxTopic - Aktien Europa A (ISIN LU0165251116 / WKN 257546) / +40,0%
RB LuxTopic - Aktien Europa B / +42,7%
RB LuxTopic - Systematic Return A / +25,4%
RB LuxTopic - Systematic Return B / +27,5%
RB LuxTopic - Flex A (ISIN LU0191701282 / WKN A0CATN) / +51,2%
RB LuxTopic - Flex B / +53,3%

Die frühere Wertentwicklung lasse nicht auf zukünftige Renditen schließen.

Morningstar Rating Gesamt per 31.12.2022

RB LuxTopic - Aktien Europa
****

RB LuxTopic - Flex
***** (Höchstnote)

Morningstar Sustainability Rating per 31.10.2022

Globe Rating

RB LuxTopic - Aktien Europa
4 von 5

RB LuxTopic - Systematic Return
5 von 5

RB LuxTopic - Flex
4 von 5

FWW Fondsstars per 31.12.2022

RB LuxTopic - Aktien Europa
***** (Höchstnote)

RB LuxTopic - Flex
***** (Höchstnote) (10.01.2023/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
32,116 € 32,039 € -   € 0,00% 27.01./21:54
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0165251116 257546 33,44 € -   €
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