Metzler Multi Asset Income Sustainability Fonds: 12/2022-Bericht, Wertrückgang von 2,85% - Fondsanalyse


11.01.23 09:37
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Income Sustainability A Fonds (ISIN DE000A1J16W9 / WKN A1J16W) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 70% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 25% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Dezember habe abermals die Geldpolitik im Fokus gestanden. Nachdem in den Vorwochen vermehrt Spekulationen unter den Marktteilnehmern aufgekommen seien, dass die globalen Notenbanken aufgrund besserer Inflationsdaten und zunehmender Wirtschaftsrisiken ihre Geldpolitik wieder lockern könnten, hätten im Dezember mehrere Ereignisse für eine Fortführung des restriktiven geldpolitischen Kurses dies- und jenseits des Atlantiks gesprochen. Beispielsweise gelte die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen als ein vielbeachtetes Kursbarometer: Es sei zwar Anfang Dezember noch einmal um wenige Basispunkte auf ein Monatstief von 1,78% gefallen, im weiteren Verlauf sei jedoch ein spürbarer Anstieg auf bis zu 2,48% zum Monatsultimo zu verzeichnen gewesen. Auch im Japan habe sich in der Geldpolitik erstmals eine Abkehr von der Nullzinspolitik abgezeichnet.

Die Reaktionen an den Kapitalmärkten seien in diesem Marktumfeld negativ gewesen und es sei zu erneuten Kursrückgängen an den Aktienmärkten gekommen. Die wirtschaftlichen und politischen Belastungsfaktoren könnten nach den deutlichen Kursverlusten im Verlauf des Jahres bereits an den Aktienmärkten eingepreist sein. Dennoch sähen die Experten von Metzler Asset Management aufgrund der erwarteten Rezession möglichen Revisionsbedarf bei den erwarteten Unternehmensgewinnen, was zu weiteren Kursrückgängen führen könnte. Die Experten von Metzler Asset Management seien im Berichtsmonat unterhalb der strategischen Asset-Allokation positioniert gewesen und hätten die Aktienquote überwiegend stabil gehalten.

Im Dezember seien die Renditen an den Kapitalmärkten nach den Zinserhöhungen der Notenbanken wieder gestiegen. Auf den erreichten Renditeniveaus seien Anleihen für viele Investoren wieder attraktiver. Eine Voraussetzung für eine nachhaltige Stabilisierung der Anleihemärkte sei jedoch eine spürbare Verlangsamung der (erwarteten) Inflation. Erste Anzeichen dafür hätten sich vor allem in den USA erkennen lassen. Gegen weiter deutlich steigende Zinsen sprächen auch die Rezessionsgefahren. Wir gehen daher davon aus, dass ein großer Teil des Renditeanstiegs bereits hinter uns liegt, so die Experten von Metzler Asset Management. Eine Entwarnung käme allerdings zu früh, da der Markt hinsichtlich der Inflationsentwicklung zu optimistisch in die Zukunft blicken könnte. Die Portfolioduration hätten die Experten von Metzler Asset Management unverändert gelassen, seien aber tendenziell defensiv ausgerichtet geblieben. (Stand vom 30.12.2022) (11.01.2023/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
115,36 € 115,16 € 0,20 € +0,17% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1J16W9 A1J16W 124,38 € 112,42 €