Metzler Multi Asset Income Sustainability Fonds: 10/2022-Bericht, Wertzuwachs von 0,97% - Fondsanalyse


09.11.22 09:00
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Income Sustainability A Fonds (ISIN DE000A1J16W9 / WKN A1J16W) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 70% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 25% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Oktober habe sich der chinesische Staatschef Xi Jinping zum dritten Mal für fünf Jahre wählen lassen und damit seine Machtpositionen zementiert. In Großbritannien hätten sich die politischen Ereignisse überschlagen: Nach nur sechs Wochen im Amt sei Premierministerin Liz Truss zurückgetreten. Ihr Nachfolger sei Rishi Sunak geworden. Die europäischen Währungshüter hätten, wie von den Marktteilnehmern erwartet, die Leitzinsen erneut um 75 Basispunkte gehoben. Der Einlagensatz steige damit auf 1,50%.

In diesem Marktumfeld hätten die internationalen Aktienmärkte im Oktober ein freundliches Bild gezeichnet und die Kurse hätten sich nach dem schwachen Vormonat etwas erholt. Nichtsdestotrotz seien die Unwägbarkeiten zahlreich und damit würden eher die Abwärtsrisiken überwiegen. Ein Großteil der wirtschaftlichen und politischen Belastungsfaktoren dürfte nach Erachten der Experten von Metzler Asset Management jedoch bereits weitgehend in den Aktienkursen eingepreist sein. So seien einige Märkte mit Blick auf die Bewertungskennzahlen wieder relativ günstig bewertet gewesen.

Die Berichtssaison sei im Oktober im Mittel gut verlaufen, wenngleich es einige größere Enttäuschungen im Technologiesektor gegeben habe. Viele Belastungsfaktoren würden sich wohl erst im Laufe der nächsten Monate materialisieren. Dann werde sich zeigen, inwieweit die Unternehmen in der Lage seien, den aufgestauten Kostendruck weiterzugeben und ihre Profitabilität zu sichern. Die Experten von Metzler Asset Management seien im Berichtszeitraum weiter defensiv unterhalb der strategischen Asset-Allokation positioniert geblieben.

Der Rentenmarkt sei im Oktober von starken Schwankungen gekennzeichnet gewesen, habe den Monat aber nahezu unverändert beendet. Nach wie vor bestehe die Notwendigkeit, dass die globalen Zentralbanken die Leitzinsen trotz Erwartung einer schwächeren Wirtschaft weiter kräftig erhöhen würden, um der hohen Inflation mit Entschlossenheit zu begegnen. Damit seien Anleihen für viele Investoren wieder attraktiver geworden. Wir gehen davon aus, dass mittlerweile ein großer Teil des Renditeanstiegs bereits hinter uns liegt, so die Experten von Metzler Asset Management. Eine Voraussetzung für eine nachhaltige Stabilisierung der Anleihemärkte sei jedoch, dass sich die (erwartete) Inflation spürbar verlangsame. Dies sei noch nicht erkennbar. Deshalb seien die Experten von Metzler Asset Management vorerst auch bei der Zinssteuerung defensiv ausgerichtet geblieben. (Stand vom 31.10.2022) (09.11.2022/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1J16W9 A1J16W 127,67 € 112,42 €