Metzler Multi Asset Income Sustainability Fonds: 08/2022-Bericht, Wertverlust von 2,27% - Fondsanalyse


23.09.22 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Income Sustainability A Fonds (ISIN DE000A1J16W9 / WKN A1J16W) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 70% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 25% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die Bewegungen an den internationalen Kapitalmärkten seien im August erneut von einer ausgeprägten Schwankungsbreite gekennzeichnet gewesen. Neben den bekannten geopolitischen Risiken - insbesondere der Krieg in der Ukraine, aber auch das Thema Taiwan - sei es der erneute Anstieg der Energiepreise gewesen, der die Märkte beunruhigt habe. Protagonist sei jedoch nicht der Ölpreis gewesen, sondern die Notierungen am Gas- und Strommarkt. Die enormen Preissteigerungen dürften sich signifikant negativ auf die wirtschaftlichen Aktivitäten in Europa auswirken. Nicht zur Beruhigung habe die Ankündigung des russischen Unternehmens Gazprom beigetragen, Ende August die Nord-Stream-1-Pipeline erneut für einige Tage zu warten. Dieser Gemengelage gegenüber stehe die Notwendigkeit, dass die globalen Zentralbanken die Leitzinsen trotz Erwartung einer schwächeren Wirtschaft weiter erhöhen würden, um der hohen Inflation mit Entschlossenheit zu begegnen.

Im August hätten die internationalen Aktienmärkte unter starken Schwankungen überwiegend negativ abgeschnitten. Im Kontext der zahlreichen Belastungsfaktoren (Krieg, Inflation, Geldpolitik, Gasversorgung in Europa) hätten die Experten von Metzler Asset Management die Aktienquote in den vergangenen Wochen niedrig gehalten. Kurzfristig würden die Experten demnach am Aktienmarkt mehrheitlich Abwärtsrisiken erwarten und hätten das Portfolio wie schon in den vorherigen Monaten defensiv unterhalb der strategischen Aktienallokation positioniert.

Nach dem zwischenzeitlichen Rückgang der Renditen in den Vormonaten seien sie im August wieder angestiegen, da die Zentralbanken ihre restriktive Notenbankpolitik bekräftigt und den eingeschlagenen Zinserhöhungspfad weiterverfolgt hätten. Trotz der Erwartung einer wirtschaftlichen Schwäche und eines Inflationsrückgangs könnte eine zu frühe Abkehr vom restriktiven Kurs die Inflation zügig wieder in die Höhe treiben. Sollte die Rezession tatsächlich eintreten, würden die Experten von Metzler Asset Management dennoch keine Rückkehr zu den historischen Tiefstständen bei den Renditen erwarten, da die Notenbanken im Kampf gegen die Inflation hierzu kaum Spielraum hätten. Infolgedessen würden die Experten von Metzler Asset Management weiterhin an einer verkürzten Duration festhalten. (Stand vom 31.08.2022) (23.09.2022/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1J16W9 A1J16W 127,99 € 114,57 €