Metzler Multi Asset Defensive Sustainability Fonds: 05/2022-Bericht, Wertverlust von 2,0% - Fondsanalyse


08.06.22 11:16
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Defensive Sustainability A Fonds (ISIN DE000A1J16U3 / WKN A1J16U) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 50% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 25% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs, sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Mai hätten die allgemeine globale steigende Preisentwicklung und die sich möglicherweise daraus ergebenden geldpolitischen Folgen erneut im Fokus der Marktteilnehmer gestanden. Die Folgen dieser Entwicklung seien inzwischen auch im Unternehmenssektor spürbar: Einige Unternehmen hätten berichtet, dass das Durchreichen der höheren Kosten an die Konsumenten nicht vollumfänglich möglich sei. Gleichzeitig hätten sich die Konjunkturaussichten eingetrübt - auch aufgrund des unverändert fortgeführten Krieges in der Ukraine. Das Stagflationsszenario sei inzwischen bei vielen Marktteilnehmern zum Basisszenario geworden. Trotz der sichtbaren Konjunkturbelastungen seien die globalen Notenbanken unverändert mit ihrer restriktiveren geldpolitischen Ausrichtung fortgeschritten. Anfang Mai habe die US-Notenbank den Leitzins um 50 Basispunkte erhöht, nachdem im März mit 25 Basispunkten der erste Schritt im angestrebten Zinserhöhungszyklus erfolgt sei. Das Kriegsgeschehen in der Ukraine habe sich im Mai unverändert fortgesetzt, sei jedoch kein marktbeherrschendes Thema gewesen.

In dieser Gemengelage hätten die Kurse an den Aktienmärkten auch im Mai eher schwächer tendiert. Im Kontext der zahlreichen Belastungsfaktoren (Krieg, Inflation, Geldpolitik, Zero-Covid-Strategie in China) seien erste Stimmen laut geworden, dass sogar eine Rezession wahrscheinlicher geworden sei, was den Ausblick für die Unternehmensgewinne tendenziell weiter eingetrübt habe. Kurzfristig würden die Experten von Metzler Asset Management davon ausgehen, dass am Aktienmarkt die Abwärtsrisiken überwiegen würden, deshalb hätten die Experten das Portfolio weiter defensiv unterhalb der strategischen Aktienallokation positioniert.

Im Mai seien die Zinsen für Staats- und Unternehmensanleihen weiter gestiegen. Steigende Leitzinsen und eine hohe Inflation würden in der Regel zu steigenden Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen führen. Das derzeitige Umfeld könnte also tendenziell Kursverluste bei Anleihen bedeuten. Eine Entspannung bei Renten sei erst dann zu erwarten, wenn die Anleger davon überzeugt seien, dass die Notenbanken die Inflation glaubhaft im Griff hätten oder eine Rezession drohe. Davon sei noch nichts zu erkennen gewesen, weshalb die Experten von Metzler Asset Management wie bereits seit einigen Monaten die Portfolioduration und damit das Zinsrisiko weiter niedrig gehalten hätten. (Stand vom 31.05.2022) (08.06.2022/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
106,02 € 105,16 € 0,86 € +0,82% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A1J16U3 A1J16U 121,09 € 104,94 €