Metzler Multi Asset Defensive Sustainability Fonds: 01/2024-Bericht, Wertzuwachs von 0,59% - Fondsanalyse


12.02.24 11:00
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Defensive Sustainability A Fonds (ISIN DE000A1J16U3 / WKN A1J16U) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 50% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 25% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs, sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Januar sei die Abwärtsbewegung bei den Renditen an den Rentenmärkten sowohl in den USA als auch in der Eurozone zum Erliegen gekommen. Die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich frühzeitiger, umfangreicher Zinssenkungen angesichts rückläufiger Inflationsraten seien zunehmend gedämpft worden. In den USA sei hierfür insbesondere die sehr robuste Konjunkturdynamik verantwortlich gewesen, während für die Eurozone vor allem Kommentare der EZB bezüglich des Zeitpunkts einer möglichen Zinssenkung für Ernüchterung gesorgt hätten.

Der globale Aktienmarkt sei positiv ins neue Jahr gestartet. Die strukturellen Faktoren (insbesondere Thema KI) und die rückläufige Inflationsdynamik, gepaart mit positiven Effekten der erwarteten Zinssenkungen, lassen uns grundsätzlich positiv in das zweite Halbjahr 2024 blicken, so die Experten von Metzler Asset Management. Das erste Halbjahr könnte an den Aktienmärkten jedoch holprig werden. Sie hätten in den vergangenen Monaten ein Goldilocks-Szenario eingepreist (d.h. geringe Inflation bei moderatem Wirtschaftswachstum). Diese Erwartungen könnten sich als zu optimistisch erweisen. Auch mögliche Eskalationen der geopolitischen Krisen (Nahost-Konflikt, Ukraine-Krieg und die Spannungen zwischen China und Taiwan) würden zurzeit weitestgehend ausgeblendet. Daneben würden die nach wie vor inversen Renditestrukturkurven auf beiden Seiten des Atlantiks das Risiko einer Rezession in den USA und Europa signalisieren. Auch ohne Rezession sprächen derzeit die Konjunkturdaten für eine geringere Konjunkturdynamik. Daher sähen die Experten von Metzler Asset Management kurzfristig Enttäuschungspotenzial für die noch immer sehr optimistischen Konsenserwartungen an die Unternehmensgewinne für das erste Halbjahr. Die Experten von Metzler Asset Management seien daher nahe der strategischen Aktienquote positioniert geblieben.

Der Rentenmarkt habe im Januar nach der Jahresendrally mit leicht steigenden Renditen und entsprechenden Kursverlusten gekämpft. Den Verlautbarungen der großen Notenbanken zufolge würden sich die "letzten Meter" bei der Inflationsbekämpfung als herausfordernd darstellen. Dennoch scheine der Inflationsgipfel mittlerweile überwunden, was auch insbesondere in der Eurozone erkennbar werde. Der Zinserhöhungszyklus scheine dadurch abgeschlossen zu sein. Den großen Optimismus schneller Zinssenkungen - insbesondere in den USA - preise der Markt allerdings zunehmend aus. Aus diesem Grund hätten die Experten von Metzler Asset Management die Portfolioduration nicht weiter aufgebaut. (Stand vom 31.01.2024) (12.02.2024/fc/a/f)






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