Metzler Euro Corporates Sustainability Fonds: 12/2022-Bericht, Wertzuwachs von 0,05% - Fondsanalyse


16.01.23 10:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Sustainability AI Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Unter den Marktteilnehmern seien zuletzt vermehrt Spekulationen aufgekommen, dass die globalen Notenbanken aufgrund besserer Inflationsdaten und zunehmender Wirtschaftsrisiken ihre geldpolitische Ausrichtung wieder lockern könnten. Jedoch hätten im Dezember mehrere Ereignisse dafür gesprochen, den restriktiven geldpolitischen Kurs dies- und jenseits des Atlantiks fortzuführen. Beispielsweise gelte die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen als ein viel beachtetes Kursbarometer: Es sei zwar Anfang Dezember noch einmal um wenige Basispunkte auf ein Monatstief von 1,78% gefallen, im weiteren Verlauf des Monats sei jedoch ein spürbarer Anstieg auf bis zu 2,48% zum Monatsultimo zu verzeichnen gewesen.

Bei den makroökonomischen Daten habe Anfang Dezember der US-Arbeitsmarktbericht herausgestochen. Zwar sei die Arbeitslosenquote unverändert geblieben, aber die durchschnittlichen Stundenlöhne seien im Berichtsmonat November deutlich gestiegen. Auch bei den Inflationsdaten seien die US-Erzeugerpreise höher als erwartet ausgefallen. Für etwas Erleichterung hätten dagegen die US-Konsumentenpreise gesorgt. Nach vier Zinserhöhungen um jeweils 75 Basispunkte habe die US-Notenbank FED Mitte Dezember ihr Tempo verlangsamt und die Zinsen mit einem Schritt von "nur" 50 Basispunkten erhöht. Das neue Zielband liege damit zwischen 4,25% und 4,50%.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) habe den Leitzins um 50 Basispunkte erhöht. Die Reaktionen an den Kapitalmärkten seien jedoch deutlich negativer ausgefallen. Zumal EZB-Präsidentin Lagarde gesagt habe, dass die Zentralbank "mehr" machen müsse, als die Märkte aktuell einpreisen würden. Erste offizielle Informationen habe es auch zum geplanten Abbau der EZB-Bilanz gegeben. Ab März 2023 bis zum Ende des zweiten Quartals 2023 plane die EZB, die Wiederanlagen aus dem APP-Programm um 15 Mrd. EUR monatlich zu reduzieren.

Ein weiterer Dämpfer sei von der Japanischen Zentralbank gekommen. Die Bandbreite, in der sich die zehnjährige japanische Staatsanleihe um den Zinssatz von null Prozent bewegen dürfe, sei um jeweils 25 Basispunkte nach oben und unten auf 50 Basispunkte erhöht worden.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Dezember an ihrer Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating und von Nachranganleihen festgehalten. Auf Einzeltitelebene hätten sie Anpassungen über den Primär- und Sekundärmarkt vorgenommen. (Stand vom 31.12.2022) (16.01.2023/fc/a/f)





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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0RBZB5 A0RBZB 127,80 € 106,00 €