Metzler Euro Corporates Sustainability Fonds: 10/2022-Bericht, Wertzuwachs von 0,39% - Fondsanalyse


14.11.22 13:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Sustainability AI Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Oktober seien in den ersten drei Wochen die Zinsen sowohl dies- als auch jenseits des Atlantiks unverändert weiter gestiegen. Die zehnjährige deutsche Bund-Rendite habe von rund 2,11% zu Monatsbeginn in der Spitze auf 2,42% zugelegt. In den letzten Tagen des Oktobers habe jedoch eine spürbare Gegenbewegung eingesetzt - ausgelöst im Wesentlichen durch eine mögliche Adjustierung der Geldpolitik. Am Monatsultimo habe das vielbeachtete Kursbarometer bei rund 2,14% und damit nur marginal über dem Wert des Monatsanfangs notiert. Ein vergleichbarer Verlauf - wenn auch auf deutlich höheren Niveaus - habe sich bei den Zinsen von US-Staatsanleihen beobachten lassen. Die Risikoprämien von Unternehmensanleihen hätten sich im Monatsverlauf verringert.

Die europäischen Währungshüter hätten bereits in der letzten Oktoberwoche ihre Beschlüsse verkündet: Wie von den Marktteilnehmern erwartet, habe die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen erneut um 75 Basispunkte angehoben. Der Einlagensatz sei damit auf 1,50% gestiegen. Stärkere Marktreaktionen hätten jedoch die Aussagen von EZB-Präsidentin Lagarde ausgelöst. Sie habe betont, dass der EZB-Rat bei künftigen Zinsentscheidungen Wachstumsrisiken stärker berücksichtigen werde. Auch wenn die angepasste Wortwahl nur als ein erstes Anzeichen für eine Adjustierung der Geldpolitik interpretiert werden könne, seien die Renditen an den Anleihemärkten daraufhin spürbar gefallen.

Nach den italienischen Parlamentswahlen im September hätten auch im Oktober politische Entwicklungen in China und in Großbritannien die Marktteilnehmer beschäftigt. Während sich beim Kongress der chinesischen Staatspartei Xi Jinping zum dritten Mal für fünf Jahre habe wählen lassen und seine Machtpositionen damit zementiert habe, hätten sich in Großbritannien die politischen Ereignisse überschlagen. Nach nur 45 Tagen als amtierende Premierministerin habe Liz Truss zurücktreten müssen. Neuer britischer Premierminister sei Rishi Sunak geworden, der ehemalige Schatzkanzler im Kabinett von Boris Johnson.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Oktober an ihrer Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating und von Nachranganleihen festgehalten. Auf Einzeltitelebene hätten die Experten Anpassungen über den Primär- und Sekundärmarkt vorgenommen. (Stand vom 31.10.2022) (14.11.2022/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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