Metzler Euro Corporates Sustainability Fonds: 08/2022-Bericht, Wertverlust von 4,57% - Fondsanalyse


08.09.22 11:30
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Sustainability AI Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Der Monat August sei seinem Ruf als nachrichtenarmer und ruhiger Ferienmonat nicht gerecht geworden. Im Gegenteil: Die Schwankungsbreite an den internationalen Kapitalmärkten seien erneut ausgeprägt gewesen. So habe beispielsweise die zehnjährige deutsche Bundesrendite ihre Achterbahnfahrt aus den Vormonaten fortgesetzt. Im Juli habe sich die Rendite von 1,4% auf nur noch 0,8% verringert. Ausgehend von diesem Niveau sei die Rendite dann jedoch im August wieder spürbar gestiegen und habe am Monatsultimo bei einem Wert von 1,5% notiert.

Neben den bekannten geopolitischen Risiken - insbesondere der Krieg in der Ukraine aber auch das Thema Taiwan - sei es der erneute Anstieg der Energiepreise gewesen, der die Märkte beunruhigt habe. Die Hauptrolle habe dabei jedoch nicht der Ölpreis, sondern die Notierungen am Gas- und Strommarkt gespielt. Die enormen Preissteigerungen dürften sich signifikant negativ auf die Wirtschaftsaktivitäten in Europa auswirken.

In diesem Spannungsfeld zwischen hohen Inflationsraten und deutlichen Konjunkturrisiken habe sich der Blick der Marktteilnehmer auf die Geldpolitik der Zentralbanken gerichtet. Während für die US-Notenbank FED und ihr europäisches Pendant, die Europäische Zentralbank (EZB), keine Zinsentscheidungen im August angestanden hätten, habe die Bank of England bereits Anfang des Monats den Leitzins um 50 Basispunkte erhöht. Vor dem Hintergrund einer Inflationsrate von 9,4% in Großbritannien - die höchste Rate seit 40 Jahren - habe dieser Schritt jedoch nicht überrascht.

Auf dem viel beachteten jährlich stattfindenden Zentralbanken-Symposium in Jackson Hole habe US-Notenbankpräsident Jerome Powell es noch einmal ganz deutlich gemacht: Bei der Bekämpfung der Inflation werde die US-Notenbank bewusst konjunkturelle Risiken in Kauf nehmen. Eine dauerhaft hohe Inflation wiege für die Notenbanker ungleich schwerer. Auch europäische Vertreter wie das EZB-Mitglied Isabel Schnabel hätten in die gleiche Richtung argumentiert. In der Folge seien die Kurse an den internationalen Aktien- und Rentenmärkten Ende August noch einmal spürbar gefallen.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im August an ihrer Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating und von Nachranganleihen festgehalten. Auf Einzeltitelebene hätten sie Anpassungen über den Primär- und Sekundärmarkt vorgenommen. (Stand vom 31.08.2022) (08.09.2022/fc/a/f)





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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
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