Metzler Euro Corporates Sustainability Fonds: 05/2022-Bericht, Wertrückgang von 1,26% - Fondsanalyse


14.06.22 11:00
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Euro Corporates Sustainability AI Fonds (ISIN DE000A0RBZB5 / WKN A0RBZB) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender Ausschüttung an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, lege der Fonds in verzinsliche Wertpapiere einschließlich Wandel- und Optionsanleihen in- und ausländischer Emittenten an. Daneben könnten auch Aktien erworben werden, soweit diese in der Ausübung von Bezugs-, Wandel- oder Optionsrechten erworben worden seien. Weitere Anlageinstrumente seien Investmentanteile, Geldmarktinstrumente, Derivate (insbesondere Kreditderivate) und in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente. Alle Anlageinstrumente könnten auf Euro oder auf Fremdwährungen lauten.

Das Fondsvermögen werde in fest und variabel verzinsliche Wertpapiere, bis zu 90% in Geldmarktinstrumente und bis zu 49% in Bankguthaben angelegt. Hierbei müssten mindestens 51% des Sondervermögens angelegt sein in Unternehmen (Corporates), z.B. in Wertpapieren oder Geldmarktinstrumenten von Industrieunternehmen und unbesicherten Bankschuldverschreibungen. Auf die Mindestanlagegrenze von 51% werde auch das Emittentenrisiko aus abgeschlossenen Geschäften in Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps, angerechnet. Pfandbriefe und andere Covered Bonds sowie Bankguthaben würden nicht auf die Corporatequote angerechnet.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter,
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Die allgemeine Preisentwicklung und die sich daraus ergebenden geldpolitischen Folgen hätten im Mai erneut Fokus der Marktteilnehmer gestanden. Die US-Inflationsrate sei im April mit +8,3% gegenüber dem Vorjahresmonat leicht gesunken, die Preisdynamik sei somit etwas zurückgegangen. Die Konsequenzen dieser Entwicklung seien auch im Unternehmenssektor spürbar. Mit den beiden US-Einzelhandelsunternehmen Target und Walmart hätten zwei prominente Vertreter der Branche von den negativen Folgen der gestiegenen Einkaufskosten auf die Gewinnmargen berichtet. Das Durchreichen der höheren Kosten an die Konsumenten scheine nicht vollumfänglich möglich zu sein.

Auch in Europa habe der Inflationsdruck zugenommen, wobei nicht nur die Gesamtrate, sondern auch die Kernrate über den gewünschten Zielwerten der Europäischen Zentralbank (EZB) gelegen habe. So hätten Ende Mai die Inflationsdaten mehrerer Euro-Länder wie Deutschland, Spanien oder Belgien mit unerwartet hohen Werten überrascht. Gleichzeitig hätten sich die Konjunkturaussichten eingetrübt - auch aufgrund des unverändert fortgeführten Krieges in der Ukraine. Das Stagflationsszenario sei inzwischen bei vielen Marktteilnehmern zum Basisszenario geworden.

Trotz der sichtbaren Konjunkturbelastungen hätten die globalen Notenbanken ihre restriktivere geldpolitische Ausrichtung unverändert fortgesetzt. Anfang Mai habe die US-Notenbank FED den Leitzins um 50 Basispunkte erhöht, nachdem im März mit 25 Basispunkten der erste Schritt im angestrebten Zinserhöhungszyklus erfolgt sei. Gleichzeitig habe die FED verkündet, dass die Bestände an US-Staatsanleihen und US-Hypothekenanleihen ab Anfang Juni verringert werden sollten. Nur wenig später habe die Bank of England bereits zum vierten Mal in Folge den Leitzins erhöht. Spätestens nach Kommentaren von EZB-Chefin Lagarde Mitte Mai würden die Marktteilnehmer inzwischen fest mit einer ersten Leitzinserhöhung im Juli rechnen.

Die Experten von Metzler Asset Management hätten im Mai an ihrer Übergewichtung von Papieren mit niedrigerem Rating und von Nachranganleihen festgehalten. Auf Einzeltitelebene hätten sie Anpassungen über den Primär- und Sekundärmarkt vorgenommen. Weiterhin hätten die Experten einen Teil ihres Risikos über iTraxx Main gesichert. (Stand vom 31.05.2022) (14.06.2022/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
113,71 € 113,06 € 0,65 € +0,57% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0RBZB5 A0RBZB 135,17 € 112,59 €