LBBW Welt im Wandel Fonds: 09/2022-Bericht, Wertminderung von 5,81% - Fondsanalyse


01.11.22 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Durch eine ausgewogene Gesamtausrichtung der Strategie des LBBW Welt im Wandel Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) zielt die Anlagepolitik darauf ab, nachhaltig und langfristig Vermögen aufzubauen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Mehr als 50 Prozent des Fondsvermögens würden in Wertpapieren angelegt, deren Emittenten Produkte und Dienstleistungen anbieten würden, die durch den Klimawandel, digitalen Wandel und/oder gesellschaftlich-demografischen Wandel beeinflusst würden. Der Begriff "Welt im Wandel" stehe für eine sich im Wandel befindliche Welt, deren Wirtschaft durch die Auswirkungen verschiedener Trends eine wirtschaftliche Transformation erfahre.

Der Fonds könne weltweit in Wertpapiere, wie z.B. verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Zertifikate sowie Geldmarktinstrumente, Investmentanteile und sonstige Anlageinstrumente investieren. Hierbei betrage die maximale Quote für Investitionen in Aktien 80 Prozent des Aktivvermögens (die Höhe des Aktivvermögens bestimme sich nach dem Wert der Vermögensgegenstände des Investmentfonds ohne Berücksichtigung von Verbindlichkeiten).

Zudem gelte, dass mindestens 25 Prozent des Aktivvermögens des OGAW-Sondervermögens in solche Kapitalbeteiligungen i.S. des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt würden, die nach den Anlagebedingungen für das OGAW-Sondervermögen erworben werden könnten. Dabei könnten die tatsächlichen Kapitalbeteiligungsquoten von Ziel-Investmentfonds berücksichtigt werden. Mindestens 75 Prozent des Fondsvermögens müssten in Wertpapieren, Geldmarktinstrumenten und Investmentanteilen angelegt werden, die nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt würden.

Die Nachhaltigkeitskriterien würden sich dabei auf die sogenannten ESG-Faktoren Umwelt, Soziales und Governance beziehen. Investitionen in Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes mit Rüstung, Kohle, Tabak und/oder anderen kontroversen Geschäftspraktiken erwirtschaften würden, dürften nicht getätigt werden. Investitionen in Wertpapiere von Emittenten, die schwerwiegend gegen den UN Global Compact verstoßen würden, dürften ebenfalls nicht getätigt werden. Bei der Nachhaltigkeitsanalyse von öffentlichen Emittenten stehe ein gutes Abschneiden der jeweiligen Staaten in der Bewertung der Demokratie- und Menschenrechte im Fokus.

Die Notenbanken würden auf die stärkste Inflation seit Beginn der 80er Jahre mit der schärfsten Anti-Inflationspolitik seit 1980 reagieren. Besonders in Europa seien die hohen Inflationsraten auf die stark gestiegenen Energiekosten als unmittelbare Folge der Sanktionspolitik zurückzuführen. In der Vergangenheit habe man beobachten können, dass stark steigende Energiekosten für sich genommen schon ausreichend gewesen seien, um rezessive Tendenzen auszulösen.

In Kombination mit dem aggressiven Anti-Inflationskurs der Notenbanken - die US-Notenbank (FED) und die Europäische Zentralbank (EZB) hätten im September den Leitzins jeweils um 0,75% erhöht - habe am Monatsende ein schwer zu verdauender Cocktail für die Wirtschaftsentwicklung und die Kapitalmärkte vorgelegen. Eine Rezession über den kommenden Winter dürfte kaum noch zu vermeiden sein. Ende September hätten die kurzfristigen US-Zinsen weiterhin deutlich über den langfristigen US-Zinsen gehandelt. Auch in Europa habe sich die Swap-Kurve invers entwickelt, d.h. Investoren hätten für die Übernahme von kurzzeitigen Risiken mehr Rendite als für die Übernahme von langfristigen Risiken erhalten. Inverse Kurven seien in der Vergangenheit ein zuverlässiges Indiz für eine bevorstehende wirtschaftliche Abkühlung gewesen.

Alle Anlageklassen hätten im September abermals mit negativen Vorzeichen abgeschlossen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von rund -5,61% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe ca. -6,43% verloren. Die US-Standardwerte hätten den Monat mit einem Kursrückgang von ca. -9,22% beendet und US-Technologiewerte hätten im Durchschnitt rund -10,44% abgegeben (jeweils in US-Dollar). Der europäische Anleihemarkt habe sich im September dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihe sei von rund 1,54% auf ca. 2,10% angestiegen. Die Feinunze Gold sei um rund 2,9% im September gefallen und habe den Monat bei ca. 1.660 US-Dollar beendet. Der Euro habe weitere 2,5% zum US-Dollar verloren und mit rund 0,9802 US-Dollar je Euro geschlossen.

Im September hätten die roten Vorzeichen den Rohstoffmarkt dominiert. Vor allem die konjunktursensitiven Energieträger sowie die Basismetalle hätten auf Monatssicht abgegeben. Einzig die Edelmetalle hätten den September mit einem Kursplus beenden können. Innerhalb des Sektors der Edelmetalle hätten Platin und Palladium deutlicher zulegen können als Gold. Bei den Energieträgern habe das Augenmerk der Marktteilnehmer per Monatsende auf der Anfang Oktober stattfindenden OPEC+-Sitzung gelegen. Hier werde eine signifikante Reduzierung der Fördermenge erwartet.

Der LBBW Welt im Wandel habe im September rund -5,81% abgegeben.

Auf der Anleiheseite habe das Portfoliomanagement an Neuemissionen teilgenommen, um weitere Unternehmensanleihen in das Portfolio aufzunehmen. Im Gegenzug seien gegebenenfalls Bestandspositionen verkauft worden. Bevorzugt worden seien dabei tendenziell weiterhin Unternehmensanleihen mit kürzeren Laufzeiten und guter Schuldnerqualität. Dabei sei auch auf eine sinnvolle Ergänzung hinsichtlich der nachhaltigen Ausprägung geachtet worden. Ein Beispiel sei die Neuemission der John Deere Bank mit einer Laufzeit bis 2026. Außerdem sei die Strategie weiterverfolgt worden, besicherte Anleihen im Tausch gegen Staatsanleihen in das Portfolio aufzunehmen. Diese hätten auf historisch günstigeren Niveaus gegenüber Staatsanleihen gehandelt und aus Sicht des Portfoliomanagements attraktive Einstiegsrenditen geboten.

Die Aktienquote des Fonds sei im August zwischen rund 49% und ca. 54% gesteuert worden. Nach Absicherungsinstrumenten sei der Fonds mit um die 55% investiert geblieben. Das Portfoliomanagement habe geeignete Absicherungsinstrumente genutzt, um in gewissem Umfang risikomindernd auf das Aktienportfolio in seiner Gesamtheit einzuwirken. Dabei seien explizit die Regionen Europa und USA aber auch der weltweite Aktienmarkt berücksichtigt worden. In der Themenauswahl sei es im LBBW Welt im Wandel zu Monatsbeginn ebenfalls zu Änderungen gekommen. Die bis dahin investierten Themen "Blockchain" und "Agrobusiness" seien den Themenfeldern "Wasserwirtschaft" und "Nachwachsende Rohstoffe" gewichen. Zusätzlich seien neben den Basisportfolien "Digitaler Wandel", "Klimawandel" und "Gesellschaftlicher Wandel", die Satelliten-Themen "Metaversum", "Cybersicherheit" und "Smart City" verblieben. (Stand vom 30.09.2022) (01.11.2022/fc/a/f)






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