LBBW Rohstoffe 1 R Fonds: 07/2022-Bericht, Wertzuwachs von 2,5% - Fondsanalyse


06.09.22 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel des LBBW Rohstoffe 1 Fonds (ISIN DE000A0NAUG6 / WKN A0NAUG) ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses durch eine indirekte Partizipation an der Entwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Top-10-Rohstoff-ER-Index. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Der Juli sei ein unruhiger Monat am Rohstoffmarkt gewesen. Ein starker US-Dollar, schwache Wirtschaftsdaten sowie die geringe Liquidität am Terminmarkt hätten die Rohstoffpreise besonders in der ersten Monatshälfte unter Druck gesetzt. Der Preis für Rohöl der Sorte WTI (West Texas Intermediate) sei daraufhin deutlich unter 100 US-Dollar pro Barrel gefallen. Flankiert worden sei der Kursrückgang von Meldungen des russischen Energieministeriums. Das russische Energieministerium habe bekannt gegeben, dass die Erholung der russischen Ölförderung zügig voranschreite und daher das Angebotsdefizit nicht so groß sein werde, wie ursprünglich angenommen.

Entgegen dem Trend habe Erdgas im Monatsverlauf deutlich zulegen können. In den USA hätten deutlich höhere Temperaturen zu einer gestiegenen Erdgasnachfrage geführt und in Europa habe die turnusmäßige Wartung der Erdgaspipeline Nord Stream 1 sowie Turbulenzen um eine Gasturbine für geringere Durchflussraten beim dringend benötigen Erdgas gesorgt. Bei den Basismetallen sei die Hoffnung aufgekeimt, dass ein von der chinesischen Regierung angekündigtes Investitionsprogramm die Nachfrage nach Basismetallen ankurbeln werde. Insbesondere Zink und Nickel hätten daraufhin fester notiert.

Am Edelmetallmarkt seien Investoren von der Ankündigung Indiens überrascht worden. Der hinter China zweitwichtigste Absatzmarkt für physisches Gold habe zum Monatswechsel überraschend die Importsteuer auf Gold erhöht. Laut Angaben der Regierung steige sie von 7,5% auf 12,5%. Hintergrund sei das sich ausweitende Leistungsbilanzdefizit und die schwache indische Währung. Als Reaktion darauf habe der Goldpreis spürbar nachgegeben und erst bei Notierungen unter 1.700 US-Dollar pro Feinunze hätten Investoren wieder beherzt zugegriffen.

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 1 habe im Juli zulegen können. Das Sondervermögen habe dabei im Betrachtungszeitraum hinter dem Vergleichsmaßstab, dem Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index, gelegen. Entscheidend gewesen sei im Juli die Gewichtung von Erdgas. Der fossile Energieträger habe im Vergleichsindex derzeit das höchste Einzelgewicht und präge daher maßgeblich dessen Wertentwicklung. Einen positiven Beitrag im Index des LBBW Rohstoffe 1 hätten zudem die Basismetalle sowie Platin und Palladium als Vertreter der Edelmetalle geliefert.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 11. Juli geändert. Dabei sei es im Vergleich zur letzten Indexperiode zu zwei Änderungen gekommen: Rohöl der Sorte WTI (West Texas Intermediate) und Blei seien in den Index neu aufgenommen worden und hätten Heizöl sowie Aluminium verdrängt. Die Indexzusammensetzung bestehe für die laufende Periode somit aus den Rohölsorten Brent und WTI, Benzin, Erdgas, Gasöl, Blei, Zink, Zinn, Palladium und Platin. Keine Berücksichtigung fänden vorerst Heizöl, Aluminium, Kupfer, Nickel, Gold und Silber. Die nächste Änderung im Index sei für den 11. Oktober 2022 vorgesehen. (Stand vom 29.07.2022) (06.09.2022/fc/a/f)






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