LBBW Rohstoffe 1 R Fonds: 04/2022-Bericht, Wertverlust von 0,1% - Fondsanalyse


21.06.22 12:04
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel des LBBW Rohstoffe 1 Fonds (ISIN DE000A0NAUG6 / WKN A0NAUG) ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses durch eine indirekte Partizipation an der Entwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Top-10-Rohstoff-ER-Index. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Der Rohstoffmarkt habe im April seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Vor allem die Energieträger hätten dabei im Mittelpunkt des Geschehens gestanden. Im April seien größere Probleme auf der Angebotsseite zu verzeichnen gewesen. Mit Libyen und Kasachstan hätten zwei Staaten unerwartete, aber massive Einschränkungen bei der Förderung von Rohöl gemeldet, sei es wie im Fall von Libyen ausgelöst durch Unruhen oder wie im Fall von Kasachstan aufgrund von unwetterbedingten Schäden an der Ölinfrastruktur. Dem Angebotsausfall dieser beiden Länder von bis zu 1,5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag habe eine geringe Nachfrage nach Rohöl aus China aufgrund der Lockdownmaßnahmen entgegengestanden. In China würden Schätzungen von einem Minderverbrauch von ebenfalls rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag ausgehen. Weiter verschärft habe sich die Lage bei Destillaten wie Benzin oder Heizöl, die in den vergangenen Tagen überproportional hätten zulegen können.

Die Basismetalle hätten im April in der Breite schwächer notiert. Vor dem Hintergrund der Aussage von Chinas Staatspräsident Xi Jinping, der dafür plädiert habe, die Infrastruktur auszubauen und den Fokus auf Transportwege, Energieversorgung und Gewässerschutz zu richten, sei diese Schwäche nicht zu erwarten gewesen. Derweil würden die Vorräte in den westlichen Lagerhäusern der Londoner Metallbörse (LME) weiter abgebaut und würden sich mehrjährigen Tiefständen nähern.

Gold habe seinen positiven Trend im April nicht fortführen können und nahe der psychologisch wichtigen Marke von 1.900 US-Dollar pro Feinunze geschlossen. Vor dem Hintergrund des starken US-Dollar und der damit einhergehenden Erhöhung der Goldpreise in lokalen Währungen habe die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall deutlich nachgelassen.

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 1 habe im April nahezu unverändert notiert. Das Sondervermögen habe dabei im Betrachtungszeitraum hinter dem Vergleichsmaßstab, dem Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index, gelegen. Die hohe Gewichtung der Energieträger sei dabei vorteilhaft gewesen. Allerdings seien die Gewinne aus diesem Rohstoffsektor durch rückläufige Kurse bei den Basis- und Edelmetallen wieder aufgehoben worden. Insbesondere Zinn, das nicht Bestandteil des Vergleichsmaßstabs sei, habe für die bessere Wertentwicklung des Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index gesorgt.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 11. April geändert. Dabei sei es im Vergleich zur letzten Indexperiode zu drei Änderungen gekommen: Benzin, Erdgas und Aluminium seien in den Index neu aufgenommen worden und hätten Rohöl der Sorte WTI (Western Texas Intermediate), Blei und Nickel verdrängt. Die Indexzusammensetzung bestehe für die laufende Periode somit aus der Rohölsorte Brent, Benzin, Erdgas, Heizöl, Gasöl, Aluminium, Zink, Zinn, Palladium und Platin. Keine Berücksichtigung fänden vorerst Rohöl der Sorte WTI, Kupfer, Nickel, Blei, Gold und Silber. Die nächste Änderung im Index sei für den 11. Juli 2022 vorgesehen. (Stand vom 29.04.2022) (21.06.2022/fc/a/f)






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