LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit Fonds: 07/2022-Bericht, Wertsteigerung von 2,2% - Fondsanalyse


05.09.22 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit Fonds (ISIN DE0009766964 / WKN 976696) investiert schwerpunktmäßig in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere in- und ausländischer Aussteller, so die Experten von LBBW Asset Management.

Es würden aktuell überwiegend Wertpapiere mit guter Schuldnerqualität erworben, zudem könnten "Non Investment Grade"-Anleihen beigemischt werden. Zur Ertragsoptimierung werde zum einen auf das gesamte Spektrum der unterschiedlichen Anleiheklassen zurückgegriffen, zum anderen werde die durchschnittliche Restlaufzeit der Wertpapiere im Fonds fortlaufend an die erwartete Zinsentwicklung angepasst.

Das Fondsmanagement investiere derzeit zu ca. jeweils ein Drittel in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefen. Wertpapiere und Investmentanteile, in die der Fonds investiere, müssten nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden. Die Einstufung erfolge auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien, die von der Gesellschaft definiert worden seien. Die Nachhaltigkeitskriterien würden sich dabei auf die sogenannten ESG-Faktoren Umwelt, Soziales und Governance beziehen.

Investitionen in Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes mit Rüstung, Kohle, Tabak und/oder anderen kontroversen Geschäftspraktiken erwirtschaften würden, dürften nicht getätigt werden. Investitionen in Wertpapiere von Emittenten, die schwerwiegend gegen den UN Global Compact verstoßen würden, dürften ebenfalls nicht getätigt werden. Bei der Nachhaltigkeitsanalyse von Staaten stehe ein gutes Abschneiden in der Bewertung der Menschenrechte im Fokus.

Die USA befänden sich nach dem zweiten negativen Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Folge in einer technischen Rezession. Der immer deutlicher werdenden Eintrübung der konjunkturellen Perspektiven zum Trotz seien die Notenbanken vorerst auf Straffungskurs geblieben. Die US-Zentralbank (FED) habe die Leitzinsen im Juli um weitere 0,75% auf 2,50% erhöht. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe im Juli ihren Straffungszyklus mit der ersten Zinserhöhung seit elf Jahren begonnen. Mit 0,50% habe die EZB damit die seit 2014 andauernde Phase negativer Leitzinsen beendet.

Unterdessen seien die Erwartungen zum Ausmaß der Zinsanhebungen auf beiden Seiten des Atlantiks deutlich zurückgegangen. Dies habe am Anleihemarkt zu kräftigen Renditerückgängen geführt. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen habe Ende Juli bei nur noch rund 2,7% und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen zum Monatsende bei rund 0,8% gelegen. Damit hätten die Renditen um rund 0,9% für US-Staatsanleihen bzw. sogar ca. 1,2% bei Bundesanleihen unterhalb der Hochstände Mitte Juni gelegen. Fallende Renditen in Kombination mit weitgehend positiv aufgenommenen Unternehmensberichten hätten zeitgleich auch eine Stabilisierungsphase der Aktienmärkte eingeleitet.

Der DAX habe den Monat Juli mit einem Kurszuwachs von ca. 5,48% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe rund 7,76% gewonnen. US-Standardwerte hätten den Monat mit ca. 9,2% Kursgewinn beendet und US-Technologiewerte hätten im Durchschnitt um ca. 12,4% zugelegt (jeweils in US-Dollar). Der Euro habe weitere 2,6% zum US-Dollar verloren und bei ca. 1,022 US-Dollar je Euro geschlossen.

Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im Juli deutlich angezogen. Der Gesamtertrag habe im vergangenen Monat bei rund 5,1% gelegen. Dies sei der höchste monatliche Ertrag seit Indexauflegung. Zuvor sei seit Dezember jedoch in jedem Monat ein negativer Ertrag verzeichnet worden. Auf Jahressicht habe das Minus damit noch immer bei circa -8,9% gelegen. Getrieben worden sei die Wertentwicklung im Juli sowohl von der rückläufigen Zinsentwicklung als auch von gesunkenen Risikoprämien.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten sich im Juli ebenfalls gut entwickelt und dabei ebenfalls von einer Erholung bei den Risikoprämien profitiert. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe im Juli einen Gesamtertrag von ca. 5,7% aufgewiesen. Allerdings sei auch hier die bisherige Wertentwicklung auf Jahressicht mit ca. -10,7% noch klar im negativen Bereich geblieben. (Stand vom 29.07.2022) (05.09.2022/fc/a/f)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
29,31 € 29,46 € -0,15 € -0,51% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009766964 976696 33,59 € 29,46 €