LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit Fonds: 04/2022-Bericht, Wertverlust von 2,1% - Fondsanalyse


20.06.22 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit Fonds (ISIN DE0009766964 / WKN 976696) investiert schwerpunktmäßig in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere in- und ausländischer Aussteller, so die Experten von LBBW Asset Management.

Es würden aktuell überwiegend Wertpapiere mit guter Schuldnerqualität erworben, zudem könnten "Non Investment Grade"-Anleihen beigemischt werden. Zur Ertragsoptimierung werde zum einen auf das gesamte Spektrum der unterschiedlichen Anleiheklassen zurückgegriffen, zum anderen werde die durchschnittliche Restlaufzeit der Wertpapiere im Fonds fortlaufend an die erwartete Zinsentwicklung angepasst.

Das Fondsmanagement investiere derzeit zu ca. jeweils ein Drittel in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefen. Wertpapiere und Investmentanteile, in die der Fonds investiere, müssten nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden. Die Einstufung erfolge auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien, die von der Gesellschaft definiert worden seien. Die Nachhaltigkeitskriterien würden sich dabei auf die sogenannten ESG-Faktoren Umwelt, Soziales und Governance beziehen.

Investitionen in Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes mit Rüstung, Kohle, Tabak und/oder anderen kontroversen Geschäftspraktiken erwirtschaften würden, dürften nicht getätigt werden. Investitionen in Wertpapiere von Emittenten, die schwerwiegend gegen den UN Global Compact verstoßen würden, dürften ebenfalls nicht getätigt werden. Bei der Nachhaltigkeitsanalyse von Staaten stehe ein gutes Abschneiden in der Bewertung der Menschenrechte im Fokus.

Die sogenannten stagflationären Tendenzen hätten im April weiter zugenommen. Einerseits habe Chinas Null-Covid-Politik zu Unterbrechungen der globalen Lieferketten geführt, während das Importembargo gegenüber russischen Rohstoffen das Rohstoffangebot knapp gehalten habe. Diese ungünstige Gemengelage habe das globale Wachstum vor allem über die Angebotsseite beeinträchtigt und das Inflationsprofil auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Preise im Euroraum um 7,5% und in den USA um 8,5% gestiegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Euroraums habe im ersten Quartal eine schleppende und uneinheitliche Dynamik gezeigt, während das Wachstum des US-BIP um 1,4% rückläufig gewesen sei.

Aktienmärkte hätten im April teils deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von rund 2,2% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe ca. 0,57% verloren. Die US-Standardwerte hätten den April mit ca. -8,7% beendet und US-Technologiewerte hätten mit ca. 13% stark verloren (jeweils in USD).

Der Anleihemarkt habe sich im April dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um ca. 0,60% auf rund 2,94% und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von ca. 0,55% auf rund 0,94% gestiegen. Der Euro habe zum US-Dollar mit rund -4,7% deutlich verloren und mit ca.1,054 US-Dollar je Euro geschlossen.

Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im April erneut deutlich nachgegeben. Der Gesamtertrag im vergangenen Monat habe bei rund -2,9% gelegen. Seit Dezember sei somit in jedem Monat ein negativer Ertrag verzeichnet worden. Auf Jahressicht liege das Minus aktuell bei ca. -8,6%.

Die negative Entwicklung im April sei dabei nicht alleine auf den neuerlichen Anstieg des Zinsniveaus zurückzuführen gewesen. Nach einem Rückgang im März seien auch die Risikoprämien wieder angestiegen. Beide Effekte hätten somit die Wertentwicklung belastet. Die Rendite des Index habe Ende April bei rund 2,1% gelegen, im August 2021 seien es noch ca. 0,14% gewesen.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten sich ebenfalls negativ entwickelt. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe im April einen Gesamtertrag von rund -3,1% aufgewiesen, nachdem im Vormonat noch ein kleines Plus zu Buche gestanden habe. Die Risikoprämien seien wieder angestiegen und hätten einen wesentlichen Belastungsfaktor dargestellt. Auf Jahressicht werde nunmehr ein deutliches Minus von rund -7,5% verzeichnet. (Stand vom 29.04.2022) (20.06.2022/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
30,42 € 30,17 € 0,25 € +0,83% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009766964 976696 33,78 € 29,96 €