LBBW RentaMax R Fonds: 10/2022-Bericht, Wertzuwachs von 0,5% - Fondsanalyse


09.11.22 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes eine möglichst attraktive Rendite zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Mehr als 50 Prozent des Wertes des Fonds würden in verzinsliche Wertpapiere angelegt, die auf Euro lauten würden; auf diese Bestandsgrenze würden Derivate nicht angerechnet. Der Anteil der Wertpapiere, die auf Fremdwährung lauten würden, dürfe zusammen 25 Prozent des Wertes des Fondsvermögens nicht übersteigen. Der Fokus des Fonds liege derzeit auf Euro-Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Schuldnerqualität. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere im Fonds würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst.

Auch wenn die allgemeine Nachrichtenlage kaum Anlass dazu gegeben habe, hätten die Finanzmärkte im Laufe des Oktobers ihre Anfangsverluste wieder aufholen können. Hintergrund dürfte einmal mehr die Hoffnung auf ein baldiges Ende oder zumindest auf eine Abschwächung der Zinsstraffungen der Notenbanken sein. Der laufende Zinsanhebungszyklus habe vor gut einem Jahr begonnen und es gebe zaghafte Hinweise dafür, dass die Notenbanken zumindest das Tempo drosseln könnten. Die richtungweisende US-Notenbank (FED) habe Anfang November signalisiert, nachdem die Leitzinsen um 0,75% auf zwischenzeitlich rund 4% angehoben worden seien, dass die Zinsschritte zukünftig etwas kleiner ausfallen könnten, wenngleich das anvisierte Zinsziel bei ca. 5,00% etwas höher liegen könnte als bislang angenommen.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) habe bei ihrer Ratssitzung Ende Oktober etwas gemäßigtere Töne angeschlagen, wobei mit einem Leitzins von gerade einmal 1,50% bei über 10,00% Inflation bis zum Erreichen des Inflationsziels von 2% noch viel zu tun bliebe. Unterstützend dürfte sich der, um ca. 70% vom Höchststand im August gefallene, niederländische Terminkontrakt auf Gas ausgewirkt haben. Positiv beigetragen habe hier sicherlich der ungewöhnlich milde Oktober, der die Füllstände der Gasspeicher vorerst geschont habe. Möglicherweise liege hierin - neben der eher enttäuschenden Berichtssaison der US-Technologiewerte - auch eine der Ursachen für die jüngste relative Stärke der europäischen Aktienmärkte gegenüber US-Aktien.

Die Aktienmärkte hätten im Oktober durchweg mit Kursgewinnen geschlossen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursgewinn von ca. 9,41% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe rund 6,36% gewonnen. Die US-Standardwerte hätten den Monat mit einem Kurszuwachs von rund 8,10% beendet und die US-Technologiewerte hätten im Durchschnitt um ca. 3,94% zugelegt (jeweils in US-Dollar). Der europäische Anleihemarkt habe sich gegenüber den Anfangsständen vom Oktober kaum bewegt. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihe sei von ca. 2,10% auf rund 2,14% gestiegen. Die Feinunze Gold sei um circa -1,60% im Oktober gefallen und habe den Monat mit ca. 1.643 US-Dollar beendet. Der Euro habe rund 0,80% gewonnen und mit ca. 0,9882 US-Dollar je Euro geschlossen.

Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im Oktober ein kleines Plus verzeichnet. Nach zwei Monaten mit deutlich negativen Gesamterträgen sei im vergangenen Monat ein Zuwachs von rund 0,1% verzeichnet worden. Auf Jahressicht sei es jedoch bei einem deutlichen Minus von rund -16,0% geblieben. Die Risikoprämien gegenüber Staatsanleihen hätten sich im Oktober leicht eingeengt und damit verantwortlich für das Monatsplus gezeigt. Das Zinsniveau im 5-Jahresbereich habe sich im Oktober nur unwesentlich verändert und damit kaum Einfluss auf den Ertrag gehabt.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten sich im Oktober positiv entwickelt. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe einen Gesamtertrag von ca. 1,8% aufgewiesen. Risikoprämien seien dabei nach einem schwachen Vormonat wieder deutlich gesunken. Somit sei gegenüber den Pendants mit guter Schuldnerqualität eine bessere Wertentwicklung verzeichnet worden. Dies gelte auch mit dem Blick auf die Wertentwicklung auf Jahressicht von rund -14,1%.

Zu beobachten sei weiterhin ein Ringen zwischen den geopolitischen Konflikten, bei denen keine Lösung absehbar erscheine, und welche vor allem über höhere Energiepreise die Inflationsrate hätten steigen lassen, und den politischen Gegenmaßnahmen sowie entsprechenden Reaktionen der Notenbanken. Möglicherweise komme nach den US-Midterm-Wahlen Bewegung in die festgefahrene Situation. Unabhängig davon lasse der Druck auf die Notenbanken, an ihrer Anti-Inflationspolitik festzuhalten, trotz rezessiver Tendenzen, kaum nach. Kurzfristig sollte auch eine weitere Verschlechterung der Gewinnsituation der Unternehmen, begleitet von einer anhaltend höheren Volatilität, an den Kapitalmärkten einkalkuliert werden; jedoch könnte sich eine Perspektive für das kommende Frühjahr abzeichnen. (Stand vom 31.10.2022) (09.11.2022/fc/a/f)






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