LBBW RentaMax R Fonds: 04/2022-Bericht, Wertminderung von 2,7% - Fondsanalyse


17.06.22 12:15
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes eine möglichst attraktive Rendite zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Mehr als 50 Prozent des Wertes des Fonds würden in verzinsliche Wertpapiere angelegt, die auf Euro lauten würden; auf diese Bestandsgrenze würden Derivate nicht angerechnet. Der Anteil der Wertpapiere, die auf Fremdwährung lauten würden, dürfe zusammen 25 Prozent des Wertes des Fondsvermögens nicht übersteigen. Der Fokus des Fonds liege derzeit auf Euro-Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Schuldnerqualität. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere im Fonds würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst.

Die sogenannten stagflationären Tendenzen hätten im April weiter zugenommen. Einerseits habe Chinas Null-Covid-Politik zu Unterbrechungen der globalen Lieferketten geführt, während das Importembargo gegenüber russischen Rohstoffen das Rohstoffangebot knapp gehalten habe. Diese ungünstige Gemengelage habe das globale Wachstum vor allem über die Angebotsseite beeinträchtigt und das Inflationsprofil auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Preise im Euroraum um 7,5% und in den USA um 8,5% gestiegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Euroraums habe im ersten Quartal eine schleppende und uneinheitliche Dynamik gezeigt, während das Wachstum des US-BIP um 1,4% rückläufig gewesen sei.

Aktienmärkte hätten im April teils deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von rund 2,2% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe ca. 0,57% verloren. Die US-Standardwerte hätten den April mit ca. -8,7% beendet und US-Technologiewerte hätten mit ca. 13% stark verloren (jeweils in USD).

Der Anleihemarkt habe sich im April dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um ca. 0,60% auf rund 2,94% und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von ca. 0,55% auf rund 0,94% gestiegen. Der Euro habe zum US-Dollar mit rund -4,7% deutlich verloren und mit ca.1,054 US-Dollar je Euro geschlossen.

Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im April erneut deutlich nachgegeben. Der Gesamtertrag im vergangenen Monat habe bei rund -2,9% gelegen. Seit Dezember sei somit in jedem Monat ein negativer Ertrag verzeichnet worden. Auf Jahressicht liege das Minus aktuell bei ca. -8,6%.

Die negative Entwicklung im April sei dabei nicht alleine auf den neuerlichen Anstieg des Zinsniveaus zurückzuführen gewesen. Nach einem Rückgang im März seien auch die Risikoprämien wieder angestiegen. Beide Effekte hätten somit die Wertentwicklung belastet. Die Rendite des Index habe Ende April bei rund 2,1% gelegen, im August 2021 seien es noch ca. 0,14% gewesen.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten sich ebenfalls negativ entwickelt. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe im April einen Gesamtertrag von rund -3,1% aufgewiesen, nachdem im Vormonat noch ein kleines Plus zu Buche gestanden habe. Die Risikoprämien seien wieder angestiegen und hätten einen wesentlichen Belastungsfaktor dargestellt. Auf Jahressicht werde nunmehr ein deutliches Minus von rund -7,5% verzeichnet.

Zu Beginn des Monats Mai richte sich das Interesse auf eine Reihe von anstehenden Notenbankentscheidungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe einen beschleunigten Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm (APP) beschlossen und werde die Käufe voraussichtlich im Juli beenden, womit die Tür für eine erste Zinserhöhung spätestens im Herbst offen stünde. Die Anleihemärkte hätten auf die Straffung der Geldpolitik und das veränderte Inflationsregime mit den stärksten Kursverlusten seit den frühen 80er Jahren reagiert.

Aufgrund der geopolitischen Entwicklung bestehe derzeit eine überdurchschnittlich hohe Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung von Konjunktur und Kapitalmarkt, was sich in erhöhten Risikoprämien niederschlage. Die als Folge des Embargos verstärkten inflationären Tendenzen würden den Druck auf die Notenbanken weiterhin hoch halten, ihre Geldpolitik weiter zu straffen. Ein schnelles Ende des Konflikts könnte die Perspektiven insbesondere über wieder fallende Risikoprämien und voraussichtlich rückläufige Rohstoffpreise hingegen deutlich verbessern. (Stand vom 29.04.2022) (17.06.2022/fc/a/f)






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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326144 532614 71,62 € 61,03 €