LBBW Nachhaltigkeit Aktien R Fonds: 04/2022-Bericht, Wertrückgang von 2,8% - Fondsanalyse


15.06.22 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW Nachhaltigkeit Aktien R ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der LBBW Nachhaltigkeit Aktien investiere überwiegend in Aktien, die innerhalb ihrer Branche ein überdurchschnittliches ökologisches und soziales Ranking aufweisen würden (Best in Class). Grundlage der Auswahl sei eine anhand von ca. 200 Kriterien durchgeführte Bewertung, derzeit durch die ISS ESG, einem weltweit führenden Anbieter von Informationen über die soziale und ökologische Entwicklung von Unternehmen, Branchen und Ländern.

Im ersten Schritt werde die ökologische und soziale Unternehmensverantwortung überprüft. In Gesellschaften mit kontroversen Geschäftsfeldern bzw. Geschäftspraktiken werde nicht investiert. Dazu würden z.B. Atomenergie, Rüstung, Tabak, Abtreibung, Glücksspiel, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen zählen.

Im zweiten Schritt werde unter Beachtung zahlreicher streng betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte entschieden, in welche der verbleibenden Titel investiert werde. Hierbei werde derzeit für mindestens 51% des Fondsvermögens in europäische Aktiengesellschaften investiert.

Die sogenannten stagflationären Tendenzen hätten im April weiter zugenommen. Einerseits habe Chinas Null-Covid-Politik zu Unterbrechungen der globalen Lieferketten geführt, während das Importembargo gegenüber russischen Rohstoffen das Rohstoffangebot knapp gehalten habe. Diese ungünstige Gemengelage habe das globale Wachstum vor allem über die Angebotsseite beeinträchtigt und das Inflationsprofil auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Preise im Euroraum um 7,5% und in den USA um 8,5% gestiegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Euroraums habe im ersten Quartal eine schleppende und uneinheitliche Dynamik gezeigt, während das Wachstum des US-BIP um 1,4% rückläufig gewesen sei.

Aktienmärkte hätten im April teils deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von rund 2,2% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe ca. 0,57% verloren. Die US-Standardwerte hätten den April mit ca. -8,7% beendet und US-Technologiewerte hätten mit ca. 13% stark verloren (jeweils in USD).

Der Anleihemarkt habe sich im April dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um ca. 0,60% auf rund 2,94% und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von ca. 0,55% auf rund 0,94% gestiegen. Der Euro habe zum US-Dollar mit rund -4,7% deutlich verloren und mit ca.1,054 US-Dollar je Euro geschlossen.

Der April sei ein verlustreicher Börsenmonat gewesen, vor allem an den erfolgsverwöhnten US-Börsen. Negative Aspekte wie der Russland-Ukraine-Krieg, Lieferengpässe, die steigende Inflation und zuletzt erneute lokale Lockdowns in China seien die Belastungsfaktoren geblieben. Die amerikanischen Leitindices hätten den schlechtesten Jahresstart seit 1939 hingelegt. Noch schlechter hätten sich auf Monatsbasis die Technologiewerte in den USA entwickelt, die den schlechtesten Monat seit der Finanzkrise 2008 erlebt hätten. Erschwerend sei hinzugekommen, dass Anleihen vor allem wegen der Erwartungshaltung an die Notenbanken keinen Schutz vor Kurseinbrüchen bei Aktien hätten bieten können. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen seien weiter gestiegen und hätten gegen Monatsende das Niveau von knapp 3% erreicht. Alleine im April hätten die weltweiten Anleihemärkte tendenziell rund 3,8% an Wert verloren, seit Jahresbeginn ca. 9,5% - der schlechteste Wert seit Mitte der 1970er Jahre. Auch der Euro habe im April kräftig gegen den US-Dollar verloren und habe knapp 5% abgewertet.

Dennoch habe es nicht nur negative Meldungen zu verbuchen gegeben. Während die Kapitalmärkte eine mögliche Rezession eingepreist hätten, hätten die Unternehmen mit überwiegend guten Quartalsergebnissen und Ausblicken überrascht. Auch der US-Arbeitsmarkt habe sich erneut robust gezeigt.

Der Fonds LBBW Nachhaltigkeit Aktien habe sich den schwachen Aktienmärkten nicht entziehen können und ebenfalls tiefer notiert. Verkauft worden seien Carl Zeiss Meditec und Borregaard, nachgekauft worden seien vereinzelt zurückgekommene Qualitätswerte. (Stand vom 29.04.2022) (15.06.2022/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
106,15 € 104,13 € 2,02 € +1,94% 24.06./22:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0NAUP7 A0NAUP 136,96 € 103,45 €