LBBW Nachhaltigkeit Aktien R-Fonds: 01/2024-Bericht, Wertzuwachs von 1,7% - Fondsanalyse


13.02.24 14:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW Nachhaltigkeit Aktien R ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds bewerbe ökologische und/oder soziale Merkmale im Rahmen der Anlagestrategie im Sinne des Artikel 8 der Verordnung (EU) 2019/2088 ("Offenlegungs-Verordnung"). Der Fonds investiere zu mindestens 75 Prozent in Wertpapiere, Geldmarkinstrumente und Investmentanteile, die unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ausgewählt würden. Der Fonds verfolge eine nachhaltige Anlagestrategie auf Basis von Nachhaltigkeitsmerkmalen, die von der Gesellschaft für den Fonds definiert worden seien und die sich auf die sogenannten ESG-Faktoren Umwelt (Environment - "E"), Soziales (Social - "S") und Unternehmensführung (Governance - "G") beziehen würden.

Neben umsatzbezogenen Mindestausschlüssen für Unternehmen z.B. in den Bereichen Kohle, Rüstung, Tabak und weiteren fossilen Brennstoffen und der Steuerung nach ausgewählten Fokus-SDGs (17 Sustainable Development Goals) sowie der Berücksichtigung von Fokus-PAIs (Principal Adverse Impacts - wichtigste nachteilige Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren) wende der Fonds einen Best-in-Class-Ansatz für Unternehmen und Länder an. Der Fonds habe sich zudem zu einem Mindestanteil von 10 Prozent an nachhaltigen Investitionen gemäß Artikel 2 Nr. 17 der Offenlegungs-Verordnung verpflichtet. Details zu den ökologischen und/oder sozialen Merkmalen seien dem Verkaufsprospekt zu entnehmen.

Mehr als 50 Prozent des Fondsvermögens würden in Aktien angelegt, die zum amtlichen Handel an einer Börse zugelassen oder an einem anderen organisierten Markt zugelassen oder in diesen einbezogen seien und bei denen es sich nicht um Anteile an Investmentvermögen handele und die von Unternehmen stammen würden, die ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Unternehmenskonzept gemäß vorherigem Abschnitt verfolgen würden.

Der Fonds sei ein aktiver Investmentfonds, welcher keinen Index nachbilde. Die Anlagestrategie nehme einen Vergleichsmaßstab als Orientierung, welcher in seiner Wertentwicklung übertroffen werden solle. Dabei werde nicht versucht, die im Index enthaltenen Vermögensgegenstände zu replizieren. Die Vermögensgegenstände hätten überwiegend eine aktive Über- und Untergewichtung zum Vergleichsmaßstab. Auch seien Investitionen in Vermögensgegenstände erlaubt, die nicht Bestandteil des Vergleichsmaßstabs seien. Die Auswahl der einzelnen Vermögensgegenstände obliege dem Fondsmanagement.

Der Klimawandel und die Umweltzerstörung seien existenzielle Bedrohungen für die ganze Welt. Deshalb brauche Europa eine neue Wachstumsstrategie, wenn der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft gelingen solle. Daher habe die Europäische Union beschlossen, ab 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu sein. Dieses Ziel solle mit dem 2019 beschlossenen europäischen Green Deal erreicht werden. Einem Beschluss über vielfältige Maßnahmen und Investitionen in unterschiedlichsten Branchen. In Europa liege aktuell der Fokus des LBBW Nachhaltigkeit Aktien. Der Fonds investiere überwiegend in Aktien, die innerhalb ihrer Branche ein überdurchschnittliches ökologisches und soziales Ranking aufweisen würden (Best-in-Class).

Das Jahr 2024 habe für die Aktienmärkte in den USA und Europa mit Kursgewinnen begonnen. Nicht nur in den USA hätten der US-Standardindex und der US-Technologieindex neue Höchststände erreicht, auch in Europa hätten sowohl der deutsche Leitindex als auch der französische Leitindex auf neue Höchststände steigen können. Die Zuwächse seien einmal mehr von der zunehmenden Erwartung angetrieben worden, dass es in diesem Jahr auf beiden Seiten des Atlantiks zu Zinssenkungen kommen könnte. Normalerweise seien solche Momente ein Grund zum Feiern, jedoch seien die Meinungen vieler Marktteilnehmer getrübt gewesen.

Ein Grund für die Beunruhigung sei, dass die Rally, die seit dem letzten Quartal des vergangenen Jahres im Gange sei, zu schnell verlaufen sei. Außerdem würden die Indexstände das zugrundeliegende Bild verfälschen. US-Nebenwerte lägen durchschnittlich immer noch rund 20% unter dem Höchststand von 2021 und ca. 3% unter dem Vorjahresniveau. Gleichgewichtet betrachtet, liege der US-Standardindex ebenfalls im Minus. Ähnlich wie im Jahr 2023 seien die US-Indices stark auf die größten Konstituenten - die sogenannten "Magnificent Seven" - ausgerichtet. Dies seien die nach Marktkapitalisierung sieben größten US-Technologieaktien wie NVIDIA, Microsoft und Meta, die im letzten Jahr im Schnitt um über 110% hätten zulegen können.

Die US-Konjunktur sei im Januar weiterhin robust verlaufen. Besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten hätten die Renditen von US-Staatsanleihen wieder auf über 4% ansteigen lassen, während die Anleger ihre Erwartungen hinsichtlich des Zeitpunkts der ersten Zinssenkung, die in den letzten Januarwochen für Kursschwankungen gesorgt habe, nach hinten geschoben hätten. China hingegen habe weiterhin schlechte Wirtschaftsdaten gemeldet und die Anleger seien massenhaft aus dem chinesischen Aktienmarkt geflüchtet. Experten hätten dies mit einem weiter schwachen Immobiliensektor sowie einer hohen Arbeitslosigkeit begründet.

Der Fonds LBBW Nachhaltigkeit Aktien habe den Monat Januar im Plus abschließen können. Die größten Gewinner im Fonds seien ASML, SAP, Novo Nordisk und Capgemini gewesen. Unterdurchschnittlich hätten sich PUMA sowie erneuerbare Energieaktien wie Encavis und EDPR entwickelt. (Stand vom 31.01.2024) (13.02.2024/fc/a/f)






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