LBBW Global Warming-Fonds: Die wahren Klimaschutz-Profiteure - Bausektor und Green IT


06.02.24 15:04
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Viele Anleger, die vom Kampf gegen den Klimawandel profitieren wollen, fokussieren sich auf die Wind- und Solarbranche, so die Experten von LBBW Asset Management.

Doch den Fokus zu erweitern, könne sich lohnen. Zu den wahren Profiteuren in puncto Klimaschutz würden zwei andere Branchen gehören: Die Sektoren Energetisches Bauen beziehungsweise Sanieren und Green IT. Zu dieser Einschätzung komme Stephan Wittwer, Leiter Investment-Spezialist bei der LBBW Asset Management.

"Schauen wir uns den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland und Europa an, dann sehen wir, dass es noch viel Potenzial für Hersteller von Wind- und Solarkraftanlagen gibt", sage Wittwer. So betrage der Anteil in Deutschland nur 19 Prozent, in Europa immerhin 22 Prozent. Zum Vergleich: Die EU-Staaten Lettland und Finnland lägen bei 42 beziehungsweise 43 Prozent, Schweden sogar bei 63 Prozent. "Sogar die USA liegen mit 22 Prozent vor Deutschland."

"Die entscheidende Frage ist aber, was von dem entsprechenden Boom bei den Unternehmen ankommt", betone Wittwer. Die hohe Nachfrage nach Wind- und Solarkraftanlagen habe zwar zu hohen Wachstumsraten, aber gleichzeitig auch zu einem intensiven Wettbewerb mit schwachen Margen und Erträgen sowie einigen Firmenpleiten geführt. In Deutschland habe beispielsweise Ende des vergangenen Jahres die Firma Eickhoff, die Getriebe für Windräder herstelle, berichtet, den Betrieb im April einzustellen.

Auch der Wind-Getriebehersteller Zimm in Ohorn habe bereits einen ähnlichen Schritt angekündigt. Zuvor habe bereits der Dresdner Windkraftanlagenhersteller Iqron Insolvenz anmelden müssen, wie auch das Werk für Windkraftgeneratoren der Firma Partzsch in Döbeln. "Es scheint, als geht den Herstellern von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus", so Wittwer.

Anstatt also primär in Aktien von Wind- und Solarunternehmen zu investieren, halte es der Experte für interessant, andere Profiteure des Klimawandels ins Auge zu fassen - insbesondere den Sektor Energetisches Bauen und Sanieren. Zwischen 2011 und 2022 seien die Investitionen in energetische Sanierungen um fast 40 Prozent auf 67 Milliarden Euro gestiegen. "Zwar war die Entwicklung 2023 etwas rückläufig, doch unserer Meinung nach sind wir hier noch lange nicht am Ende der Entwicklung", resümiere Wittwer.

Auch im Bereich Green IT sehe Wittwer starke Wachstumschancen: "Wenn wir es mit dem Klimawandel ernst meinen, rückt die IT auf kurz oder lang in den Fokus." So liege der Energieverbrauch von Rechen- und Datenzentren auf einer Höhe mit dem gesamten Energieverbrauch Deutschlands inklusive aller Privathaushalte, der Industrie sowie öffentlichen Einrichtungen. Während das Marktvolumen für Green IT in diesem Jahr noch bei etwa 24 Milliarden US-Dollar liege, könnte diese Zahl bis 2029 auf knapp 50 Milliarden anwachsen.

Zwei Fonds der LBBW Asset Management seien bei den Fund Awards 2024 ausgezeichnet worden. Zu einem der drei besten Fonds in der Kategorie Umwelttechnologie sei der LBBW Global Warming gekürt worden. Den zweiten Platz in der Kategorie MF Aktien + Anleihen habe der LBBW Welt im Wandel (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) erreicht.

Hierbei würden die Redaktionen von Euro, Euro am Sonntag und Börse Online ausschließlich die Fonds auszeichnen, die in über ein, drei, fünf, zehn oder 20 Jahren die beste Performance erzielt hätten. Stichtag für die Auswertung sei der 31.12.2023. Bei den diesjährigen Auszeichnungen habe die LBBW AM erneut beweisen können, dass sie über eine Palette erfolgreicher und für Anleger attraktive Fonds verfüge. (06.02.2024/fc/a/f)





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