LBBW Global Warming Fonds: 06/2022-Bericht, Wertrückgang von 5,6% - Fondsanalyse - Fondsanalyse


01.08.22 14:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW Global Warming Fonds (ISIN DE000A0KEYM4 / WKN A0KEYM) ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes einen möglichst hohen Vermögenszuwachs zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds investiere hierzu überwiegend in Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen anbieten würden, die der globalen Erderwärmung (Global Warming) entgegenwirken oder deren Folgen abmildern würden. Dabei investiere der Fonds überwiegend in ausgewählte Unternehmen aus den Bereichen: Erneuerbare Energien, Versorger, Wasser, Bau, Anlagenbau, Versicherungen, Nahrungsmittel, Chemie, Erdgas sowie Forstwirtschaft. Im Bereich der Erneuerbaren Energie setze der Fonds z.Z. auch auf alternative Antriebstechniken wie bspw. Wasserstoff. Für die Zusammensetzung des Fonds würden unterschiedliche Methoden der diskretionären Aktienauswahl wie z. B. qualitative Fundamentalanalyse oder Momentumanalyse angewandt.

Im Laufe des Juni hätten die Rezessionssorgen deutlich zugenommen. Dies habe sich in fallenden Staatsanleiherenditen und deutlich zurückgehenden Preisen an den Rohstoffmärkten geäußert. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei in wenigen Tagen von knapp 2% auf unter 1,2% gesunken. Rohstoffe hätten Ende Juni größtenteils deutlich unter dem Niveau vor Kriegsbeginn notiert. Derweil hätten sich die Gewinnerwartungen für Unternehmen deutlich eingetrübt, was die Aktienmärkte unter Druck gebracht habe. Die anstehende Berichtssaison zum zweiten Quartal werde weiteren Aufschluss bringen.

Die Bremspolitik der Notenbanken, allen voran der US-Notenbank (FED), die im Juni erstmals seit 1994 eine Leitzinserhöhung um 0,75% auf 1,75% vorgenommen habe, werde das vorerst kaum beeinflussen. Rekordhohe Inflation zwinge die Notenbanken zum Gegensteuern. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe im Juni überraschend die Leitzinsen um 0,50% angehoben und die Europäische Zentralbank (EZB) werde im Juli voraussichtlich mit einer Leitzinserhöhung von 0,25% nachziehen. Unterdessen scheine sich aufgrund der abebbenden Corona-Infektionswelle in Shanghai und Peking die Lieferkettenproblematik zu entspannen und in Kombination mit der fortgesetzten politischen Unterstützung die Entwicklung in China positiv zu beeinflussen.

Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von ca. -11,15% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe rund 8% verloren. Die US-Standardwerte hätten den Juni mit einem Kursrückgang von ca. -8,3% beendet und die US-Technologiewerte hätten rund 9% (jeweils in US-Dollar) verloren.

Der europäische Anleihemarkt habe sich im Juni dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sei von rund 1,12% auf ca. 1,37% gestiegen. Der Euro habe rund 2,3% zum US-Dollar verloren und mit ca. 1,048 US-Dollar je Euro geschlossen.

Im Juni sei die makroökonomische Situation belastend für die weltweiten Kapitalmärkte gewesen. Steigende Kosten für die Unternehmen, steigende Zinsen und keine kurzfristige Besserung der Gesamtsituation für die nahe Zukunft sei absehbar. Durch den Fokus auf US-Aktien sei der LBBW Global Warming aus Sicht des Fondsmanagements vergleichsweise ordentlich aufgestellt. Die steigenden Energiekosten seien für die USA als Nettoenergieexporteur eine geringere Belastung als für Europa oder speziell Deutschland. Der Fonds sei im Juni unterinvestiert gewesen und das Fondsmanagement sei bestrebt Risiken abzubauen. Etwas aufgestockt worden seien Unternehmen mit Bezug zur Installation von Photovoltaiksystemen. Abgebaut worden seien Industrieunternehmen. (Stand vom 30.06.2022) (01.08.2022/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
78,02 € 78,26 € -0,24 € -0,31% 08.08./22:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0KEYM4 A0KEYM 90,75 € 65,09 €