LBBW FondsPortfolio Wachstum Fonds: 10/2022-Bericht, Wertzuwachs von 2,6% - Fondsanalyse


17.11.22 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW FondsPortfolio Wachstum ist ein (offensiver) Mischfonds und investiert nach dem Grundsatz der Risikostreuung bis zu 100% in Wertpapiere, so die Experten von LBBW Asset Management.

Bis zu 100% des Wertes des Fondsvermögens dürften in Investmentanteile investiert werden. Auch dürfe das Fondsvermögen vollständig in Aktien investiert werden. Mindestens 25% des Wertes des Fondsvermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Auch wenn die allgemeine Nachrichtenlage kaum Anlass dazu gegeben habe, hätten die Finanzmärkte im Laufe des Oktobers ihre Anfangsverluste wieder aufholen können. Hintergrund dürfte einmal mehr die Hoffnung auf ein baldiges Ende oder zumindest auf eine Abschwächung der Zinsstraffungen der Notenbanken sein. Der laufende Zinsanhebungszyklus habe vor gut einem Jahr begonnen und es gebe zaghafte Hinweise dafür, dass die Notenbanken zumindest das Tempo drosseln könnten. Die richtungweisende US-Notenbank (FED) habe Anfang November signalisiert, nachdem die Leitzinsen um 0,75% auf zwischenzeitlich rund 4% angehoben worden seien, dass die Zinsschritte zukünftig etwas kleiner ausfallen könnten, wenngleich das anvisierte Zinsziel bei ca. 5,00% etwas höher liegen könnte als bislang angenommen.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) habe bei ihrer Ratssitzung Ende Oktober etwas gemäßigtere Töne angeschlagen, wobei mit einem Leitzins von gerade einmal 1,50% bei über 10,00% Inflation bis zum Erreichen des Inflationsziels von 2% noch viel zu tun bliebe. Unterstützend dürfte sich der, um ca. 70% vom Höchststand im August gefallene, niederländische Terminkontrakt auf Gas ausgewirkt haben. Positiv beigetragen habe hier sicherlich der ungewöhnlich milde Oktober, der die Füllstände der Gasspeicher vorerst geschont habe. Möglicherweise liege hierin - neben der eher enttäuschenden Berichtssaison der US-Technologiewerte - auch eine der Ursachen für die jüngste relative Stärke der europäischen Aktienmärkte gegenüber US-Aktien.

Die Aktienmärkte hätten im Oktober durchweg mit Kursgewinnen geschlossen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursgewinn von ca. 9,41% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe rund 6,36% gewonnen. Die US-Standardwerte hätten den Monat mit einem Kurszuwachs von rund 8,10% beendet und die US-Technologiewerte hätten im Durchschnitt um ca. 3,94% zugelegt (jeweils in US-Dollar). Der europäische Anleihemarkt habe sich gegenüber den Anfangsständen vom Oktober kaum bewegt. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihe sei von ca. 2,10% auf rund 2,14% gestiegen. Die Feinunze Gold sei um circa -1,60% im Oktober gefallen und habe den Monat mit ca. 1.643 US-Dollar beendet. Der Euro habe rund 0,80% gewonnen und mit ca. 0,9882 US-Dollar je Euro geschlossen.

Der Rohstoffmarkt sei mit deutlichen Kursgewinnen in den Oktober gestartet, habe diese im weiteren Monatsverlauf allerdings nicht halten können. Ausschlaggebend für den fulminanten Start sei der Beschluss der OPEC+-Gruppe gewesen. Die Interessengemeinschaft erdölexportierender Länder habe sich auf eine Kürzung der Fördermenge um 2 Millionen Barrel Rohöl pro Tag verständigt. Bei den Basismetallen hätten im Oktober die negativen Vorzeichen überwogen. Unter den Edelmetallen habe Platin im zurückliegenden Monat am besten abgeschnitten.

Zu beobachten sei weiterhin ein Ringen zwischen den geopolitischen Konflikten, bei denen keine Lösung absehbar erscheine, und welche vor allem über höhere Energiepreise die Inflationsrate hätten steigen lassen, und den politischen Gegenmaßnahmen sowie entsprechenden Reaktionen der Notenbanken. Möglicherweise komme nach den US-Midterm-Wahlen Bewegung in die festgefahrene Situation. Unabhängig davon lasse der Druck auf die Notenbanken, an ihrer Anti-Inflationspolitik festzuhalten, trotz rezessiver Tendenzen, kaum nach. Kurzfristig sollte auch eine weitere Verschlechterung der Gewinnsituation der Unternehmen, begleitet von einer anhaltend höheren Volatilität, an den Kapitalmärkten einkalkuliert werden; jedoch könnte sich eine Perspektive für das kommende Frühjahr abzeichnen. (Stand vom 31.10.2022) (17.11.2022/fc/a/f)






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