LBBW FondsPortfolio Wachstum Fonds: 04/2022-Bericht, Wertrückgang von 3,6% - Fondsanalyse


09.06.22 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW FondsPortfolio Wachstum ist ein (offensiver) Mischfonds und investiert nach dem Grundsatz der Risikostreuung bis zu 100% in Wertpapiere, so die Experten von LBBW Asset Management.

Bis zu 100% des Wertes des Fondsvermögens dürften in Investmentanteile investiert werden. Auch dürfe das Fondsvermögen vollständig in Aktien investiert werden. Mindestens 25% des Wertes des Fondsvermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Die sogenannten stagflationären Tendenzen hätten im April weiter zugenommen. Einerseits habe Chinas Null-Covid-Politik zu Unterbrechungen der globalen Lieferketten geführt, während das Importembargo gegenüber russischen Rohstoffen das Rohstoffangebot knapp gehalten habe. Diese ungünstige Gemengelage habe das globale Wachstum vor allem über die Angebotsseite beeinträchtigt und das Inflationsprofil auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Preise im Euroraum um 7,5% und in den USA um 8,5% gestiegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Euroraums habe im ersten Quartal eine schleppende und uneinheitliche Dynamik gezeigt, während das Wachstum des US-BIP um 1,4% rückläufig gewesen sei.

Aktienmärkte hätten im April teils deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von rund 2,2% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe ca. 0,57% verloren. Die US-Standardwerte hätten den April mit ca. -8,7% beendet und US-Technologiewerte hätten mit ca. 13% stark verloren (jeweils in USD).

Der Anleihemarkt habe sich im April dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um ca. 0,60% auf rund 2,94% und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von ca. 0,55% auf rund 0,94% gestiegen. Der Euro habe zum US-Dollar mit rund -4,7% deutlich verloren und mit ca.1,054 US-Dollar je Euro geschlossen.

Der Rohstoffmarkt habe im April seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Vor allem die Energieträger hätten dabei im Mittelpunkt des Geschehens gestanden. Auf der einen Seite seien im April größere Probleme auf der Angebotsseite zu verzeichnen gewesen. Demgegenüber hätten deutliche Einschränkungen bei der Nachfrage aus China gestanden, das mit den Folgen der Lockdownmaßnahmen zu kämpfen habe. Basismetalle hätten trotz der Ankündigung von Chinas Staatspräsident Xi Jinping, die Infrastruktur mittels staatlicher Programme anzukurbeln, schwächer notiert. Gold als bekanntester Vertreter der Edelmetalle habe seinen positiven Trend im April nicht fortführen können und nahe der psychologisch wichtigen Marke von 1.900 US-Dollar bei rund 1.896 US-Dollar pro Feinunze geschlossen.

Zu Beginn des Monats Mai richte sich das Interesse auf eine Reihe von anstehenden Notenbankentscheidungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe einen beschleunigten Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm (APP) beschlossen und werde die Käufe voraussichtlich im Juli beenden, womit die Tür für eine erste Zinserhöhung spätestens im Herbst offen stünde. Die Anleihemärkte hätten auf die Straffung der Geldpolitik und das veränderte Inflationsregime mit den stärksten Kursverlusten seit den frühen 80er Jahren reagiert.

Aufgrund der geopolitischen Entwicklung bestehe derzeit eine überdurchschnittlich hohe Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung von Konjunktur und Kapitalmarkt, was sich in erhöhten Risikoprämien niederschlage. Die als Folge des Embargos verstärkten inflationären Tendenzen würden den Druck auf die Notenbanken weiterhin hoch halten, ihre Geldpolitik weiter zu straffen. Ein schnelles Ende des Konflikts könnte die Perspektiven insbesondere über wieder fallende Risikoprämien und voraussichtlich rückläufige Rohstoffpreise hingegen deutlich verbessern. (Stand vom 29.04.2022) (09.06.2022/fc/a/f)





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