LBBW Aktien Europa Fonds: 04/2022-Bericht, Wertminderung von 2,1% - Fondsanalyse


02.06.22 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Europa investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Europa haben, so die Experten von LBBW Asset Management.

Schwerpunktmäßig würden derzeit Aktien aus den lokalen und gesamteuropäischen Blue Chip-Indices (Standardwerte) erworben, ausgewählte Werte aus dem Bereich kleinerer und mittelgroßer Werte könnten beigemischt werden. Bei der Aktienauswahl seien Sharholder Value orientierte Unternehmensziele ein wesentliches Kriterium.

Die sogenannten stagflationären Tendenzen hätten im April weiter zugenommen. Einerseits habe Chinas Null-Covid-Politik zu Unterbrechungen der globalen Lieferketten geführt, während das Importembargo gegenüber russischen Rohstoffen das Rohstoffangebot knapp gehalten habe. Diese ungünstige Gemengelage habe das globale Wachstum vor allem über die Angebotsseite beeinträchtigt und das Inflationsprofil auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Preise im Euroraum um 7,5% und in den USA um 8,5% gestiegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Euroraums habe im ersten Quartal eine schleppende und uneinheitliche Dynamik gezeigt, während das Wachstum des US-BIP um 1,4% rückläufig gewesen sei.

Aktienmärkte hätten im April teils deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von rund 2,2% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe ca. 0,57% verloren. Die US-Standardwerte hätten den April mit ca. -8,7% beendet und US-Technologiewerte hätten mit ca. 13% stark verloren (jeweils in USD).

Der Anleihemarkt habe sich im April dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um ca. 0,60% auf rund 2,94% und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von ca. 0,55% auf rund 0,94% gestiegen. Der Euro habe zum US-Dollar mit rund -4,7% deutlich verloren und mit ca.1,054 US-Dollar je Euro geschlossen.

Zu Beginn des Monats Mai richte sich das Interesse auf eine Reihe von anstehenden Notenbankentscheidungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe einen beschleunigten Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm (APP) beschlossen und werde die Käufe voraussichtlich im Juli beenden, womit die Tür für eine erste Zinserhöhung spätestens im Herbst offen stünde. Die Anleihemärkte hätten auf die Straffung der Geldpolitik und das veränderte Inflationsregime mit den stärksten Kursverlusten seit den frühen 80er Jahren reagiert.

Aufgrund der geopolitischen Entwicklung bestehe derzeit eine überdurchschnittlich hohe Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung von Konjunktur und Kapitalmarkt, was sich in erhöhten Risikoprämien niederschlage. Die als Folge des Embargos verstärkten inflationären Tendenzen würden den Druck auf die Notenbanken weiterhin hoch halten, ihre Geldpolitik weiter zu straffen. Ein schnelles Ende des Konflikts könnte die Perspektiven insbesondere über wieder fallende Risikoprämien und voraussichtlich rückläufige Rohstoffpreise hingegen deutlich verbessern. (Stand vom 29.04.2022) (02.06.2022/fc/a/f)






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