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Globaler ETF-Markt erholt sich im Mai


15.06.22 13:59
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Die globale ETF-Nachfrage erholte sich im Mai mit Zuflüssen von 71,9 Mrd. Euro, so die Experten von Amundi.

Das sei mehr als das Dreifache der April-Flows (+22,9 Mrd. Euro), aber weniger als die März-Zuflüsse (+108,6 Mrd. Euro). Angesichts des Ukraine-Kriegs sei diese Volatilität durchaus nachvollziehbar.

Die Erholung habe sich auf die USA (+69,6 Mrd. Euro) konzentriert. So habe sich die Nachfrage fast zu gleichen Teilen auf Aktien (+39 Mrd. Euro) und Anleihen (+34 Mrd. Euro) verteilt. Dies sei eine deutliche Trendwende gegenüber dem April (-1,6 Mrd. Euro) gewesen. In Asien habe es Nettoabflüsse von 575 Mio. Euro gegeben, wobei Anleger 1,6 Mrd. Euro in Aktien investiert hätten und 2,2 Mrd. Euro aus Anleihen abgezogen seien. Insgesamt hätten Anleger im Mai 42,5 Mrd. Euro in globale Aktien und 32,8 Mrd. Euro in Anleihen investiert.

Europäische UCITS-Aktien-ETFs hätten im Mai um 2 Mrd. Euro zugelegt, wobei es zur Monatsmitte zu zwischenzeitlichen Abflüssen gekommen sei. Dieser Trend sei auch bei Anleihe-ETFs zu beobachten gewesen. Anleger hätten 2,6 Mrd. Euro in US- und Nordamerika-Aktien investiert, wobei der S&P 500 und der Nasdaq 100 die beliebtesten Indices gewesen seien. Europäische Aktienstrategien hätten um 1,3 Mrd. Euro zugelegt, wobei sich die Zuflüsse auf traditionelle und ESG-Indices verteilt hätten. Globale und Eurozonen-Indices hätten erneut Abflüsse (-1,3 Mrd. Euro bzw. -701 Mio. Euro) verzeichnet.

Bei Sektor- und Themen-ETFs habe es Abflüsse in Höhe von 22 Mio. Euro gegeben. Auch aus Finanzstrategien hätten Anleger Mittel abgezogen (-1,5 Mrd. Euro), was eine Umkehr des zu Jahresbeginn beobachteten positiven Trends bedeute. Soziale Strategien, die auf die Bekämpfung von Geschlechterungleichheit abzielen würden, hätten 699 Mio. Euro und Klimastrategien 437 Mio. Euro gewonnen. Smart-Beta-Ansätze hätten um 2,7 Mrd. Euro zugelegt, wobei Yield-Strategien 935 Mio. Euro Neumittel verbucht hätten. Auch in Value-ETFs seien 847 Mio. Euro geflossen, wobei globale und US-Aktienstrategien im Fokus gestanden hätten.

Die Nachfrage nach ESG-Aktien-ETF habe sich auf 1,3 Mrd. Euro summiert, wobei Anleger 747 Mio. Euro in globale und 393 Mio. Euro in europäische Indices investiert hätten.

Im Mai hätten Anleger 1,1 Mrd. Euro in europäische Anleihe-ETFs investiert. Aus Staatsanleihen seien geringfügig Mittel in Höhe von 141 Mio. Euro abgeflossen. US-Staatsanleihen mit mittlerer Laufzeit hätten um 2,2 Mrd. Euro und breite US-Strategien um 328 Mio. Euro zugelegt. Kurzlaufende Anleihen und breit diversifizierte Anleihestrategien der Eurozone hätten ein Plus von 715 Mio. Euro bzw. 633 Mio. Euro verbucht. Aus chinesischen Staatsanleihen hätten die Anleger hingegen 3,2 Mrd. Euro abgezogen, nachdem im April bereits 1,9 Mrd. Euro und im März 1,4 Mrd. Euro aus dieser Strategie abgeflossen seien. Aus inflationsgebundenen Anleihen der Eurozone hätten Anleger ebenfalls Mittel abgezogen (-782 Mio. Euro).

Unternehmensanleihen hätten insgesamt um 495 Mio. Euro zugelegt, wobei Anleger 623 Mio. Euro in Investment-Grade- und 206 Mio. Euro in Hochzinsanleihen der Eurozone investiert hätten. Dagegen habe es Abflüsse in Höhe von 456 Mio. Euro aus weltweiten Hochzinsstrategien gegeben. Der Eurozonen-Geldmarkt habe einen Zuwachs von 878 Millionen Euro verzeichnet.

Anleger hätten 852 Mio. Euro in ESG-Anleihen investiert, wobei Unternehmensanleihen der Eurozone um 265 Mio. Euro und kurzfristige Staatsanleihen der Eurozone um 203 Mio. Euro zugelegt hätten. (15.06.2022/fc/a/e)