FRAM Capital Skandinavien Fonds: 12/2022-Bericht, Wertminderung von 2,6% - Fondsanalyse


19.01.23 12:14
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Ziel des FRAM Capital Skandinavien ist, im Rahmen einer aktiven Strategie einen möglichst hohen Kapitalzuwachs zu erreichen, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds werde aktiv gemanagt. Die Aktienauswahl erfolge diskretionär anhand folgender Strategie: Um dies zu erreichen, verfolge der Fonds einen vermögensverwaltenden Ansatz. Der Fonds investiere zu mindestens 51% in Aktien, deren Emittenten ihren Hauptsitz in Skandinavien (Island, Norwegen, Dänemark, Schweden oder Finnland) hätten. Innerhalb dieser Region gebe es keinerlei Restriktionen in Bezug auf Sektoren oder Unternehmensgrößen.

Im Dezember habe die Norwegische Zentralbank den Leitzins erwartungsgemäß um 0,25% auf 2,75% angehoben. Der norwegische Leitzins liege damit leicht über dem Zinssatz der Schwedischen Zentralbank von 2,5%. Trotzdem hätten sowohl Norweger- als auch Schwedenkrone gegenüber dem Euro im Dezember 2% bzw. 2,5% an Wert verloren. Auf das Gesamtjahr hätten damit Norwegerkrone rund 5% und Schwedenkrone 8% gegenüber dem Euro eingebüßt. Den Fonds habe das ca. 4% an Performance für 2022 gekostet (der US-Dollar sei 2022 ca. 6% gegenüber dem Euro gestiegen, auch wenn er gegen Ende des Jahres wieder etwas nachgegeben habe). Die Experten von Aramea Asset Management seien zuversichtlich, dass 2023 ein Jahr sein werde, in dem die Währung dem Fonds Rückenwind geben könnte. Makroökonomisch spreche viel dafür.

Im Dezember hätten die skandinavischen Börsen in einer engen Bandbreite von -1% (Kopenhagen) bis -4% (Stockholm) nachgegeben. Der Carnegie Nordic Small Cap Index habe im Dezember 4,5% verloren. Auf das Gesamtjahr gesehen zeige sich ein heterogenes Bild. Der beste Markt sei Norwegen gewesen, der Index sei auf Jahressicht nur ein Prozent im Minus gewesen - dank seines hohen Anteils an Öl- und Ölservicewerten. Das Indexschwergewicht Equinor sei 2022 um 49% gestiegen. Die breiten Indices in Kopenhagen und Helsinki hätten jeweils ca. 13,5% verloren. Der Index in Kopenhagen sei durch ein starkes Abschneiden des Indexschwergewichtes Novo Nordisk von plus 28% gestützt worden. Der schwedische Index habe um 15,5% nachgegeben. Auch hier habe das Indexschwergewicht AstraZeneca mit einem Plus von 32% den Index gestützt. Der breiter gefasste schwedische OMXSPI habe um 25% nachgegeben.

Der Carnegie Nordic Small Cap Index sei 2022 um 30% gesunken. Daran könne man deutlich erkennen, dass im abgelaufenen Jahr vor allem die kleineren und mittleren börsennotierten Werte ein schwieriges Umfeld gehabt hätten.

Der FRAM Capital habe im Dezember 2,6% verloren. Für das Gesamtjahr 2022 liege der FRAM Capital Skandinavienfonds damit 12,2% im Minus (12,7% die R-Tranche).

Die Positionen, die im Dezember besonders stark gelitten hätten, seien Zaptec (-28%) und REC Silicon (-18%) gewesen. Zaptec sei in den negativen Strudel um E-Autos hineingezogen worden. Die Experten von Aramea Asset Management hätten mit dem Management gesprochen, sie sähen eine Abkühlung des Marktes für E-Ladestationen, aber immer noch solides Wachstum und hätten betont, dass Zaptec Marktanteile gewinne. Der deutsche Wettbewerber Compleo habe Insolvenz angemeldet, das habe die Aktie von Zaptec weiter unter Druck gebracht. Die Experten von Aramea Asset Management würden die Marktkonsolidierung sogar eher als vorteilhaft für Zaptec betrachten.

Bei REC Silicon habe es im Dezember eine Cyberattacke gegeben, die dem Unternehmen Extrakosten verursachen werde. Auf der anderen Seite werde REC Silicon in Moses Lake in den USA Silizium fördern, dass stark von dem "Inflation Reduction Act" in den USA profitieren werde.

Die beiden besten Positionen im Berichtsmonat seien Linkfire (+18%) und Leroy Seafood (+16%) gewesen. Bei Linkfire habe es keine besonderen Nachrichten gegeben. Leroy habe von hohen Lachspreisen und einer erwarteten leichten Abschwächung der Steuerpläne in Norwegen für die Lachserzeuger profitiert.

Auf das gesamte Jahr gesehen hätten Linkfire (-83%) und QleanAir (-66%) am meisten nachgegeben. Linkfire habe seine Ziele für 2022 nach unten revidieren müssen, was bei einem Wachstumswert immer schmerzhaft sei. Linkfire sei inzwischen eine sehr kleine Position im Fonds (0,22%). Wir mögen die Software und warten ab, so die Experten von Aramea Asset Management.

QleanAir sei nach Ansicht der Experten von Aramea Asset Management ein Value- und zugleich auch ein Wachstumswert. Auf den Schätzungen von Pareto habe das Unternehmen ein KGV von nur noch knapp 6 und eine Dividendenrendite von 6,5% für 2023 bei einer Verschuldung von unter 1x EBITDA.

2022 seien die beiden besten Werte im Fonds Norske Skog (+75%) und Orion Pharma (+40%) gewesen. Norske Skog habe zeigen können, dass das Unternehmen erfolgreich umgebaut werde vom reinen (Zeitungs-)Papierhersteller hin zum Verpackungsspezialisten. Darüber hinaus verkaufe Norske Skog CO2-Rechte und erzeuge einen großen Teil der Energie für sein Werk in Osterreich inzwischen selbst.

Allgemein seien in 2022 Pharmawerte gefragt gewesen. Orion Pharma habe darüber hinaus von guten Nachrichten zu seinen Medikamenten profitiert. So sei die Spitzenumsatzvorhersage von Nubeqa von einer auf drei Milliarden USD angehoben worden (das Mittel werde von Bayer vertrieben). Neben Nubeqa sei ein weiteres Produkt vielversprechend, der Easyhaler zur Behandlung von Asthma. Orion hatte zuvor unter Patentausläufen bei seinen Parkinson-Medikamente gelitten, hier liegt das Schlimmste hinter uns, so die Experten von Aramea Asset Management. Die Aktie sei mittlerweile eine Top 3-Position im Fonds und für die Experten von Aramea Asset Management wieder ein Wachstumswert mit weiterem Potenzial. (Stand vom 31.12.2022) (19.01.2023/fc/a/f)






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