Eurizon Fund - Bond Aggregate RMB: Der Höhepunkt der Inflation könnte das Ende der Dollar-Stärke bedeuten


01.09.22 15:07
Eurizon Asset Management

Luxembourg (www.fondscheck.de) - Die Kern- und Gesamtinflationsraten in den USA sind zwar immer noch hoch, aber es gibt konkrete Anzeichen dafür, dass sie ihren Höhepunkt erreicht haben könnten. Dies wäre natürlich eine bedeutende Entwicklung mit Auswirkungen auf die Märkte, da in diesem Fall auch die US-Zinsen und der Dollar wieder schwächer werden dürften, so Stephen Li Jen, CEO von Eurizon SLJ Capital Ltd und Manager des mehr als drei Milliarden Euro schweren Eurizon Fund - Bond Aggregate RMB bei Eurizon Asset Management.

Die Experten würden die Tatsache, dass immer wieder ängstliche Stimmen laut würden, mit ihren Beobachtungen beim Fliegen vergleichen: Sobald der Pilot den Sinkflug einleite, gebe es immer wieder Passagiere, die davon überzeugt seien, dass das Flugzeug zum Absturz verurteilt sei. In der Tat sei es in dieser Situation für den Piloten schwierig, die Passagiere davon zu überzeugen, dass sie eine sanfte Landung und keinen Absturz vor sich hätten. Die Angst in der Passagierkabine sei erst vorbei, wenn das Flugzeug auf dem Boden sei. Und hier würden die Experten eine Parallele zur Inflationsentwicklung sehen - erst wenn die Inflationsdynamik erkennbar nachlasse, auch wenn das Niveau hoch bleibe, würden die Ängste der Marktteilnehmer abnehmen.

Die Experten persönlich würden zu mehr Optimismus neigen. Sie würden glauben, dass die potenzielle Wachstumsrate der US-Wirtschaft aufgrund des Bevölkerungswachstums, der Kapitalstockakkumulation und des Produktivitätswachstums immer noch deutlich positiv sei. Wenn es keine Schocks oder politischen Eingriffe gebe, könne man im Allgemeinen davon ausgehen, dass der private Sektor floriere und Wohlstand schaffe. Das makroökonomische Umfeld sei insofern außergewöhnlich, als die meisten Probleme, mit denen die Welt konfrontiert sei, eher angebots- als nachfragebedingt seien, obwohl die Experten nicht glauben würden, dass dies von Dauer sein werde.

Sobald die Inflation in den USA ihren Höhepunkt erreicht habe, bestehe nach Meinung der Experten eine gute Chance, dass sich der Trend des Dollars umkehre. Der Dollar habe seine Aufgabe erfüllt: Er habe die Inflation aus den USA in den Rest der Welt exportiert. Andererseits dürfte die Talfahrt des Dollars nicht allzu stark ausfallen, da der Rest der Welt (insbesondere Europa) weiterhin in Schwierigkeiten stecke. Die Experten würden denken, der Dollar werde gegenüber dem Renminbi und auch gegenüber dem Yen abwerten. Dies seien die Währungen von Volkswirtschaften mit sehr niedriger Inflation, was mit einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit einhergehe. Und letztlich dürfte der Dollar auch gegenüber dem Euro wieder schwächer werden. (01.09.2022/fc/a/f)