ETF-Handel: Höhenflug animiert zu Käufen


07.02.24 13:30
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Immer neue Höchststände an den US-Börsen und auch in Deutschland - da wird auch bei ETFs gerne zugegriffen, so die Deutsche Börse AG.

Die Händler würden jedenfalls sehr gute Umsätze melden. "Bei uns waren die Volumina weit überdurchschnittlich", berichte etwa Frank Mohr von der Société Générale und spreche von einem klaren Käuferüberhang. Auch Jan Duisberg, der für die ICF Bank ETFs handele, sehe anhaltend hohe Umsätze und viele Käufe.

Mohr zufolge seien vor allem MSCI World-Tracker gefragt, US-Aktien würden unter dem Strich eher abgegeben. Bei der ICF würden ebenfalls MSCI World-ETFs gut ankommen, konkret etwa der Deka MSCI World. Beliebt sei aber auch der iShares Dow Jones Global Titans 50. Der bilde die 50 größten Dow Jones-Unternehmen ab, gemessen an Marktkapitalisierung, Umsatz und Nettogewinn. Schwerpunkte seien derzeit die Tech-Riesen Microsoft, NVIDIA, Amazon, Apple, Meta, Alphabet und Tesla, außerdem noch Eli Lilly und Broadcom.

Auffällig: Die höheren Umsätze in Schwellenländer-ETFs, mit Zu- und Abflüssen. "So mancher sieht in China jetzt wohl eine Bodenbildung", erkläre Duisberg mit Blick auf die neuen Tiefs an Chinas Aktienmärkten. Gekauft werde etwa der HSBC Hang Seng Tech. Auch der iShares MSCI EM ex-China sei gefragt. Der noch recht junge ETF schließe China explizit aus, der Kurs habe sich seit ETF-Auflegung im vergangenen November fast nur nach oben bewegt.

Mohr berichte ebenfalls von höheren Umsätzen mit Schwellenländer-ETFs, allerdings meist Abgaben. Betroffen sei etwa der iShares Core MSCI EM IMI. Leo Puschmann von Lang & Schwarz sehe bezüglich Chinas Aktiengeschäft in beide Richtungen. "Indien wird bei uns aber stark gekauft", erkläre er, beispielsweise mit dem iShares MSCI India. Der komme für die vergangenen drei Jahre auf ein Plus von 14,3 Prozent pro Jahr und habe sich damit viel besser entwickelt als der allgemeine Emerging Markets-Index.

Der Januar sei dem Emittenten SPDR zufolge ein weiterer guter Monat für den europäischen ETF-Markt gewesen. Insgesamt seien 22,4 Milliarden US-Dollar in ETFs geflossen, der Löwenanteil mit 14 Milliarden US-Dollar in Aktien-ETFs, wie Sophia Wurm melde. "Im Kontext neuer Allzeithochs waren besonders globale Aktien (7,4 Milliarden US-Dollar) und US-Aktien (4,5 Milliarden US-Dollar) gefragt", konkretisiere sie. Was Branchen angehe, sei neben der Tech- auch die Gesundheitsbranche gefragt gewesen. Zu leichteren Abflüssen sei es Wurm zufolge erneut bei Eurozonen- und außerdem bei CSI 300-ETFs gekommen. In Anleihe-ETFs seien 8,3 Milliarden US-Dollar geflossen, vor allem in Euro-Unternehmensanleihen mit guter Bonität und Staatsanleihen, ebenso in Geldmarktanlagen.

Technologie und speziell KI - das sei das, was bei Branchen-ETFs weiterhin am meisten interessiere. Duisberg zufolge sei etwa der L&G Artificial Intelligence beliebt, ebenso der WisdomTree Artificial Intelligence, aber auch ETFs mit einem Cloud-Schwerpunkt wie der WisdomTree Cloud Computing.

Mohr registriere rege Nachfrage nach S&P 500 Information Technology- und MSCI World Information Technology-ETFs, etwa von iShares oder Amundi. Immer gerne gesetzt werde zudem auf den Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data. Der sei auch bei Lang & Schwarz beliebt, ebenso der S&P 500 Information Technology-Tracker von iShares.

Daneben ziehe die Gesundheitsbranche. Zugegriffen werde laut Mohr etwa bei ETFs wie dem Lyxor Stoxx Europe 600 Healthcare.

Im Anleihebereich stünden laut Société Générale Geldmarktprodukte weiter in der Gunst ganz oben, etwa mit ETFs von Lyxor (ISIN FR0010510800 / WKN LYX0B6) und Xtracker (ISIN LU0290358497 / WKN DBX0AN). Gut an kämen aber auch europäische (ISIN LU1681046691 / WKN A2H58G) und US-amerikanische Staatsanleihen. "Gute Umsätze weisen auch die iBonds auf", ergänze Mohr.

Viel los sei unverändert im Handel mit Krypto-ETNs, wie die Händler von ICF und Lang & Schwarz feststellen würden. Am meisten um gehe laut Puschmann derzeit im ETC Group Physical Bitcoin - in beide Richtungen. In der Hoffnung auf Genehmigung des Bitcoin-Spot-ETFs in den USA sei der Bitcoin Anfang des Jahres auf über 46.000 US-Dollar gestiegen, aktuell koste die Kryptowährung 42.770 US-Dollar. (Ausgabe vom 06.02.2024) (07.02.2024/fc/a/e)





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