DWS Top Dividende LD-Fonds: 10/2022-Bericht, Engagement in Energie und Grundstoffen erhöht - Fondsanalyse


21.11.22 12:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Nach deutlichen Einbußen im Vormonat hätten die globalen Aktienmärkte im Oktober eine positive Gegenbewegung verzeichnet. Gleichzeitig sei das makroökonomische Bild schwierig geblieben. Die Zentralbanken würden weiterhin mit Zinserhöhungen gegen hohe Inflationsraten kämpfen, politische Ereignisse in China würden die Märkte verunsichern, im Vereinigten Königreich habe es einen weiteren Regierungswechsel (der dritte im Laufe des Jahres) gegeben und im Ukraine-Russland-Konflikt sei keine Entspannung in Sicht.

Die globalen Aktienmärkte hätten den Monat auf EUR-Basis mit einem Plus von +6,24% (MSCI World Index) beendet. Der EURO STOXX 50 und der deutsche DAX hätten mit +9,41% bzw. +9,12% besser abgeschnitten. Auch die USA hätten mit einem Plus des S&P500 von 7,04% eine leicht überdurchschnittliche Entwicklung verzeichnet. Das Vereinigte Königreich und Japan hätten etwas schlechter abgeschnitten, der FTSE 100 und der Nikkei 225 hätten um 5,08% bzw. 2,55% zugelegt. Das Schlusslicht hätten erneut die Schwellenländer gebildet, die -4,04% nachgegeben hätten. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats negative Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt (Angaben zur Wertentwicklung jeweils in EUR).

Auf Sektorebene habe Energie mit +18,87% die beste Wertentwicklung aufgewiesen. Der Industriesektor habe mit +9,31% ebenfalls überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Kommunikationsdienste hätten mit lediglich +0,18% die auf relativer Basis schlechteste Wertentwicklung im Monatsverlauf gezeigt, dicht gefolgt von Immobilien mit +0,22%. Der US-Dollar habe im Oktober -0,53% verloren (gemessen am US Dollar Index). Der Euro habe gegenüber dem Britischen Pfund um -1,76% nachgegeben, gegenüber dem US-Dollar und dem Japanischen Yen hingegen einen Anstieg von +0,82% bzw. +3,59% verzeichnet. Der Ölpreis (WTI) sei im Oktober mit +7,79% in EUR im Plus gewesen. DWS Top Dividende sei im Oktober um +4,73% gestiegen.

Die Experten hätten im Oktober ihr Engagement in Energie und Grundstoffen erhöht. Im Verlauf des letzten Monats habe sich der Investitionsgrad der Experten nicht wesentlich verändert. Ihre aktuelle Kasseposition (Bargeld und Bargeldäquivalente) stehe bei insgesamt etwa 10%.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Übergewicht in Energie und dem Untergewicht in zyklischem Konsum gestammt. Zusätzlich habe die Einzeltitelauswahl in Kommunikationsdienstleistungen einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl in Grundstoffen und das Übergewicht in Versorgern hätten im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der breite Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene seien die größten positiven Beiträge von Schlumberger, Chevron und Merck & Co. gekommen. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, BHP Group und Koninklijke Philips hätten hingegen die Wertentwicklung belastet.

Die COVID-19-Pandemiesorgen seien weitgehend in den Hintergrund getreten, mit Ausnahme von China, das weiterhin eine "Null-Covid"-Lockdown-Politik verfolge. Mit dem Abklingen der Sorgen über die Pandemie habe sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf globale Lieferkettenprobleme und Preisauftrieb in verschiedenen Branchen verlagert. Weitere Sorgen würden die durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine entstandenen geopolitischen Spannungen bereiten. Die Sanktionen des Westens gegen Russland, mögliche Gegensanktionen und das Risiko von Störungen würden die ohnehin schon strapazierte Lieferkettensituation zusätzlich belasten und erheblichen Aufwärtsdruck auf Rohstoffpreise ausüben. Höhere Rohstoffpreise wiederum würden den Aufwärtsdruck bei bereits hohen Inflationsraten verstärken, sodass die Konjunkturrisiken steigen würden.

Die Zentralbanken weltweit müssten nun den Balanceakt zwischen der Bekämpfung der hohen Inflation und der Vermeidung negativer Auswirkungen höherer Zinsen auf die Wirtschaft bewältigen - und all das vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen dem Westen und Russland. In diesem volatilen und unsicheren Marktumfeld würden die Experten einmal mehr ganz bewusst auf strenge Auswahl setzen und sich dabei auf solide Bilanzen, hohe freie Cashflows und nachhaltige Dividenden konzentrieren.

Außerdem seien die Zinsen trotz des jüngsten Anstiegs der langfristigen Renditen nach wie vor historisch niedrig, sodass Aktien aufgrund des Mangels an Alternativen nach Erachten der Experten langfristig attraktiv bleiben würden. Dies sollte die Aktienmärkte zumindest strategisch stützen. Zudem seien die Experten nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung von Dividendenzahlungen als Komponente des Gesamtertrags bei anhaltenden Niedrigzinsen weiter steige. Die Experten würden erwarten, dass der Renditebeitrag der Dividenden über dem historischen Durchschnitt liegen werde, da bei vielen Aktien die Dividendenerträge bereits weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen. (Stand vom 31.10.2022) (21.11.2022/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
137,38 € 136,982 € 0,398 € +0,29% 29.11./15:25
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009848119 984811 142,07 € 124,33 €