DWS Smart Industrial Technologies LD-Fonds: Unruhige Märkte erwartet - Europa nach wie vor aussichtsreich - Fondsanalyse


23.01.23 10:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die gute Nachricht zuerst: Aktien haben unserer Einschätzung nach langfristig gesehen nichts von ihrer Attraktivität verloren, so Marcus Poppe von DWS, Fondsmanager des DWS Smart Industrial Technologies.

Sie könnten für Anleger die Auswirkungen einer hohen Inflation lindern. Sie seien - anders als andere Anlagen - auch in Krisenzeiten recht liquide und Anleger könnten mit der Auswahl der richtigen Titel an Innovationsgewinnen teilhaben.

Kurzfristig gesehen seien die Aussichten nicht ganz so rosig. "Der Markt versucht anscheinend eine Erholung vorwegzunehmen, bevor der Abschwung da ist. Die Bremsspuren sollten verstärkt in den nächsten sechs bis zwölf Monaten sichtbar werden", warne Marcus Poppe, Portfolio Manager globale Aktien.

Die Bewertung von US-Aktien sei nach wie vor noch zu hoch. Die Zeiten eines ständig zweistelligen Gewinnwachstums bei US-Titeln sei erst einmal vorbei. Bei Herstellern von Mobiltelefonen und Halbleitern dürften die Gewinne im Jahr 2023 sogar fallen.

Besser sehe es derzeit in Europa aus. "Wir bleiben deshalb weiterhin bei einer Übergewichtung europäischer Aktien. Zudem bleiben wir bei unserer positiven Einschätzung des Gesundheitsbereichs", so Poppe. Zu früh sei es, schon jetzt auf einen Aufschwung von zyklischen Aktien zu setzen, die traditionell von einem Wirtschaftsaufschwung profitierten. Eine Ausnahme stellten Chemiewerte da. "Die mussten bereits einen deutlichen Rückgang der Gewinne verkraften und sind schon recht günstig bewertet. Sollten die Energie- und Strompreise weiter fallen, dann dürften besonders Chemieunternehmen profitieren", erwarte Poppe.

Die Einschätzung der DWS zu den Aussichten der wichtigsten Märkte:

Aktien USA

- In den USA laufe die Jobmaschine weiter auf Hochtouren, wie die jüngsten Arbeitsmarktzahlen zeigen würden. Das mindere die Aussichten, dass schon bald ein Wendepunkt bei den Zinsen erreicht sein könnte.

- Das nachlassende Wirtschaftswachstum und die Aussicht auf eher enttäuschende Gewinne der Unternehmen dürfte US-Aktien im Jahresverlauf unter Druck setzen. Wir erwarten, dass der S&P 500 den größten Teil des Jahres unter unserer Zielmarke von 4.100 Punkten handeln wird, so Marcus Poppe von DWS.

Aktien Deutschland

- Der deutsche Leitindex DAX habe sich in den letzten drei Monaten deutlich besser geschlagen als beispielsweise der S&P 500.

- Diese positive Dynamik dürfte sich so nicht fortsetzen. Dazu seien die Unsicherheiten zu hoch, das erwartete Wachstum im Jahr 2023 zu niedrig.

- Auf Indexebene dürfte das Kurspotenzial bis zum Jahresende begrenzt sein, allerdings dürfte es Chancen für Stock Picker geben.

Aktien Europa

- Die Aussichten für europäische Aktien würden nach Einschätzung der Experten von DWS gut bleiben. Der nach wie vor hohe Abschlag gegenüber US-Titeln sowie vergleichsweise robuste Unternehmensgewinne - 50 Prozent des europäischen Marktes bestehen aus defensiven Aktien - sprächen für die Anlageregion.

- Aussichtsreich erscheinen insbesondere europäische Nebenwerte, die zuletzt schlechter abgeschnitten haben als die großen Standardwerte, so die Experten von DWS. Für sie spreche ein höheres erwartetes Gewinnwachstum und ein Bewertungsabschlag gegenüber Standardwerten, der deutlich über dem historischen Durchschnitt liege.

Aktien Schwellenländer

- Aktien aus Schwellenländern hätten in den letzten drei Monaten deutlich zugelegt.

- Sehr wichtig für die Anlageregion werde die weitere Entwicklung in China sein.

- Positive Impulse für die Wirtschaft - trotz des katastrophalen Anstiegs der Infektionen - würden Marktteilnehmer von der drastischen Lockerung der chinesischen Covid-Politik erwarten. Ebenfalls positiv sollte sich die Unterstützung für den gebeutelten Wohnungsmarkt auswirken. (Ausgabe vom 16.01.2023) (23.01.2023/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
166,49 € 167,524 € -1,034 € -0,62% 03.02./20:04
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005152482 515248 169,16 € 141,12 €