DNCA Invest Value Europe Fonds: 12/2022-Bericht, Wertminderung von 0,41% - Fondsanalyse


23.01.23 11:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Value Europe ist bestrebt, den folgenden Index zu übertreffen: STOXX Europe 600 Net Return über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Das Jahr 2022 habe für die meisten globalen Aktienindizes in einem Umfeld von Risikoaversion und sehr hoher Volatilität mit einem starken Rückgang geendet (MSCI World -20%, S&P 500 -19%, STOXX 600 -13%). Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Verschlechterung des geopolitischen Umfelds hätten erhebliche wirtschaftliche Folgen gehabt (Energieunsicherheit, Anstieg der Rohstoffpreise) und zu einem Inflationsschock geführt, der sich bereits seit Mitte 2021 abgezeichnet habe, sowie zu einer starken Straffung der Geldpolitik weltweit, angeführt von der FED und der EZB und in jüngster Zeit überraschend auch von der Bank of Japan. Im Jahresverlauf seien die langfristigen Staatsanleihen der USA und Deutschlands um +334 Bp (auf 3,83%) bzw. +301 Bp (auf 2,56%) gestiegen, was zu einem Einbruch der Anleihenmärkte geführt habe.

Der Dezember habe dem in nichts nachgestanden. Die europäischen Indices seien um ca. 3% gefallen, da sie durch die Angst vor einer Rezession im Jahr 2023, Zweifel an der Spitzeninflation, die Entschlossenheit der FED/EZB, ihre Zinserhöhungen fortzusetzen, und schließlich die gesundheitliche Verschlechterung Chinas seit der Ankündigung, seine Null-Covid-Politik aufzugeben und seine Wirtschaft wieder zu öffnen, belastet worden seien. In diesem von weiter steigenden Zinsen geprägten Umfeld hätten Banken und Versicherungen die beste sektorale Performance erzielt. Im Gegensatz dazu hätten sich die Sektoren Technologie und Reisen deutlich unterdurchschnittlich entwickelt.

Der Fonds habe eine gute Monatsperformance mit einem leichten Wachstum von -0,41% erzielt gegenüber -3,38% seines Referenzindex STOXX 600 Net Return. Im Jahr 2022 habe der Fonds eine Wertentwicklung von -1,73% erzielt und seinen Index um 891 Bp übertroffen.

Die größten Beitragszahler im Dezember seien gewesen FLSmidth (+47 Bp), unterstützt von neuem Optimismus hinsichtlich der erfolgreichen Integration von TK Mining; ALD (+35 Bp), getragen vom Start der erwarteten Kapitalerhöhung um 1,2 Mrd. Euro zur Finanzierung der Übernahme von LeasePlan; und die Bank of Ireland (+32 Bp), die wie ihr Konkurrent AIB von einem stärker konsolidierten irischen Markt, dem Umfeld steigender Zinsen, einer soliden operativen Dynamik und dem Wertschöpfungspotenzial aus den transformativen Übernahmen von Davy und dem irischen Kundenportfolio der KBC profitiere.

Zu den negativen Beiträgen hätten gezählt Synlab (-29 Bp), das durch die Zustimmung der französischen Regierung zur Kürzung des Sozialversicherungsbudgets für medizinische Labors um 250 Mio. Euro für 2023 und die anhaltenden Sorgen über die Auswirkungen der Lohnkosteninflation auf die Margen belastet worden sei; Daimler Truck (-22 Bp), das unter der Zyklizität seines Geschäfts leide; und Shell (-18 Bp), das nach einer außergewöhnlichen Börsenperformance im Gesamtjahr Gewinnmitnahmen habe hinnehmen müssen.

Was die Bewegungen innerhalb des Portfolios angehe, so hätten die Experten von DNCA Investments mit ALD Automotive, einer auf Fahrzeugleasing spezialisierten Tochtergesellschaft der Société Générale, einen neuen Wert in das Portfolio aufgenommen, indem sie sich an der Kapitalerhöhung im Rahmen der Übernahme von LeasePlan beteiligt hätten. Die Experten von DNCA Investments seien der Ansicht, dass die Größe der neuen Gruppe einen klaren Vorteil bieten werde und dass die Synergien realistisch seien. Die schlechte Performance von ALD in den letzten Monaten biete darüber hinaus einen sehr attraktiven Einstiegspunkt (PE 2023 unter 6x). Das Geschäft von ALD sollte kurzfristig auch von einem zukunftsträchtigen Umfeld (wenige produzierte Autos zwischen 2020 und 2022) auf dem Markt für Gebrauchtwagen profitieren. Schließlich bringe die Kapitalerhöhung mehr Liquidität in eine Aktie, der es bisher sehr an Liquidität gemangelt habe. (Stand vom 04.01.2023) (23.01.2023/fc/a/f)






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