DNCA Invest Value Europe Fonds: 08/2022-Bericht, Wertrückgang von 3,76% - Fondsanalyse


22.09.22 09:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Value Europe ist bestrebt, den folgenden Index zu übertreffen: STOXX Europe 600 Net Return über den empfohlenen Anlagezeitraum, so die Experten von DNCA Investments.

Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Nach der starken Erholung im Juli infolge der guten Gewinnberichte für das zweite Quartal seien die Aktienmärkte (-5,05% für den STOXX Europe 600) durch die immer konkreter werdenden Befürchtungen einer Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität belastet worden. Denn während sich die EU inmitten eines beispiellosen Energiesturms befinde und die Wachstumsprobleme in China anhalten würden, hätten die Zentralbanken im August daran erinnert, dass die Bekämpfung der Inflation durch eine weitere Straffung der Geldpolitik Priorität habe, auch wenn die Wirtschaftsakteure die schmerzhaften Folgen zu spüren bekämen.

Die langfristigen Zinsen hätten darauf reagiert: Die 10-jährige US-Leitzinsrate habe den Monat mit einem Anstieg um 54 Bp (+15 Bp in den letzten fünf Sitzungen) und die 10-jährige deutsche Leitzinsrate mit einem Anstieg um 72 Bp beendet. Die geopolitischen Nachrichten seien nicht besser gewesen, da der Krieg in der Ukraine ins Stocken geraten sei und die Spannungen zwischen China und Taiwan wieder aufgeflammt seien.

In diesem von Inflations- und Zinsängsten geprägten Umfeld hätten sich der Einzelhandel (-12,9%), der Immobiliensektor (-11,5%) und die Medien (-8,7%) unterdurchschnittlich entwickelt. Im Gegensatz dazu habe sich der Energiesektor (+1,9%) trotz der Angst vor einer Verlangsamung der Aktivität weiterhin deutlich überdurchschnittlich entwickelt. Der Sektor Reise und Freizeit (+0%) habe von guten Statistiken (Hotelbelegung und Flugverkehr) für die Sommersaison profitiert.

Im Monatsverlauf habe der Fonds seinen Referenzindex, den STOXX Europe 600, um 129 übertroffen (-3,76% vs. -5,05%). Seit Jahresbeginn weise der Fonds somit eine Performance von -8,62% gegenüber -13,02% für den STOXX Europe 600 auf. Die größten Beiträge zur Monatsperformance hätten Bank of Ireland (+10,4%), Lancashire (+8,5%) und ISS (+3%) geliefert. Die Bank of Ireland habe sehr positiv auf die Ankündigung reagiert, dass Myles O'Grady wahrscheinlich zum CEO ernannt werde, während Lancashire von einer starken Erholung der Preise im Rückversicherungsgeschäft profitiert habe.

Im Gegensatz dazu seien Synlab (-21%), Sanofi (-15,5%) und Saint Gobain (-11%) die größten Verlierer gewesen. Synlab habe gelitten unter: 1) nach unten korrigierten Ergebnissen, die Befürchtungen über den Wachstumspfad seiner Margen angesichts seiner schwachen Preismacht in einem inflationäreren Umfeld widergespiegelt hätten; 2) einer Verlangsamung seines Covid-19-Geschäfts; 3) Bedenken hinsichtlich der Fortsetzung seiner Strategie des externen Wachstums in einem Umfeld steigender Zinsen.

Sanofi habe sich zunehmenden Bedenken hinsichtlich einer Klage in den USA gegen Zantac (das vom Markt genommen worden sei und angeblich einen krebserregenden Wirkstoff enthalte) ausgesetzt gesehen und angekündigt, die klinische Entwicklung von Amcenestrant, einem Wirkstoff zur Bekämpfung bestimmter fortgeschrittener Brustkrebsarten, einzustellen.

Zu den wichtigsten Bewegungen, die im vergangenen Monat eingeleitet worden seien, würden gehören:

Die Experten von DNCA Investments hätten ihr Engagement in Eutelsat nach der Ankündigung der Fusion mit Oneweb liquidiert. Obwohl das Wachstumspotenzial von Oneweb mittelfristig attraktiv ist, scheinen die Bedingungen der Fusion die Aktionäre von Oneweb auf Kosten der Aktionäre von Eutelsat zu begünstigen, so die Experten von DNCA Investments. Darüber hinaus ändere diese Ankündigung den Investitionsfall erheblich: Anstelle von erheblichen Rückflüssen an die Aktionäre (ca. 10% Dividendenrendite) hätten die Experten eine Streichung der Dividende, um einen beträchtlichen Investitionsplan für Satelliten in erdnahen Umlaufbahnen zu finanzieren. Der Einsatz von Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn ist vielversprechend, aber das Chancen-Risiko-Verhältnis erschien uns angesichts der wenigen Informationen, die das Unternehmen bekannt gab, nicht attraktiv genug, um die Position zu halten, so die Experten von DNCA Investments.

Im Gegensatz dazu hätten die Experten nach einem Rückgang von fast 30% seit Jahresbeginn von der Veröffentlichung solider Halbjahresergebnisse und attraktiver Bewertungsniveaus (6x EV/EBITDA und 12x KGV 2023) profitiert, um Veolia neu zu gewichten. Zur Erinnerung: Die Experten hätten ihr Engagement in der Aktie im ersten Quartal um zwei Drittel reduziert, da sie der Ansicht gewesen seien, dass sich der Markt nach der außergewöhnlichen Performance der Aktie im Jahr 2021 (+72% TSR) wahrscheinlich auf die Umsetzung der Fusion mit Suez konzentrieren würde (Abschluss der kartellrechtlichen Veräußerungen und Beginn der Umsetzung von Synergien).

Trotz der Exposition gegenüber dem makroökonomischen Zyklus durch seine Sparte Sauberkeit profitiere Veolia aufgrund der Art seiner Verträge, die im Allgemeinen an die Inflation gekoppelt seien, vom aktuellen wirtschaftlichen Umfeld. Darüber hinaus seien alle kartellrechtlichen Veräußerungen zu hohen Bewertungsmultiplikatoren durchgeführt worden und die Integration von SUEZ sei gut angelaufen. Die Experten von DNCA Investments würden das aktuelle Kursniveau für angemessen halten, um sich in diesem qualitativ hochwertigen strukturellen Wachstumsaktienpaket erneut zu verstärken. (Stand vom 07.09.2022) (22.09.2022/fc/a/f)





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