DNCA Invest SRI Europe Growth Fonds: 12/2022-Bericht, Wertverlust von 3,20% - Fondsanalyse


18.01.23 12:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Das Ziel des DNCA Invest SRI Europe Growth ist es, über den empfohlenen Anlagezeitraum eine bessere Wertentwicklung zu erzielen als die gesamteuropäischen Aktienmärkte, so die Experten von DNCA Investments.

Der Referenzindikator STOXX EUROPE 600 Net Return EUR, unter Wiederanlage der Dividenden berechnet, werde zum Zweck des nachträglichen Vergleichs herangezogen. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Das Jahr 2022 sei von Anfang bis Ende sehr enttäuschend gewesen. Die deutliche Unterperformance des Fonds lasse sich aus zwei Blickwinkeln analysieren. Die erste Erklärung sei eine starke Kompression der Bewertungsmultiplikatoren, die auf einen historischen Anstieg der Zinssätze in den westlichen Ländern, aber auch auf einen wahrscheinlichen Anstieg der Risikoprämie zurückzuführen sei. Zweitens seien die Prognosen für die Gewinne je Aktie für 2022 (insbesondere bei den Covid-Gewinnern) und 2023 nach unten korrigiert worden, da die Kosten stark gestiegen seien und die Nachfrage zeitweise unter Druck gestanden habe (z.B. Lagerabbau bei Thule, Sartorius oder MIPS). Leider sollte man sich nicht in Illusionen wiegen, das erste Halbjahr 2023 dürfte sich in dieser Logik bewegen, da die Prognosen weiterhin nach unten korrigiert würden und die Vergleichsgrundlagen im ersten Halbjahr sehr anspruchsvoll bleiben würden.

Es gebe jedoch Anzeichen für einen Aufwärtstrend. So hätten viele Rohstoffe endlich einen Abwärtstrend eingeschlagen, insbesondere Energie, da Erdöl, Erdgas und Strom fast wieder auf das Niveau vor Beginn der Ukraine-Krise zurückgekehrt seien. Ebenso werde der starke Mangel an elektronischen Bauteilen behoben und die Seefrachtraten lägen nun unter dem Pre-Covid-Niveau. Somit sei eine Form der Normalisierung der Bruttomargen in den nächsten sechs bis neun Monaten durchaus denkbar, vorausgesetzt natürlich, dass keine neuen "schwarzen Schwäne" auftauchen würden. Dies werde zweifellos ein unterstützender Faktor für den Luxussektor und bestimmte Industriezweige (z.B. Schneider Electric) sein.

Auf mikroökonomischer Ebene werden unsere historischen Überzeugungen in der Pharmaindustrie bestätigt, da die Sichtbarkeit ihres Wachstums und die defensive Natur ihrer Tätigkeit im aktuellen Umfeld wertvolle Trümpfe sind, so die Experten von DNCA Investments. Hervorzuheben sei auch, dass die Engpässe bei dem Medikament Wegovy von Novo Nordisk im Bereich der schweren Fettleibigkeit (endlich!) beseitigt worden seien.

ASML biete aufgrund seines Auftragsbestands ebenfalls eine ausgezeichnete Visibilität. Die Experten von DNCA Investments würden auch die hohen Cashflows schätzen, die das Unternehmen generiere. Die EBITDA-Margen lägen bei über 35%, die Steuerquote bei 15% und die Investitionen (Capex) würden sich trotz des starken Wachstums auf nur 5% des Umsatzes belaufen.

Die zyklischen Sektoren (Semi, Bau, Logistik) hätten 2022 aufgrund eines eindeutig wenig einladenden Ausblicks für 2023 enorm gelitten, aber die Bewertungsniveaus seien jetzt erschwinglich (z.B. DSV oder Kingspan).

Schließlich habe bioMérieux seine Finanzziele für 2022 erhöht, sowohl für den Umsatz (von -3% auf 0%) als auch für das Betriebsergebnis (von 625 Mio. Euro auf mehr als 660 Mio. Euro). Der Grund für diese Revision sei eine (aus kommerzieller Sicht) "bessere" Grippesaison als erwartet in Europa und den USA gewesen. In dieser Hinsicht sei der Syndromansatz ihrer Tochtergesellschaft Biofire besonders geeignet, da die Patienten mit einer Vielzahl von Atemwegserkrankungen infiziert sein könnten (Covid, Grippe, andere Atemwegsviren, Bakterien usw.) und nur ihre Lösung (Filmarray) ermögliche eine zuverlässige und ultraschnelle (kürzer als 1 Stunde) Diagnose mit einer einzigen Probe. Sehr ungewöhnlicherweise habe die Gruppe die Gelegenheit genutzt, um ihre Ziele für 2023 bekannt zu geben, was die Experten von DNCA Investments als ein Signal des Vertrauens interpretieren würden. (Stand vom 09.01.2023) (18.01.2023/fc/a/f)






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