DNCA Invest Flex Inflation Fonds: 10/2022-Bericht, im Monatsvergleich kaum verändert - Fondsanalyse


21.11.22 10:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Flex Inflation ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mehr als drei Jahren nach Abzug von Gebühren eine höhere Wertentwicklung als der Bloomberg Barclays World Govt Inflation Linked Bonds Hedged EUR (Bloomberg-Ticker: BCIW1E Index) zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Im Oktober hätten die meisten der veröffentlichten Statistiken weiterhin auf einen weiteren Rückgang der Wirtschaftstätigkeit hingedeutet. Im Allgemeinen hätten die Frühindikatoren und Vertrauensindices das wirtschaftliche Umfeld negativer eingeschätzt, als es tatsächlich der Fall gewesen sei. Nach Ansicht der Experten von DNCA Investments hätten sich die meisten Wirtschaftsakteure auf eine schwierigere Zukunft vorbereitet.

Auf der Inflationsseite sei es immer das Gleiche: Die Preise würden stärker steigen als von den Strategen erwartet. In Europa seien es die Energie- und Lebensmittelpreise, die weiterhin für den Anstieg der Indices verantwortlich seien. In den USA hätten die Preise für Dienstleistungen und Wohnimmobilien die Führung übernommen. Schließlich übe der Anstieg des Dollars an den Devisenmärkten einen Druck auf die importierte Inflation in vielen Ländern aus.

Im Bereich der Geldpolitik hätten die Zentralbanken Australiens und Kanadas mit Zinserhöhungen überrascht, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Die EZB habe die Zinsen wie erwartet um 75 Basispunkte erhöht, doch die Rede der EZB-Präsidentin habe auch die Hoffnung auf kleinere Schritte in der Zukunft aufkommen lassen. In den USA seien die Reden der FED-Mitglieder nuancierter gewesen und hätten auf die berühmte "Pivot Rate" hingedeutet, die den Finanzmärkten eine enorme Erleichterung bringen würde.

Was die öffentlichen Finanzen betreffe, so würden die Haushalte in Europa zwar immer noch zur Senkung der Energiekosten herangezogen, doch die Reaktion auf das englische Regierungsprogramm von Liz Truss, das letztlich zu ihrem Sturz geführt habe, habe die Grenzen der Akzeptanz eines nicht finanzierten Konjunkturprogramms durch die Anleger aufgezeigt.

Auf den Finanzmärkten bleibe die Volatilität nicht nur bei riskanten Anlagen, sondern auch auf den Anleihenmärkten für Staatsschulden bestehen. Die Volatilität erkläre sich vor allem durch die Widerstandsfähigkeit der Inflation, die zu einem Orientierungsverlust der Anleger und einem Rückgang der Marktliquidität führe. Die Experten von DNCA Investments seien der Ansicht, dass das Niveau der Leitzinserwartungen nunmehr den Vorstellungen der Zentralbanken entspreche. Sie dürften die Anleger nicht mehr überraschen und die Volatilität der kurzfristigen Zinsen stützen.

Bei der Verwaltung würden die Experten von DNCA Investments weiterhin Realzinsen gegenüber Inflations-Tiefststandspositionen bevorzugen. Der starke Anstieg der Inflationsindices sei eine Unterstützung für indexierte Titel, die somit von hohen Carry-Renditen profitieren würden. Darüber hinaus würden die Experten von DNCA Investments das Niveau der Realzinsen, die meist zwischen 1,5% und 2% bei 10-jährigen Laufzeiten (außerhalb der Eurozone) lägen, für attraktiv halten. Die Inflations-Totpunktstrategie konzentriere sich hauptsächlich auf die Eurozone, wo die Risiken aufgrund des Anstiegs der Energiepreise und des Rückgangs des Euro am Devisenmarkt nach Ansicht der Experten am größten seien. (Stand vom 08.11.2022) (21.11.2022/fc/a/f)