DNCA Invest Flex Inflation Fonds: 08/2022-Bericht, Wertzuwachs von 1,18% - Fondsanalyse


19.09.22 10:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Flex Inflation ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mehr als drei Jahren nach Abzug von Gebühren eine höhere Wertentwicklung als der Bloomberg Barclays World Govt Inflation Linked Bonds Hedged EUR (Bloomberg-Ticker: BCIW1E Index) zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Nach der allgemeinen Entspannung, die im Juli und Anfang August an den Märkten zu beobachten gewesen sei, sei es am Monatsende zu einer deutlichen Anspannung der Anleiherenditen und zu Kursrückgängen bei riskanten Anlagen gekommen. Diese Bewegungen seien auf mehrere Gründe zurückzuführen gewesen: Die guten US-Indikatoren, die das Risiko einer nahenden Rezession abgewendet hätten, die Leitzinserhöhungen, die insgesamt über den Erwartungen gelegen hätten, und die starken Preis- und Versorgungsspannungen bei Gas und anderen alternativen Energiequellen zum Öl, die vor allem Europa betroffen hätten.

Was das Wachstum angehe, so gebe es zwar keinen Zweifel daran, dass sich die Weltwirtschaft verlangsame, aber die Frühindikatoren würden in der Grauzone bleiben, die es nicht erlaube, über die Wahrscheinlichkeit einer Rezession zu entscheiden. Die Bewertung der Finanzmärkte zeigt, dass diese These noch in der Minderheit ist, obwohl einige Signale darauf hindeuten und geopolitische Risiken uns jederzeit schnell in eine Rezession führen können, so die Experten von DNCA Investments.

Die Äußerungen der Notenbanker in den letzten Wochen seien unisono: Die Zentralbanken würden sich auf die Notwendigkeit konzentrieren, die Inflation zu bekämpfen. Es müsse schnell gehandelt werden, und um diesen Kampf zu gewinnen, müssten die Leitzinsen wahrscheinlich in den restriktiven Bereich gebracht werden, um die noch zu starke Nachfrage an das Angebot anzupassen. In Europa, wo das Wachstum am fragilsten erscheint, scheinen sich die BOE und nun auch die EZB dieser Ausrichtung anzuschließen, so die Experten von DNCA Investments.

Während in den USA der jährliche Inflationshöhepunkt überschritten worden sei, habe sich der Preisanstieg in der Eurozone fortgesetzt. Die Spannungen bei den Gas- und Strompreisen sowie die von den Staaten ergriffenen oder geplanten flankierenden Maßnahmen würden für eine hohe Volatilität bei den Inflationserwartungen sorgen.

Die haushaltspolitische Unterstützung der Staaten, um dem Preisanstieg und den Risiken für die Konjunktur entgegenzuwirken, sei nach wie vor bedeutend. In den USA habe die US-Regierung beschlossen, Studenten Schulden in Höhe von 365 Mrd. US-Dollar zu erlassen. Die europäischen Staaten würden sich weiterhin für die schwächsten Haushalte einsetzen, indem sie gezielte Maßnahmen zur Stärkung ihrer Kaufkraft fortsetzen würden. In China sei im Juli ebenfalls ein neues Konjunkturprogramm angekündigt worden.

Bei der Verwaltung sei das Engagement angepasst worden, um von der Volatilität der Märkte zu profitieren. Das Risikogleichgewicht zwischen dem Realzins- und dem Break-even-Inflations-Exposure sei beibehalten worden. Zum jetzigen Zeitpunkt würden die Experten von DNCA Investments das Aufwärtspotenzial bei den Break-even-Inflationsraten in Europa für höher als in den USA halten, wo die monatlichen Inflationszahlen bis zum Jahresende eher niedrig ausfallen dürften. (Stand vom 07.09.2022) (19.09.2022/fc/a/f)