DNCA Invest Eurose Fonds: 06/2022-Bericht, Wertrückgang von 5,16% - Fondsanalyse


02.08.22 09:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Eurose ist bestrebt, den zusammengesetzten Index aus 20% EURO STOXX 50 + 80% FTSE MTS Global, berechnet mit reinvestierten Dividenden, über die empfohlene Anlagedauer zu übertreffen, so die Experten von DNCA Investments.

Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe und ökologische, soziale/gesellschaftliche und die Unternehmensführung betreffende Kriterien (ESG-Kriterien) einbeziehe. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Der Juni habe den letzten Rest Optimismus, der den Anlegern noch geblieben sei, zerstört. Ohne den Energiesektor hätten die Renditen aller Vermögenswerte im roten Bereich gelegen und die Erwartungen an eine bevorstehende Rezession seien immer stärker geworden. Die Performance des vergangenen Halbjahres in der Eurozone zeuge von dieser mehr als vorsichtigen Einschätzung der Zukunft, sowohl was das Inflationsregime als auch die Wirtschaft betreffe: Staatsanleihen -12,3%, Investment-Grade-Kredite -11,9%, Hochzinskredite -14,4%, Aktien (EURO STOXX 50) -17,5%. In dieser Phase maximaler Unsicherheiten bleibe die Volatilität in allen Anlageklassen sehr hoch. Trotz der Befürchtungen über die Wirtschaft würden sich die Zentralbanken heute unnachgiebig zeigen, was ihren Kampf gegen die Inflation angehe.

DNCA Invest Eurose habe im Juni einen Rückgang von -5,16% verzeichnet. Die Performance seit Jahresbeginn liege bei - 5,63%.

Im Laufe des Monats habe der Fonds eine neue Position mit der Aufnahme des französischen Unternehmens Albioma, das Energie durch Biomasse, Photovoltaik und Geothermie erzeuge, in sein Portfolio initiiert. KKR schlage vor, diesen Spezialisten für erneuerbare Energien für 50 EUR pro Aktie zu erwerben. Der Fonds erhöhe außerdem sein Engagement in den Titeln BNP Paribas, Eni und Saint-Gobain. Im Gegensatz dazu würden die Positionen Orange, Société Générale und Thales reduziert. Die Aktien der niederländischen Accell und von Lagardère würden in die von KKR und Vivendi geleiteten Angebote zu Preisen von 58 EUR bzw. 25 EUR eingebracht. Ende Juni habe das Aktienexposure des Fonds bei 28,5% (nach Abzug von Absicherungen) gelegen, wobei die Sektoren Banken, Bauwesen und Baustoffe, Industriegüter und -dienstleistungen sowie Öl und Gas stark vertreten gewesen seien.

Die wichtigsten Überzeugungen des Portfolios seien: TotalEnergies (3,8%), Orange (2,6%), Sanofi (2,2%), Thales (2,1%) und Bouygues (1,9%). Ein Teil des Aktienportfolios werde durch den Verkauf von Futures-Kontrakten (EURO STOXX 50 und CAC 40) abgesichert; dieser Anteil sei stabil (6,0%) geblieben. Es gebe drei Carry-Positionen (Albioma, Atlantia und Boskalis), die 0,6% des Fonds ausmachen würden. Die finanziellen Merkmale des Portfolios würden eine weiterhin angemessene Bewertung mit einem KGV für das Jahr 2022 von 9,4x (EURO STOXX 50 11,9x) bei einem erwarteten Gewinnwachstum von +8,8% zeigen. Die Dividendenrendite für 2022 werde auf 5,2% geschätzt (EURO STOXX 50 2,9%).

Auf der Anleihenseite hätten Airbus und Quadient das Portfolio aufgrund eines Calls bzw. eines Angebots ("Tender") der Emittenten verlassen. Verkauft worden seien auch die Deutsche Bank (Short-Anleihe mit negativer Rendite) und der Rest des Engagements in Orpea. Auf der anderen Seite seien die belgische Bank KBC und Huhtamaki, ein finnischer Spezialist für nachhaltige Lebensmittelverpackungen, aufgenommen worden. Diese Anleihen mit einer Laufzeit von drei bzw. fünf Jahren würden auf dem Primärmarkt gekauft, ebenso wie Volkswagen 2,8 Jahre und Unicaja 3 Jahre (senior preferred, green). Die Emissionsprämien seien attraktiv in einer Zeit, in der die Emittenten die Anleger davon überzeugen müssten, ihre Anleihen zu zeichnen.

Ebenfalls ins Portfolio aufgenommen würden Eni auf eine Hybridanleihe (Call 2025) mit 5,1% Rendite und die Deutsche Pfandbriefbank auf die Tier-2-Anleihe mit 6%, die die Bank aufgrund der Marktbedingungen nicht vorzeitig zurückgezahlt habe. Mehrere Linien würden aufgestockt, insbesondere in der zweiten Monatshälfte: EDP Hybrid Call 2024 (5,1% Rendite), FCC Medio Ambiante 2026 (3,1%), Grifols 2027 (5,4%), Grünenthal 2028 (6,7%), Inwit 2026 (3,7%), Lincoln Financing 2024 (5,2%) und SIG 2025 (2,5%). Der Anteil an Investment Grade werde weiter auf 54% erhöht.

Die nichtfinanziellen Merkmale des Portfolios würden eine Verantwortungsleistung von 5,22 und ein Engagement im Bereich nachhaltiger Übergang von 65,37% zeigen.

Die Richtungsänderungen der Märkte von einem Tag auf den anderen aufgrund von Inflationszahlen, makroökonomischen Indikatoren und abrupten Zinsbewegungen würden nicht für eine Änderung der Positionierung des Fonds sprechen. Der Fokus liege auf der Bewertung und es würden Unternehmen mit einer soliden Bilanz bevorzugt, deren finanzielles Gleichgewicht nicht von den Zinssätzen abhänge. Die Generierung von operativen Cashflows solle eine Zeit überbrücken, in der das Wachstum schwankend sei. Die Parameter des Fonds seien heute attraktiv: Dividendenrendite von 5,2%, Rendite des Anleihenportfolios von 4,5% und Nettozinssensitivität von 2,1. (Stand vom 07.07.2022) (02.08.2022/fc/a/f)






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