DNCA Invest Convertibles Fonds: 12/2022-Bericht, Wertminderung von 0,71% - Fondsanalyse


17.01.23 11:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Convertibles strebt durch Anlage in Wandelanleihen einen Kapitalzuwachs bei niedriger Volatilität an, so die Experten von DNCA Investments.

Im Rahmen des Managementansatzes mit Verwaltungsvollmacht sei der Portfolioaufbau nicht darauf ausgerichtet, die Zusammensetzung eines Referenzindex aus geografischer oder Branchenperspektive nachzubilden. Dennoch könne der Exane Euro Convertibles-Index als Ex-Post-Referenzwertindikator verwendet werden. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Die wichtigsten Aktienindices würden das Jahr mit einem negativen Trend abschließen, der die zweimonatige Rally an den Börsen stoppe. Die restriktiven Reden der Zentralbanker hätten alle Hoffnungen auf eine baldige Wende in der Geldpolitik gedämpft. Während die gemeldeten Anpassungen den Erwartungen entsprochen hätten, hätten die Inflationserwartungen die Anleger überrascht. Das Szenario einer weichen Landung der Wirtschaft bleibe plausibel, allerdings vor dem Hintergrund sinkender Aktiengewinne auf beiden Seiten des Atlantiks. Die mit Spannung erwartete Saison der Veröffentlichung der Jahresergebnisse der Unternehmen werde es ermöglichen, diese Auswirkungen auf die verschiedenen Sektoren zu kalibrieren.

Die Folgen für die Finanzmärkte seien unmittelbar spürbar gewesen: Die Staatsanleihen hätten sich erholt und die Aktienmärkte seien zurückgegangen, wobei die am höchsten bewerteten Segmente noch stärker unter Druck geraten seien. Die nächsten makroökonomischen Indikatoren würden unter besonderer Beobachtung stehen und dürften die Volatilität an den Zinsmärkten weiter anheizen. In diesem Umfeld habe der Primärmarkt für Wandelanleihen keine Anlagemöglichkeiten geboten.

Der Fonds DNCA Invest Convertibles weise eine Jahresperformance von -15,27% gegenüber -14,2% seines Referenzindex, dem Exane ECI €, auf. Auf dem Sekundärmarkt seien folgende Titel aufgestockt worden: BNP Paribas 2025, die von steigenden Zinsen profitieren dürfte; Selena/PUMA 2025, die insbesondere dank der Wiedereröffnung des chinesischen Marktes eine Verbesserung ihrer Bestandsniveaus feststellen dürfte; Cellnex 2031 und Wordline 2026, die beide im Vergleich zu ihren Anleihevergleichen attraktive Renditeniveaus bieten würden. Eine Teilgewinnmitnahme sei bei den Iberdrola-Optionen erfolgt, die eine positive Jahresperformance aufweisen würden. Schließlich sei die Arbitrage auf die BE Semiconductor Group (2027 und 2029) fortgesetzt worden, um die Konvexität des auf diesen Positionen gehaltenen Engagements zu verbessern.

Wandelanleihen hätten in den ersten drei Quartalen des Jahres ihre schlechteste historische Sequenz erzielt. Diese Underperformance sei auf die widrigen Winde zurückzuführen, die jeden ihrer Performancetreiber beeinträchtigt hätten: Fallende Aktienmärkte, Anleihencrash (sowohl bei den Zins- als auch bei den Kreditkomponenten) und ein Bewertungsschock. Seitdem würden sich Wandelanleihen wieder wesentlich widerstandsfähiger und konvexer verhalten. Das Jahr 2023 dürfte somit in einem Umfeld beginnen, in dem die makroökonomische Sichtbarkeit zwar weiterhin eingeschränkt sei, die Anlageklasse aber nun wieder greifbare Vorteile biete. Die Rückkehr des positiven Carry, der für den Fonds bei über 2% liege, ermögliche es, die Erwartung einer Erholung der Aktien- und Kreditmärkte zu entschädigen.

Der Primärmarkt, der für den Aufschwung der Anlageklasse unerlässlich sei, werde sich in den ersten Monaten des Jahres wieder öffnen. Der Liquiditätsbedarf sei vorhanden und die Höhe der am klassischen Anleihenmarkt gezahlten Kupons mache wandelbare Produkte wieder attraktiv. In einer solchen Konfiguration nehme das Portfolio eine "Barbell"-Konstruktion an, mit einer Tasche, die in solide und mit Abschlägen versehene Anleihenprofile investiert sei, und mit Aktienprofilen, die von einem Aufschwung bei Werten profitieren würden, die an der Börse zu hart abgestraft worden seien. Optionen würden weiterhin sparsam eingesetzt, um bestimmte Risiken taktisch zu reduzieren, vor allem bei Zinsen und Aktien. Das Portfolio weise ein Delta-Niveau von fast 35% auf, das eine gute Konvexität bei verschiedenen Marktbewegungen biete. (Stand vom 04.01.2023) (17.01.2023/fc/a/f)






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