DNCA Invest Alpha Bonds Fonds: 10/2022-Bericht, Wertzuwachs von 2,08% - Fondsanalyse


18.11.22 15:06
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Alpha Bonds ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren nach Abzug von Gebühren eine höhere Wertentwicklung als der €STR Index + 2% zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe und ökologische, soziale/gesellschaftliche und die Unternehmensführung betreffende Kriterien (ESG-Kriterien) einbeziehe. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Im Oktober hätten die meisten der veröffentlichten Statistiken weiterhin auf einen weiteren Rückgang der Wirtschaftstätigkeit hingedeutet. Im Allgemeinen hätten die Frühindikatoren und Vertrauensindices das wirtschaftliche Umfeld negativer eingeschätzt, als es tatsächlich der Fall gewesen sei. Nach Ansicht der Experten von DNCA Investments hätten sich die meisten Wirtschaftsakteure auf eine schwierigere Zukunft vorbereitet.

Auf der Inflationsseite sei es immer das Gleiche: Die Preise würden stärker steigen als von den Strategen erwartet. In Europa seien es die Energie- und Lebensmittelpreise, die weiterhin für den Anstieg der Indices verantwortlich seien. In den USA hätten die Preise für Dienstleistungen und Wohnimmobilien die Führung übernommen. Schließlich übe der Anstieg des Dollar an den Devisenmärkten einen Druck auf die importierte Inflation in vielen Ländern aus.

Im Bereich der Geldpolitik hätten die Zentralbanken Australiens und Kanadas mit Zinserhöhungen überrascht, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Die EZB habe die Zinsen wie erwartet um 75 Basispunkte erhöht, doch die Rede der EZB-Präsidentin habe auch die Hoffnung auf kleinere Schritte in der Zukunft aufkommen lassen. In den USA seien die Reden der FED-Mitglieder nuancierter gewesen und hätten ebenfalls auf die berühmte "Pivot Rate" hingedeutet, die den Finanzmärkten eine enorme Erleichterung bringen würde.

Was die öffentlichen Finanzen betreffe, so würden die Haushalte in Europa zwar immer noch zur Senkung der Energiekosten herangezogen, doch die Reaktion auf das englische Regierungsprogramm von Liz Truss, das letztlich zu ihrem Sturz geführt habe, habe die Grenzen der Akzeptanz eines nicht finanzierten Konjunkturprogramms durch die Anleger aufgezeigt.

Auf den Finanzmärkten bleibe die Volatilität nicht nur bei riskanten Anlagen, sondern auch auf den Anleihenmärkten für Staatsschulden bestehen. Die Volatilität erkläre sich vor allem durch die Widerstandsfähigkeit der Inflation, die zu einem Orientierungsverlust der Anleger und einem Rückgang der Marktliquidität führe. Die Experten von DNCA Investments seien der Ansicht, dass die Höhe der Leitzinserwartungen nunmehr den Vorstellungen der Zentralbanken entspreche. Sie dürften die Anleger also nicht mehr überraschen und einen unterstützenden Faktor für den Rückgang der Volatilität der kurzfristigen Zinsen darstellen.

Die monatliche Performance sei gut gewesen (die höchste seit Auflegung des Fonds). Das gesamte Anleihenengagement werde weiterhin im positiven Bereich gesteuert, aber nur in begrenztem Maße, da die langen Kurvenabschnitte wenig attraktiv seien. Die Hauptrisikofaktoren würden sich weiterhin auf die Inflationsproblematik konzentrieren, entweder direkt über indexierte Anleihen oder durch den Aufbau von Inflations-Breakeven-Positionen. Die zweite Säule würden Positionen in Schwellenländern in Zinsen und Währungen bilden. Die Experten von DNCA Investments hätten die Position in Itraxx Main CDS verdoppelt (entspreche 17% des Portfoliovermögens), aber das Risiko dieser Strategie bleibe gering, ebenso wie das Risiko in Bezug auf das Richtungsrisiko bei US-amerikanischen und deutschen Zinsen. (Stand vom 08.11.2022) (18.11.2022/fc/a/f)