DNCA Invest Alpha Bonds Fonds: 08/2022-Bericht, Wertzuwachs von 1,18% - Fondsanalyse


16.09.22 13:03
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Alpha Bonds ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren nach Abzug von Gebühren eine höhere Wertentwicklung als der €STR Index + 2% zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe und ökologische, soziale/gesellschaftliche und die Unternehmensführung betreffende Kriterien (ESG-Kriterien) einbeziehe. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Nach der allgemeinen Entspannung, die im Juli und Anfang August an den Märkten zu beobachten gewesen sei, sei es am Monatsende zu einer deutlichen Anspannung der Anleiherenditen und zu Kursrückgängen bei riskanten Anlagen gekommen. Diese Bewegungen seien auf mehrere Gründe zurückzuführen gewesen: Die guten US-Indikatoren, die das Risiko einer nahenden Rezession abgewendet hätten, die Leitzinserhöhungen, die insgesamt über den Erwartungen gelegen hätten, und die starken Preis- und Versorgungsspannungen bei Gas und anderen alternativen Energiequellen zum Öl, die vor allem Europa betroffen hätten.

Was das Wachstum angehe, so gebe es zwar keinen Zweifel daran, dass sich die Weltwirtschaft verlangsame, aber die Frühindikatoren würden in der Grauzone bleiben, die es nicht erlaube, über die Wahrscheinlichkeit einer Rezession zu entscheiden. Die Bewertung der Finanzmärkte zeigt, dass diese These noch in der Minderheit ist, obwohl einige Signale darauf hindeuten und geopolitische Risiken uns jederzeit schnell in eine Rezession führen können, so die Experten von DNCA Investments.

Die Äußerungen der Notenbanker in den letzten Wochen seien unisono: Die Zentralbanken würden sich auf die Notwendigkeit konzentrieren, die Inflation zu bekämpfen. Es müsse schnell gehandelt werden, und um diesen Kampf zu gewinnen, müssten die Leitzinsen wahrscheinlich in den restriktiven Bereich gebracht werden, um die noch zu starke Nachfrage an das Angebot anzupassen. In Europa, wo das Wachstum am fragilsten erscheint, scheinen sich die BOE und nun auch die EZB dieser Ausrichtung anzuschließen, so die Experten von DNCA Investments.

Während in den USA der jährliche Inflationshöhepunkt überschritten worden sei, habe sich der Preisanstieg in der Eurozone fortgesetzt. Die Spannungen bei den Gas- und Strompreisen sowie die von den Staaten ergriffenen oder geplanten flankierenden Maßnahmen würden für eine hohe Volatilität bei den Inflationserwartungen sorgen.

Die haushaltspolitische Unterstützung der Staaten, um dem Preisanstieg und den Risiken für die Konjunktur entgegenzuwirken, sei nach wie vor bedeutend. In den USA habe die US-Regierung beschlossen, Studenten Schulden in Höhe von 365 Mrd. US-Dollar zu erlassen. Die europäischen Staaten würden sich weiterhin für die schwächsten Haushalte einsetzen, indem sie gezielte Maßnahmen zur Stärkung ihrer Kaufkraft fortsetzen würden. In China sei im Juli ebenfalls ein neues Konjunkturprogramm angekündigt worden.

Im Management habe die Steuerung des Exposures ermöglicht, von Marktbewegungen zu profitieren. Das Engagement in Anleihen liege nahe bei 0. In einem Szenario, in dem wir die geldpolitischen Erwartungen des Marktes für realistisch halten, kommt eine Investition in die langen Teile der Kurven, auf denen unser Modell zeigt, dass es immer noch keinen Wert gibt, nicht in Betracht, so die Experten von DNCA Investments.

Die Experten von DNCA Investments hätten ihr Engagement in Break-even-Inflationsraten und Realzinsen, vor allem in den USA, leicht reduziert, diese Strategie aber als wichtigste Strategie im Portfolio beibehalten, da die Realzinsen in vielen Ländern attraktiv seien und die Inflationsraten langfristig zu konservativ seien. Bei den anderen Positionen habe es nur geringe Veränderungen gegeben. Schließlich sei die über einen Zeithorizont von einem Jahr berechnete Volatilität des Portfolios auf weniger als 4% zurückgegangen. (Stand vom 07.09.2022) (16.09.2022/fc/a/f)