DNCA Invest Alpha Bonds Fonds: 05/2022-Bericht, Wertzuwachs von 0,32% - Fondsanalyse


20.06.22 11:30
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Alpha Bonds ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren nach Abzug von Gebühren eine höhere Wertentwicklung als der €STR Index + 2% zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe und ökologische, soziale/gesellschaftliche und die Unternehmensführung betreffende Kriterien (ESG-Kriterien) einbeziehe. Um das Anlageziel zu erreichen, stütze sich die Anlagestrategie auf eine aktive Verwaltung mit Ermessensspielraum.

Obwohl die Wirtschaftstätigkeit durch die Knappheitsprobleme und die steigenden Energiepreise, die das Angebot immer noch begrenzen würden, gebremst werde, bleibe sie auf Expansionsniveau, angetrieben von einer Verbrauchernachfrage, die weiterhin durch die Haushaltspolitik unterstützt werde. Die Gesundheitslage in China beginne sich mit einer allmählichen Aufhebung der Sperren zu verbessern, doch werde die Rückkehr zur Normalität mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Die Inflation überall auf der Welt steige weiter an und habe im Jahresvergleich über 8% in den USA und in Europa erreicht, wo der Höhepunkt der Inflation noch nicht erreicht sei. Vor diesem Hintergrund hätten alle Zentralbanken Zinserhöhungen bekannt gegeben, die mindestens den Erwartungen entsprochen und manchmal sogar darüber gelegen hätten. Für die am weitesten zurückliegenden Währungsbehörden (insbesondere die EZB) gehe es darum, die Anleger bestmöglich auf die bevorstehende Normalisierung vorzubereiten.

Wie im Vormonat habe die Angst vor einer Konjunkturabschwächung die Wertentwicklung riskanter Anlagen zu Beginn des Monats Mai belastet. Auch die Break-even-Inflationsraten seien Gegenstand von Gewinnmitnahmen gewesen. Die Inflationsstrategie, die das größte Risiko im Portfolio darstelle, habe einen negativen Beitrag zur Wertentwicklung des Fonds geleistet, der zudem durch den Anstieg der Realzinsen beeinträchtigt worden sei. Das Short-Exposure bei der Duration an den langen Enden der Kurve in Europa (30 Jahre Deutschland) und die Abwertung des Euro, insbesondere gegenüber den LATAM-Währungen, hätten es dem Fonds ermöglicht, im Mai eine positive Wertentwicklung zu erzielen.

Auf Sicht von einem Jahr scheinen die Märkte ihre Erwartungen für die Leitzinserhöhungen auf ein nahezu neutrales Niveau festzulegen, das in Europa auf 1% bis 2% und in den USA auf 2% bis 3% geschätzt wird, so die Experten von DNCA Investments. Die Experten würden dieses Niveau für ausgewogen halten zwischen den steigenden Inflationserwartungen und den Befürchtungen, dass sich die Konjunktur ab 2023 abschwächen könnte. Unser RATP-Bewertungsindikator zeigt hingegen, dass es sich immer noch nicht lohnt, in den Industrieländern Long-Nominal-Anleihen zu kaufen, so die Experten von DNCA Investments.

Im Management hätten die Experten die Short-Position in britischen Realzinsen aufgelöst, da sich die britische Wirtschaft auf ein Stagflationsszenario zubewege. Die Experten hätten das Engagement in Break-even-Inflationsraten nach deren Korrektur erhöht und am Rande inflationsindexierte Anleihen in den USA mit Laufzeiten von über zehn Jahren gekauft. Bei den Währungen schließlich seien die Kaufpositionen in BRL (Brasilianischer Real), CLP (Chilenischer Peso) und ZAR (Südafrikanischer Rand) gegenüber dem EUR aufgestockt worden.

Nach Jahrzehnten sinkender Zinsen und Inflation zeichne sich allmählich ein Paradigmenwechsel ab, der ein hohes Maß an Unsicherheit mit sich bringe. Aus diesem Grund würden die Experten von DNCA Investments das Risiko in ihrem Portfolio mit einer Ex-ante-Volatilität von knapp 2,5% begrenzt halten und das Engagement im Zinsrisiko bleibe gering. (Stand vom 08.06.2022) (20.06.2022/fc/a/f)