DNB Technology Fund: Fokus auf KI macht die Meta-Aktie wieder interessant


03.01.23 11:11
DNB Asset Management

Luxemburg (www.fondscheck.de) - Ein herausforderndes Aktienmarktjahr liegt hinter uns. Zeit für eine Bilanz - und für einen Blick nach vorn, so Anders Tandberg-Johansen, Portfoliomanager im Team des seit über 20 Jahren erfolgreichen DNB Technology Fund bei DNB Asset Management.

Mit einem Minus von 36 Prozent habe sich der Sektor Interactive Media & Entertainment in dem Anlageuniversum der Experten als schwächste Branche erwiesen. Beigetragen dazu hätten nicht zuletzt Aktien wie Google, Facebook und Snap. Am besten hätten sich die Telecom Services mit einem Plus von gut zwei Prozent geschlagen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von elf auf Basis der Gewinnschätzungen für die nächsten zwölf Monate sei diese Branche derzeit am günstigsten bewertet. Nach wie vor im Portfolio die Deutsche Telekom. Es sei eine Wette auf das US-Geschäft, das sich sehr gut entwickele. Zudem liege das KGV unter vier.

Gleichwohl fällt es schwer, uns für Telecom Services zu begeistern, so die Experten von DNB Asset Management. Abgesehen von Deutsche Telekom sei es schwierig zu erkennen, wo sich künftiges Wachstum generieren lasse. Hinzu komme, dass insbesondere der europäische Markt sehr fragmentiert sei und einer Konsolidierung bedürfe. Erst kürzlich sei der Vodafone-Chef entlassen worden. Dies sei kein sehr positives Signal - vor allem, wenn man sich vor Augen halte, dass sich der Konzern mitten in der Übernahme von Three UK befinde. In den Augen der Experten dürfte dieser Sektor im kommenden Jahr zu den Verlierern zählen.

Als besonders aussichtsreich würden die Experten weiterhin den Gamingbereich erachten. Er sei in diesem Jahr zwar um sieben Prozent geschrumpft, dürfte aber 2023 um neun und 2024 um sechs Prozent wachsen. Trotz der attraktiven Wachstumsaussichten hätten die Aktien des Sektors in der Zeit nach Corona Verluste erlitten. Nun notiere die Branche wieder auf einem Niveau, welches attraktive Möglichkeiten eröffne.

Die großen Technologie-Namen wie Google, Meta, Amazon & Co hätten zu den größten Gewinnern der Coronakrise gezählt, hätten aber im Zuge der Rotation von Growth zu Value deutlich Federn lassen müssen. Nun normalisiere sich die Lage wieder und manche dieser Titel seien sozusagen spottbillig. Wir befinden uns in einer sehr interessanten Situation, da diese Unternehmen massiv in das Metaverse, aber auch in künstliche Intelligenz investieren, so die Experten von DNB Asset Management. Meta etwa, die frühere Facebook, könnte vor diesem Hintergrund eine erstklassige Aktie werden.

Zu den Teilsektoren, die noch in den Anfängen des Wachstums stünden, zähle vor allem die künstliche Intelligenz. Ein Beispiel sei der Textgenerator GPT-3, der sogar Shakespeare nachahmen, Programmcode schreiben und Fremdsprachen sowie Rechtsparagraphen übersetzen könne. Man könne beispielsweise den Computer bitten, ein Essay oder einen Brief zu verfassen.

Die künstliche Intelligenz habe auch die Musikindustrie verändert. Klassische Musik etwa, die mit Hilfe von Algorithmen komponiert worden sei, sei nur ein Beispiel von vielen. Auch bei der Augenoptik gebe es durch KI Fortschritte. Hier lasse KI durch eine Software Blinde wieder "sehen". Meta habe 30 Milliarden Dollar in diese Technologie gesteckt. Ebenfalls eine wichtige Rolle bei künstlicher Intelligenz dürfte Google spielen, welche zur Zeit mit einem KGV von 18 gepreist werde. An der langfristigen guten Perspektive dürfte auch eine Rezession nichts ändern, die schmerzhaft für den Technologieriesen sein dürfte. Danach könnten sie sich allerdings umso stärker präsentieren.

Wenn die Experten investieren würden, würden sie skalierbare Geschäftsmodelle mit nachgewiesener Rentabilität, einer starken Bilanz, soliden Cashflows und einer moderaten Bewertung bevorzugen. Zuletzt hätten sie die Google-Mutter Alphabet dank ihres günstigen Gewinnmultiples und weil sie dem Gesamtmarkt hinterherhinke, gekauft. Darüber hinaus hätten die Experten ihre Positionen bei Meta und im britischen Medienkonzern ITV aufgestockt. Per Ende November habe der DNB Technology Fund (ISIN LU0302296495 / WKN A0MWAN) trotz der Talfahrt der Tech-Aktien mit einem Minus von neun Prozent seinen Vergleichsindex MSCI Communications Services & IT um 10,2 Prozentpunkte übertroffen. (03.01.2023/fc/a/f)






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