CO2-Investing: Jetzt mit besichertem Société Générale-ETC - ETC-Analyse


19.01.23 09:43
ZertifikateReport

Gablitz (www.fondscheck.de) - Thorsten Welgen vom "ZertifikateReport" stellt in seiner aktuellen Ausgabe einen ETC (Exchange Traded Commodity) (ISIN DE000ETC0001/ WKN ETC000) der Société Générale auf den ICE EUA Futures-Kontrakt vor.

Ein Weg, um als Investor auf die Transformation zu einer emissionsärmeren Wirtschaft zu setzen, seien CO2-Zertifikate: Je höher der Preis für CO2-Emissionen, desto größer der Anreiz für Verschmutzer (Käufer der Rechte), erneuerbare Energien zu nutzen und für Lösungsanbieter (Verkäufer) zu forschen und auszugleichen. Aufgrund der geringen Korrelation mit den traditionellen Asset-Klassen seien CO2-Emissionsrechte auch ein interessantes Instrument, um Portfolios zu diversifizieren. Dennoch müssten die konjunkturellen und die politisch-regulatorischen Preissensitivitäten von CO2-Emissionsrechten vor einer Investition in entsprechende Finanzinstrumente verstanden werden.

Die Société Générale biete unter der ISIN DE000ETC0001 einen ETC an, der sich auf den EUA-Futures-Kontrakt (European Allowances) an der Terminbörse ICE beziehe (theice.com) und jeweils den nächsten Dezember-Kontrakt abbilde. Wie bei physisch lieferbaren Rohstoffen sei auch die Preisbildung von EUA-Futures nicht erwartungsfrei, weshalb Anleger die Terminkurve im Blick behalten müssten, denn sie gebe gerade längerfristig orientierten Anlegern Aufschluss über Rollkosten (wenn die Preise mit den Laufzeiten ansteigen würden, "Contango") oder Rollgewinne (wenn die Preise mit den Laufzeiten sinken würden, "Backwardation"). Für das jährliche Rollieren erhebe die Société Générale eine Berechnungsgebühr von 3,5 Prozent p.a., dazu kämen 0,5 Prozent p.a. Besicherungsgebühr - gerade bei längeren Anlagehorizonten würden die Kosten relevant, da dieses Asset keine laufenden Erträge generiere.

Rechtlich betrachtet seien ETCs wie auch Zertifikate Schuldverschreibungen; im Gegensatz zu einem Investmentfonds übernähmen Anleger also grundsätzlich ein Emittentenrisiko, da es sich nicht um Sondervermögen handle. Die Société Générale minimiere bei Ihren ETCs dieses Emittentenrisiko durch eine Besicherung (de facto sogar eine Übersicherung) der gesamten ausstehenden Position auf einem Treuhandkonto (hier bei BNY Mellon). Dieser Sicherheiten-Pool müsse bei steigenden Preisen permanent aufgestockt werden, sodass Anleger auch im theoretischen Fall einer Zahlungsunfähigkeit noch ausgezahlt werden könnten.

Die EUA-ETCs würden sich grundsätzlich für erfahrene Anleger eignen, die entweder von steigenden Preisen der CO2-Emissionsrechte profitieren oder ihre Asset Allocation diversifizieren möchten. Smarte Anleger würden während der Handelszeiten des EUA-Futures handeln (von 8 bis 18 Uhr Frankfurter Zeit), dann sollte die Geld-Brief-Spanne auch beim ETC am engsten sein.


Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf auf den ETC auf den EUA-Futures-Kontrakt oder von Anlageprodukten auf den ETC EUA-Futures-Kontrakt dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen. (19.01.2023/fc/a/e)






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